Selbstständig ist, wer seine Arbeit frei und ohne abhängiges Arbeitsverhältnis gestaltet. Eine private Krankenversicherung für Unternehmer oder Gewerbetreibende gehört zur Selbstständigkeit dazu. Die Formen der Selbstständigkeit werden noch weiter unterschieden: Freelancer oder Freiberufler? Das kommt darauf an:
Gewerbetreibende
Führst du keinen "Katalogberuf" aus, bist du Gewerbetreibender und zahlst Gewerbesteuer. Bei deiner jährlichen Steuererklärung kannst du die PKV für Gewerbetreibende absetzen.
Freelancer, freie Mitarbeiter, etc.
Freelancer können beides sein. Die Bezeichnung sagt nur aus, dass du ohne festen Arbeitsvertrag für ein Unternehmen arbeitest.
Freiberufler
"Freie Berufe" sind schriftstellerisch, künstlerisch, wissenschaftlich oder unterrichtend. § 18 des Einkommenssteuergesetzes bietet einen Tätigkeitenkatalog: Unter anderem sind Ingenieure, Steuerberater, Consultants, Mediziner oder Rechtsanwälte Freiberufler und zahlen keine Gewerbesteuer.
Ausnahme: Künstler und Publizisten
Wenn du als Freiberufler eine künstlerische oder publizistische Tätigkeit ausübst, besteht die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse fort. Das beudetet, dass sie auch versicherunsgpflichtig bleiben, wenn sie über der Jahreaarbeitsentgeltgrenze verdienen. Um in die PKV wechseln zu können, musst du dich in den ersten drei monaten deiner freiberuflichen Tätigekti von der Versicxherungspflicht befreien lassen.
Willst du danach in die PKV wechseln, musst du nachweisen, dass du in den letzten drei Jahren mehr als die dreifache Jahresarbeitsentgeltgrenze (77.400 Euro). verdient hast (z.B. 100.000 € + 50.000 € + 80.000 €).
Die Künstlersozialkasse leistet bei freiberuflicher künstlerischer oder publizistischer Tätigkeit einen Zuschuss zur Rentenversicherung und zur Krankenversicherung, auch für die PKV.