Risikozuschlag in der PKV: Wie wird er berechnet?

Deine Gesundheit ist genauso einzigartig wie die Risiken, denen sie unterliegt. Um ein Versicherungskollektiv in der privaten Krankenversicherung nicht übermäßig zu belasten, gibt es deshalb den Risikozuschlag. Wie er ermittelt wird und warum er so wichtig ist, erklären wir dir hier.

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Definition

Der Risikozuschlag in der privaten Krankenversicherung ist ein prozentualer oder fixer Betrag, der zusätzlich zu deinem Beitrag erhoben wird.

Der Risikozuschlag fällt bei Versicherten mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko an, die voraussichtlich mehr Leistungen in der PKV in Anspruch nehmen werden als andere Versicherte. 

Risikozuschläge können für bestehende Vorerkrankungen erhoben werden. Ob und wie hoch der Risikozuschlag ist, ist von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich.

In der privaten Krankenversicherung gilt das Äquivalenzprinzip: Das bedeutet, dass deine Beiträge so berechnet werden, dass sie die Ausgaben decken können, die entstehen, wenn du krank wirst. 

Ein wichtiges Puzzleteil für die Berechnung deines Beitrags ist deshalb dein persönliches Risiko.

Jeder Mensch ist anders. So unterschiedlich wie unser Aussehen, unsere Interessen oder die Karrieren, die wir verfolgen, ist auch die individuelle Gesundheitsgeschichte, die wir im Laufe unseres Lebens schreiben. 

Was hat das mit der privaten Krankenversicherung und ihren Versicherungsnehmern zu tun? 

Wegen der unterschiedlichen Gesundheitsrisiken bei Versicherten müssen private Krankenversicherungen den Risikozuschlag erheben. Um deinen individuellen Beitrag in der privaten Krankenversicherung berechnen zu können, muss die PKV dein persönliches Risiko berücksichtigen. Denn in der PKV herrscht das sogenannte Äquivalenzprinzip.

Berechnung Risikozuschlag

Was hat das Äquivalenzprinzip mit dem Risikozuschlag zu tun?

Die Beiträge, die du im Laufe deines Lebens zahlst, sollen im Idealfall die Ausgaben decken, die im Zusammenhang mit deiner Gesundheit stehen. Die PKV kalkuliert deinen Beitrag deshalb äquivalent zu deinem Eintrittsalter und deinen individuellen Risikofaktoren.

Das ist auch der Grund, wieso jeder, der eine private Krankenversicherung abschließen möchte, zunächst eine Gesundheitsprüfung mit Gesundheitsfragen durchläuft. Relevant ist dabei aber nur das Risiko, das bei Vertragsabschluss besteht. Risiken, die auftreten, wenn du bereits versichert bist, spielen dagegen für die Entwicklung deines Beitrags und damit verbundene Kosten in der PKV keine Rolle.

Mit der Gesundheitsprüfung kann die private Krankenversicherung abschätzen, ob sie bei einem Antragsteller mit überdurchschnittlich hohen Versicherungsleistungen rechnen muss. Als Basis für die Berechnung dienen der privaten Krankenversicherung dabei Statistiken.

Risikozuschlag PKV: Höhe ist individuell

Wie hoch der Risikozuschlag in der privaten Krankenversicherung ist, hängt also von den bestehenden Risiken und von der Versicherung ab. Je nach Gesellschaft kann eine Vorerkrankung zur Ablehnung, zu Risikozuschlägen oder zu keiner Erschwernis führen.

Der PKV Risikozuschlag ist ein prozentualer oder fester Zuschlag auf deinen PKV-Beitrag. Zum Beispiel können bei einer bestimmten Vorerkrankung 10% deines Beitrags als Risikozuschlag anfallen. Die Zuschlagssätze unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter. 

Die PKV kann den Risikozuschlag nur zu Beginn deiner Versicherung erheben, oder wenn du einen Tarifwechsel in der gleichen PKV wünschst, weil du beispielsweise in einen leistungsstärkeren Tarif wechseln möchtest. Der Risikozuschlag darf dann allerdings nur auf die Mehrleistungen erhoben werden.

Das solltest du wissen: Auch wenn du deinen Selbstbehalt reduzieren möchtest, darf die PKV eine erneute Gesundheitsprüfung durchführen und gegebenenfalls einen Risikozuschlag erheben.

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Wofür fällt der Risikozuschlag in der privaten Krankenversicherung an?

Woher weiß die private Krankenversicherung nun, ob ein Versicherter in Zukunft womöglich mehr Kosten verursacht als ein anderer? Oft ist das dann der Fall, wenn ein Versicherter eine chronische Erkrankung, eine Behinderung oder eine ernsthafte Vorerkrankung hat. Dazu gehören zum Beispiel Bluthochdruck, Diabetes oder Asthma. 

Aber auch bei psychischen Erkrankungen muss eine PKV die zukünftigen Risiken eines Versicherten genau abwägen.

Müssen Raucher oder Allergiker mit einem Risikozuschlag rechnen? 

Egal welche chronischen Krankheiten dich in deinem Leben begleiten oder welche Behandlungen du bereits hinter dir hast: Bei deinem Antrag für eine private Krankenversicherung darf bei keinem der Punkte, die im Rahmen der Gesundheitsprüfung abgefragt werden, etwas verschwiegen werden. Denn fällt eine verschwiegene Vorerkrankung auf, weil sie behandelt werden muss, verlierst du im schlimmsten Fall deine Versicherung.

Leistungsausschluss PKV: Möglich, aber nicht empfehlenswert!

Wenn bei dir eine Vorerkrankung mit hohem Risiko besteht, hast du unter Umständen die Möglichkeit, einen Leistungsausschluss als Alternative zum Risikozuschlag zu vereinbaren. 

Das heißt im Klartext: Leistungen im Zusammenhang mit deiner Erkrankung, für die hohe Kosten zu erwarten sind, werden von deinem Vertrag ausgeschlossen.

Allerdings ist diese Option mit Vorsicht zu genießen: Du musst dann die Behandlung aller Beschwerden, die im Zusammenhang mit deiner Vorerkrankung stehen, aus eigener Tasche bezahlen und zwar solange dein Vertrag besteht.

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Risikozuschlag? Wie, was, warum?

Du fragst dich, wer einen Risikozuschlag in der PKV zu seinem Beitrag zahlen muss? Wir verraten dir, wie er berechnet wird und warum es ihn überhaupt gibt.

Wann muss kein Risikozuschlag gezahlt werden?

Wie bei vielen Regeln gibt es auch beim Risikozuschlag Ausnahmen. Auf die Beiträge zum Basistarif bei einer privaten Krankenversicherung fällt beispielsweise kein Risikozuschlag an

Von Anfang an in der PKV? Risikozuschlag bei Kindern

Wer sich im Laufe seines Lebens privat versichert, hat bereits eine mehr oder weniger ausgeprägte Krankengeschichte. Aber wie verhält es sich bei Neugeborenen?

Hier gilt: Der Gesundheitszustand ist für das Zustandekommen des PKV-Vertrags nicht relevant.

Voraussetzung: Du oder dein Partner waren mindestens drei Monaten vor Geburt eures Kindes privat krankenversichert und meldet es innerhalb von zwei Monaten nach Geburt an. 

Dann wird dein Kind von deiner PKV im gleichen Tarif wie du und ohne Risikozuschläge versichert.

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Kann ich den Risikozuschlag in der PKV senken?

Du hast eine private Krankenversicherung abgeschlossen und zahlst wegen einer Vorerkrankung einen Risikozuschlag? Dann lohnt es sich, deinen Gesundheitszustand ganz genau zu beobachten. Denn bei einigen Erkrankungen, wie beispielsweise einer Fraktur, besteht die Möglichkeit einer vollständigen Heilung – und damit auch auf die Senkung oder gar Streichung deines Risikozuschlags.

Hier gilt allerdings: Der Zuschlag kann nur gesenkt werden, wenn du längere Zeit keine Beschwerden hast, du deshalb auch keine Medikamente mehr brauchst und wenn dein Arzt dir deinen verbesserten Gesundheitszustand bescheinigen kann.

Bestens informiert in die Gesundheitsprüfung

Jetzt bist du rundum informiert, was den Risikozuschlag bei der privaten Krankenversicherung betrifft. Du fragst dich, was bei der Gesundheitsprüfung bei ottonova auf dich zukommt und welche Erkrankungen dabei relevant sind? Wir haben alles transparent für dich aufgeschlüsselt. 

Wenn du nicht sicher bist, was genau als Vorerkrankung gilt, helfen wir dir gerne persönlich weiter – schreib uns einfach im Chat unten rechts auf der Startseite oder ruf uns an.

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