Kosten in der privaten Krankenversicherung

Die Kosten, die Höhe der Beiträge, in der privaten Krankenversicherung hängen von verschiedenen Faktoren ab: Dem Alter bei Vertragsschluss, dem Gesundheitszustand und den gewünscht Leistungen. Auch die Selbstbeteiligung und Rückstellungen für das Alter spielen eine Rolle bei der Höhe der Beiträge. Informationen darüber wie hoch der Beitrag pro Monat etwa sein kann, wie er sich zusammensetzt und wie viel Sparpotential es gibt, liefert dieser Beitrag.

Freisteller Magazin Hero

Was kostet eine private Krankenversicherung monatlich?

Die Kosten und die Höhe der Beiträge in der privaten Krankenversicherung hängen von verschiedenen Faktoren ab. Während in der gesetzlichen Krankenversicherung einzig das Einkommen als Bezugsgröße zugrunde gelegt wird, begründen bei der privaten Krankenversicherung das Eintrittsalter, der gewünschte Leistungsumfang, ein eventueller Selbstbehalt und bei Vorerkrankungen ein möglicher Risikozuschlag die Höhe des Beitrags.

Bei der Beitragsberechnung muss auch danach unterschieden werden, ob es sich um Angestellte handelt, um Selbstständige, um Beamte oder ob auch Familienmitglieder mitversichert werden.

In der gesetzlichen Krankenkasse sind Ehepartner und Kinder in der Familienversicherung beitragsfrei mitversichert, solange sie kein eigenes Einkommen beziehen. In der privaten Krankenversicherung spielt das keine Rolle. Für jede versicherte Person ist ein eigener Vertrag notwendig.

Interessant zu den Kosten in der privaten Krankenversicherung zu wissen:

Gutverdiener:innen können bis zu 200 Euro pro Monat in der privaten Krankenversicherung sparen, da sie in der GKV den Höchstsatz von aktuell fast 934 Euro pro Monat zahlen. Das Einsparpotenzial hängt vom Eintrittsalter, den gewünschten Leistungen, der Höhe der Selbstbeteiligung und dem möglichen Risikozuschlag ab.

➜ Jetzt PKV-Rechner nutzen und Spar-Potential erfahren!

Wie viel bezahlt ein Angestellter in der privaten Krankenversicherung?

Die private Krankenversicherung von ottonova bietet für Angestellte drei Absicherungsvarianten mit unterschiedlichem Leistungsumfang, den Premium Economy, den Business Class und den First Class Tarif.

Je nach gewähltem Tarif unterscheidet sich der Monatsbeitrag.

Beispielrechnung für Angestellte in der PKV

Nehmen wir an, der Antragsteller ist bei Versicherungsbeginn 35 Jahre alt und hat keine Vorerkrankungen. Auf der Basis unserer Angaben ergibt sich folgender Monatsbeitrag für die Private Krankenversicherung (PKV)*:

Grundbeitrag

Grundbeitrag

487,91 Euro

487,91 Euro

Grundbeitrag

Krankentagegeld

487,91 Euro

48,72 Euro

Grundbeitrag

Beitragsentlastung im Alter

487,91 Euro

60,02 Euro

Grundbeitrag

Pflegepflichtversicherung

487,91 Euro

48,15 Euro

Grundbeitrag

Gesamtbeitrag

487,91 Euro

644,80 Euro

Abzüglich des Arbeitgeberanteils in Höhe von 322, 41 Euro kommt ein Gesamtbetrag von 322,39 Euro im Monat zustande.

*Die Beispielrechnung basiert auf dem bei Angestellten am häufigsten gewählten Tarif ottonova Business Class 100.

➜ Mehr Infos zur PKV für Angestellte

Ist die PKV für Arbeitnehmer günstiger als die GKV?

Der monatliche Eigenanteil für die gesetzliche Krankenversicherung für Angestellte in dieser Einkommensgröße liegt bei 458,35 Euro. Angestellte sparen mit einer privaten Krankenversicherung pro Jahr 1.631,52 Euro im Vergleich zu den Kosten für eine Krankenversicherung bei einer gesetzlichen Krankenkasse.

Jetzt in die private Krankenversicherung wechseln und über 1.600 € im Jahr sparen!

Wie viel kostet die private Krankenversicherung für Selbstständige?

Der Beitrag für Selbstständige entspricht dem für Angestellte mit dem Unterschied, dass es hier keinen Arbeitgeberanteil gibt, der bei den monatlichen Beitragskosten abgezogen wird. 

Beispielrechnung für Selbstständige in der PKV

Bleiben wir bei den Zahlen des Berechnungsbeispiels und übernehmen diese eins zu eins:

Grundbeitrag

Grundbeitrag

487,91 Euro

487,91 Euro

Grundbeitrag

Krankentagegeld

487,91 Euro

48,72 Euro

Grundbeitrag

Beitragsentlastung im Alter

487,91 Euro

60,02 Euro

Grundbeitrag

Pflegepflichtversicherung

487,91 Euro

48,15 Euro

Grundbeitrag

Gesamtbeitrag

487,91 Euro

644,80 Euro

Gesamtbeitrag: 644,80 Euro 

Die Höhe des Krankentagegeldes davon ab, wie viele Mitarbeiter der Selbstständige beschäftigt.

Es ist bei einigen Versicherern in der privaten Krankenversicherung für Selbstständige allerdings auch möglich, ein Krankentagegeld schon ab dem ersten Krankheitstag abzuschließen. Die Empfehlungen sprechen aber aufgrund der hohen Kosten dagegen.

Um die PKV-Beiträge möglichst niedrig zu halten, entscheiden sich viele Selbstständige für einen relativ hohen Eigenanteil in der privaten Krankenversicherung.

➜ Mehr Informationen zur PKV für Selbstständige

Wie viel kostet die private Krankenversicherung für Beamte?

Für einen kinderlosen Bundesbeamten im Alter von 35 Jahren beläuft sich der monatliche Beitrag für die Krankenversicherung bei ottonova inklusive gesetzlicher Pflegeversicherung im Tarif Komfort24 auf 290,52 Euro pro Monat einschließlich Zwei-Bett-Zimmer, Chefarztbehandlung und dem Anspruch auf professionelle Zahnreinigung.

Die private Krankenversicherung ist für viele Beamte besser als die gesetzliche Krankenversicherung, da ihr Beihilfeanspruch die Kosten für eine private Krankenversicherung senkt. Außerdem können sie sich ohne Berücksichtigung des Einkommens privat versichern.

Der Beitrag für einen Bundesbeamten hängt ebenfalls von den gewünschten Leistungen, aber auch vom Alter ab. 

➜ Alle Infos zur PKV für Beamte

➜Alle Infos zu PKV für Beamtenanwärter

Wie hoch sind die Kosten für ein Kind in der privaten Krankenversicherung?

Der Beitrag für das Kind beläuft sich auf 161,50 Euro im Monat, bereinigt um den Arbeitgeberanteil in Höhe von 50 Prozent nur noch 80,75 Euro. Die jährliche Einsparung gegenüber der GKV beträgt für Angestellte in diesem Beispiel immer noch 954,84 bei einem deutlich besseren Preis-Leistungs-Verhältnis.*

Außerdem: Der Beitrag für ein Krankentagegeld und für die Pflegepflichtversicherung entfällt und die Beitragsentlastung im Alter ist möglich.

Wichtig zu wissen: Kinder müssen in der privaten Krankenversicherung gesondert versichert werden. Ist der besser verdienende Elternteil privat versichert, müssen auch die Kinder privat versichert werden.

*Das Beispiel sieht ebenfalls zehn Prozent Selbstbehalt vor.

Wie entwickeln sich die Kosten in der privaten Krankenversicherung im Alter?

Grundsätzlich reduziert sich der Versicherungsbeitrag im Alter, denn es fallen einige Beitragsteile weg. Dabei handelt es sich um den Beitrag für das Krankentagegeld und den Beitragszuschlag in Höhe von zehn Prozent.

Die genaue Höhe des Beitrags im Alter hängt vom Eintrittsalter, dem gewählten Tarif, der Höhe des Selbstbehaltes und davon, wie gut der Versicherer mit den Altersrückstellungen gewirtschaftet hat, ab. Dazu spielt mit hinein, ob der Versicherungsnehmer eine Altersentlastungskomponente in den Vertrag integriert hat.

Bei ottonova werden 50 Prozent der Beiträge in Altersrückstellungen investiert und der Abschluss einer Beitragsentlastungskomponenete ist möglich. Ab dem 64. oder 67. Lebensjahr besteht die Möglichkeit, die Beiträge zu senken. So kann der Betrag zwischen 100 Euro und bis zu 400 Euro monatlich gemindert werden.

➜ Mehr Infos zur PKV im Alter

Wie funktioniert die Beitragskalkulation?

Die Beitragskalkulation erfolgt nach dem sogenannten Äquivalenzprinzip. Das bedeutet, dass bei der Berechnung der Beiträge eine Gruppe gleichaltriger Personen, das Kollektiv, betrachtet wird. Deshalb spielt auch das Eintrittsalter eine Rolle, da jede Altersgruppe für sich gesehen wird.

Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung finanzieren die jüngeren Mitglieder in der privaten Krankenversicherung nicht die steigenden Kosten der älteren Generation mit. Die private Krankenversicherung sieht vor, dass jedes Kollektiv für sich selbst die Versorgung sicherstellen muss.

Dabei gilt: Der Versicherungsbeitrag übersteigt in jungen Jahren die wahrscheinlich anfallenden Kosten. Die daraus resultierenden Überschüsse werden als sogenannte Altersrückstellungen oder Beitragsrückstellung für das Alter verzinslich angesammelt. Die Rückstellungen und aufgelaufenen Zinsen kompensieren dann die vermutlich höheren Beiträge im Alter.

Wir erklären was es mit dem Verbraucht des Sparanteils, dem monatlichen Beitrag und dem Risikoanteil auf sich hat So bleibt der Beitrag stabil
Wie funktioniert die Beitragsstabilität in der PKV? Können die Beiträge bei der privaten Krankenversicherung dennoch steigen? Was beim Thema Beitragsstabilität und Beitragsentwicklung in der PKV wichtig ist erklärt unser Kunde Jan Siebe

Verschlechtert sich der Gesundheitszustand eines Kollektivmitgliedes, führt dies aufgrund der individuell gestiegenen Kosten nicht zu einer Anpassung des individuellen Beitrages für die private Krankenversicherung eben dieses Mitglieds. 

Die Mehrausgaben für die eine versicherte Person werden auf das Kollektiv in diesem Tarif und dieser Altersgruppe im Rahmen einer Beitragsanpassung nur für diese eine private Krankenversicherung umgelegt.

Was sind Risikozuschläge in der privaten Krankenversicherung?

Risikozuschläge fallen an, wenn bestimmte Vorerkrankungen bei Abschluss der privaten Krankenversicherung gegeben sind. Für bestimmte Krankheitsbilder fällt ein bestimmter zusätzlicher prozentualer Beitrag an.

Die Kalkulation der Risikozuschläge ist dabei von Versicherungsunternehmen zu Versicherungsunternehmen unterschiedlich. 

Ein Risikozuschlag steht auch nicht für die gesamte Versicherungsdauer fest. Tritt das Krankheitsbild, welches dem Zuschlag zugrunde lag, für einen langen Zeitraum nicht mehr auf, sollte die versicherte Person mit dem Versicherer über eine Streichung sprechen. Es gibt Krankheitsbilder, die es erlauben, bereits bei Vertragsabschluss einen Zeitpunkt zu vereinbaren, an dem eine erneute Risikoprüfung stattfindet.

Hat die versicherte Person die Wahl zwischen Risikoausschluss für bestimmte Krankheitsbilder oder einem Risikozuschlag, sollte er sich immer für den Risikozuschlag entscheiden, um mögliche massive Kosten zu vermeiden.

➜ Mehr Infos zum Risikozuschlag

Gibt es in der privaten Krankenversicherung auch Betragssteigerungen?

Mit Beitragssteigerungen der Tarife ist beispielsweise dann zu rechnen, wenn die Kosten im Gesundheitswesen überdurchschnittlich ansteigen. Das kann in überproportionalen Gehaltserhöhungen für Angestellte im Gesundheitssektor oder Anpassungen der Gebührenordnungen liegen. Falls Pharmahersteller die Kosten für ihre Produkte erhöhen, kann dies ebenfalls zu einer Beitragsanpassung führen. Auch die Inflation kann die Kosten in die Höhe treiben.

Außerdem: Der Gesetzgeber regelt, wann der Versicherungsbeitrag steigen darf. Voraussetzung für eine Anpassung der Beiträge ist, dass die Kosten innerhalb einer Altersgruppe eines Tarifs um mehr als zehn Prozent von der ursprünglichen Kalkulation nach oben abweichen.

So haben sich die Beiträge in den letzten 10 Jahren entwickelt:

Beitragsentwicklung der privaten Krankenversicherung im Zeitverlauf Beitragsentwicklung in der PKV

Welche Behandlungskosten sollte die PKV auf jeden Fall erstatten?

Die Tarife der privaten Krankenversicherung sollten auf jeden Fall alle Kosten erstatten, die eine medizinisch notwendige Heilbehandlung umfasst, aber durchaus darüber hinausgehen. Diese Leistungen umfassen zum Beispiel Erstattungen bei Zahnersatz oder Sehhilfen wie Brillen und Kontaktlinsen. Aber auch die grundsätzliche Abrechnung des Arztes oder der Ärztin mindestens zum 3,5-fachen Satz der Gebührenordnung, sowie die Übernahme von alternativen Heilmethoden wie Heilpraktiker:innen, Chefarztbehandlung oder ein Einbett- bzw. Zweibettzimmer im Krankenhaus.

Gibt es Leistungen, die man selbst zahlen muss?

Ja, die gibt es. Dazu zählen beispielsweise die Kosten für Schönheitsoperationen, Zahnersatz oder Hilfsmittel, wie beispielsweise Rollstühle.

Was ist der Selbstbehalt und wie hoch ist er?

Der Selbstbehalt bezeichnet bei der privaten Krankenversicherung den Anteil, den der Versicherungsnehmer selbst an der Rechnung für die Behandlung trägt, um so den Versicherungsbeitrag zu senken.

ottonova bietet bei dem Selbstbehalt drei Stufen zur Auswahl an:

  • 10 Prozent, maximal 500 Euro im Jahr
  • 25 Prozent, maximal 1.250 Euro im Jahr
  • 50 Prozent, maximal 1.000 Euro im Jahr

➜ Hier mehr über den Selbstbehalt in der privaten Krankenversicherung erfahren!

Muss man Behandlungskosten vorstrecken?

Das hängt davon ab, ob es sich um eine ambulante Heilbehandlung oder eine stationäre handelt.

Im Fall eines Krankenhausaufenthaltes besteht zwischen der privaten Krankenversicherung und dem Krankenhaus oft eine Kostenübernahmevereinbarung. Krankenhaus und Versicherung rechnen direkt miteinander ab.

Bei einer ambulanten Heilbehandlung muss der Versicherungsnehmer theoretisch in Vorkasse gehen. Er erhält die Rechnung, sollte diese zeitnah bezahlen und reicht diese zur Erstattung beim Versicherer ein. Je nachdem, wie langmütig das Abrechnungsunternehmen ist, kann er auch erst die Rechnung einreichen und erst nach Bezahlung durch den Versicherer den offenen Betrag bezahlen.

Was bieten die Tarife von ottonova?

  • Zugang zu Spezialisten und Privatpraxen
  • Alternative Heilmethoden, z.B. Heilpraktiker
  • Unterbringung in Ein-oder Zweibettzimmer
  • Zahnbehandlungen, inkl. Zahnreinigung
Hier klicken und mehr Information zu unseren Tarifen bekommen!

FAQ: Private Krankenversicherung Kosten

Die Kosten, die Höhe der Beiträge, in der privaten Krankenversicherung hängen von verschiedenen Faktoren ab. Anders als in der GKV sind die Beiträge zur PKV einkommensunabhängig. Sie hängen vom Eintrittsalter, der gewünschte Leistungsumfang, ein eventueller Selbstbehalt und bei Vorerkrankungen ein möglicher Risikozuschlag die Höhe des Beitrags.

Der Beitrag in der privaten Krankenversicherung besteht nicht nur aus dem Risikoanteil, der zur Begleichung der Aufwendungen für eine medizinische Behandlung verwendet wird. Der Beitrag teilt sich in den Risikoanteil und die Altersrückstellungen auf. Die Altersrückstellungen sorgen dafür, dass die Beiträge im Alter bei steigendem Bedarf an medizinischer Versorgung und damit zwangsläufig steigenden Kosten stabil bleiben.

Die Kosten für die PKV sind steuerlich absetzbar. Die Beiträge zählen zu den Sonderausgaben. Allerdings können die Versicherungsnehmer nicht den gesamten Versicherungsbeitrag von der Steuer absetzen. Dies gilt nur für den Beitragsanteil, der auf die Basisleistungen entfällt. Damit wird eine Gleichstellung zu den Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung erreicht.

Die Versicherungen versenden daher zu Beginn des neuen Jahres eine Aufstellung an ihre Versicherungsnehmer, die aufteilt, wie hoch der gezahlte Gesamtbeitrag im Jahr ausfiel, und welcher Anteil davon in der Steuererklärung angegeben werden kann.

Um die Kosten für die PKV zu senken, bieten sich mehrere Optionen an:

  • Wechsel in einen anderen Tarif mit einem schlankeren Leistungsspektrum.
  • Erhöhung der Selbstbeteiligung.
  • Vorgreifend auf das Alter eine Beitragssenkung ab dem 64. oder 67. Lebensjahr vereinbaren.

Passend zum Thema PKV-Leistungen:

Wir helfen dir gerne bei Fragen zu Kosten in der privaten Krankenversicherung weiter

Isabel
Isabel
ottonova Versicherungsexpertin
Lass dich von unseren Experten beraten.
Fehler aufgetreten - versuche es später erneut.
Dieser Termin ist inzwischen nicht mehr verfügbar. Bitte wähle einen anderen aus.
Mit dem Abschicken meiner Daten erkläre ich meine Einwilligung zur Kontaktaufnahme durch ottonova.
Isabel
Isabel
ottonova insurance expert
Lass dich von unseren Versicherungsexperten beraten. Was dich erwartet:
  • Objektive und faire Beratung
  • Vergleich mit anderen Tarifen am Markt
  • Erhalte Antworten auf alle deine Fragen