Chronische Erkrankung

Eine chronische Erkrankung begleitet Patienten über eine lange Zeit und hat auch Auswirkungen auf die Beiträge und Zuzahlungen bei der Krankenversicherung.

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Definition chronische Erkrankung

Chronische Erkrankungen sind vor allem in Industrienationen verbreitet – doch was ist eine chronische Erkrankung? Gemeint sind körperliche und geistige Gesundheitsprobleme, die über längere Zeit bestehen und schwer heilbar sind. Dazu gehören Krebserkrankungen, chronische Lungenerkrankungen oder Diabetes mellitus.

Um eine chronische Erkrankung zu behandeln, sind eine fachärztliche Betreuung und die aktive Mitarbeit des Erkrankten notwendig. Deshalb gibt es in Deutschland für einige chronische Krankheiten strukturierte Behandlungsprogramme, sogenannte Disease-Management-Programme.

Das Konzept Disease Management (deutsch: Krankheitsmanagement) stammt ursprünglich aus den USA und hat das Ziel, die Behandlung von Menschen mit chronischen Erkrankungen zu verbessern und sie effektiv vor Folgeerkrankungen zu schützen. In Deutschland bieten gesetzliche Krankenversicherungen dafür verschiedene Disease-Management-Programme an – beispielsweise für Asthma, Brustkrebs oder Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 –, in denen Maßnahmen zur Gesundheitsversorgung koordiniert sind.

Der Hausarzt stellt in einem solchen Programm für den Patienten einen Therapieplan auf und koordiniert die Behandlungen mit Fachärzten, von denen er anschließend Feedback einholt. Der Krankheitsverlauf wird gründlich dokumentiert und die Behandlung erfolgt stets nach gesicherten medizinischen Erkenntnissen.

Patienten, die an solchen Programmen teilnehmen, werden empowert und mit allen wichtigen Informationen rund um ihre Krankheit versorgt. Damit soll es ihnen leichter fallen, im Alltag mit der Erkrankung umzugehen. Voraussetzung für die Teilnahme ist ihre aktive Mitarbeit, die unter anderem regelmäßige Arztbesuche und Schulungen vorsieht.

In der gesetzlichen Krankenversicherung werden chronisch Erkrankte bei Zuzahlungen entlastet. Dazu müssen Versicherte nachweisen, dass sie ein Jahr lang mindestens einmal pro Quartal wegen derselben Krankheit zum Arzt mussten und bei ihnen entweder Pflegebedürftigkeit vorliegt oder ein bestimmter Grad der Behinderung. Eine schwerwiegend chronische Erkrankung liegt vor, wenn eine kontinuierliche medizinische Versorgung notwendig ist, weil die Krankheit sonst lebensbedrohlich wird.

Um das Versichertenkollektiv zu schützen, kann in der privaten Krankenversicherung nicht jede chronische Erkrankung versichert werden und je nach Erkrankung fallen Risikozuschläge an.

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