Die private Krankenversicherung (PKV) bietet für Kinder Tarife mit umfassendem Gesundheitsschutz. Die Beiträge für Kinder sind in der PKV oft günstiger als für Erwachsene, da bis zum 21. Lebensjahr keine Altersrückstellungen gebildet werden. Kinder sind in der PKV nicht automatisch mitversichert, sondern benötigen einen eigenen Versicherungsvertrag. Erfahre hier, ob du dein Kind privat versichern kannst.
Private Krankenversicherung für Kinder - kurzer Überblick:
Voraussetzungen für die private Krankenversicherung von Kindern: Ob dein Kind privat versichert werden kann, hängt vom Versicherungsstatus der Eltern ab.
Vorteile der PKV für Kinder: Die PKV bietet umfassenden Schutz, Zugang zu modernen Behandlungsmethoden und erleichtert die Terminvereinbarung bei Fachärzten, was besonders für berufstätige Eltern von Vorteil ist.
Voraussichtliche Kosten: Im Durchschnitt können Arbeitnehmer in der PKV mit Kosten von rund 100 Euro pro Kind und Monat rechnen.
Soll ich mein Kind privat oder gesetzlich versichern?
Voraussetzungen für die private Krankenversicherung des Kindes
Ob ein Kind privat versichert werden kann, hängt vor allem vom Versicherungsstatus und Einkommen der Eltern ab:
Sind beide Eltern privat versichert: Das Kind kann problemlos in der PKV versichert werden – oft beim selben Anbieter.
Ein Elternteil GKV, ein Elternteil PKV – verheiratet: Familienversicherung in der GKV ist nicht möglich, wenn
der PKV-versicherte Elternteil mehr verdient als der gesetzlich Versicherte und
sein Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) liegt. 👉 2025: 73.800 € brutto pro Jahr / 6.150 € mtl. In diesem Fall muss das Kind privat versichert oder freiwillig gesetzlich versichert werden.
Ein Elternteil GKV, ein Elternteil PKV – nicht verheiratet: Das Kind kann unabhängig vom Einkommen beitragsfrei über den GKV-Elternteil familienversichert werden.
Beamte und Beamtinnen: Kinder von Beamten erhalten in der Regel 80 % Beihilfe, in Sachsen sogar 90 %. Das bedeutet, die private Krankenversicherung muss für das Kind nur noch 20 Prozent der Gesundheitskosten abdecken. Die Restkosten-Tarife in der PKV sind dadurch besonders günstig.
Selbstständige: Selbstständige können ihren Kindern erstklassigen Schutz durch die PKV bieten. Die allgemeinen Voraussetzungen bezüglich des Versicherungsstatus und des Einkommens der Eltern gelten auch hier.
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Elternkonstellation
Einkommen / Status
Versicherungsoption Kind
Beide Eltern GKV
egal
Kostenlose Familienversicherung in der GKV
Beide Eltern PKV
egal
PKV-Versicherung zwingend (Kind benötigt eigenen Vertrag)
Ein Elternteil PKV, ein Elternteil GKV – verheiratet
PKV-Elternteil verdient mehr & liegt über der JAEG (2025: 73.800 € / 6.150 € mtl.)
Kind muss in die PKV oder freiwillige GKV (gegen Beitrag)
Ein Elternteil PKV, ein Elternteil GKV – verheiratet
PKV-Elternteil verdient weniger oder liegt unter JAEG
Kind kann in der GKV familienversichert bleiben
Ein Elternteil PKV, ein Elternteil GKV – nicht verheiratet
egal
Kostenlose Familienversicherung über den GKV-Elternteil möglich
Die Kindernachversicherung für Neugeborene
Für die private Krankenversicherung eines Neugeborenen gibt es zwei wichtige Fristen im Rahmen der Kindernachversicherung:
Eines der Elternteile muss bei der Geburt mindestens drei Monate lang privat versichert gewesen sein
Ein großer Vorteil der Kindernachversicherung ist, dass keine Gesundheitsprüfung nötig ist, wenn das Kind oder Baby auf diesem Wege privat versichert wird. Eine Gesundheitsprüfung ist nur erforderlich, wenn der gewünschte Versicherungsschutz des Babys höher sein soll als der des Elternteils. Wird das Kind erst später privat versichert, richten sich der Beitrag nach Alter, Gesundheitszustand und Leistungsumfang, basierend auf einer Gesundheitsprüfung.
Auch adoptierte Kinder sind einbezogen (§198 Abs. 2 VVG). Hier darf der Versicherer bei erhöhtem Risiko Zuschläge bis maximal 100 % erheben.
Vor- und Nachteile der PKV für Kinder
Vorteile der PKV für Kinder:
Die PKV bietet für Kinder umfassenden Gesundheitsschutz.
Sie ermöglicht den Zugang zu modernen Behandlungsmethoden und erleichtert die Terminvereinbarung bei Fachärzten, was besonders für berufstätige Eltern vorteilhaft ist.
Die Beiträge für Kinder sind in der PKV oft günstiger als für Erwachsene, da bis zum 21. Lebensjahr keine Altersrückstellungen gebildet werden. Im Schnitt kannst du als Arbeitnehmer in der PKV mit rund 100 Euro pro Monat pro Kind rechnen.
Kinder verursachen erfahrungsgemäß oft weniger Kosten als ältere Patienten.
Der Selbstbehalt ist in Kindertarifen oft niedriger.
Die Pflegepflichtversicherung ist beitragsfrei, bis dein Kind eigene Einkünfte hat.
Bei einer Kindernachversicherung ist keine Gesundheitsprüfung nötig, es sei denn, der Versicherungsschutz des Babys soll höher sein als der des Elternteils.
Du kannst unabhängig von deinem eigenen Tarif frei entscheiden, welche Leistungen dein Kind genießen soll.
Nachteile der PKV für Kinder:
Kinder sind in der PKV nicht automatisch mitversichert, sondern benötigen einen eigenen Versicherungsvertrag.
Versicherst du dein Kind erst später privat (und nicht über die Kindernachversicherung), richtet sich der Betrag nach dem Alter, dem Gesundheitszustand und dem Umfang der Leistungen.
Was kostet eine private Krankenversicherung für Kinder?
Die private Krankenversicherung bietet Tarife für Kinder, die in der Regel günstiger sind als die für Erwachsene. Im Durchschnitt können Arbeitnehmer in der PKV mit Kosten von rund 100 Euro pro Kind und Monat rechnen.
Zusammensetzung der PKV-Beiträge für Kinder
Die Beiträge für Kinder in der PKV sind aus verschiedenen Gründen oft günstiger:
Bis zum 21. Lebensjahr werden keine Altersrückstellungen gebildet, was die Beiträge entsprechend niedriger hält. Altersrückstellungen werden erst bei Versicherten ab 21 Jahren gebildet, um die Beiträge im Alter stabil niedrig zu halten.
Kinder verursachen erfahrungsgemäß oft weniger Kosten als ältere Patienten, obwohl sie große und kleine gesundheitliche Beschwerden haben können.
Der Selbstbehalt ist in Kinder- und Jugendtarifen oft niedriger.
In der privaten Pflegepflichtversicherung (PPV) sind Kinder beitragsfrei mitversichert:
bis zum 23. Geburtstag
während Schul-/Berufsausbildung oder Studium bis 25 Jahre
bei anerkanntem Freiwilligendienst bis +12 Monate
unbegrenzt, wenn das Kind dauerhaft nicht selbsterhaltungsfähig ist.
Wie sich die Kosten unterscheiden
Wenn ein Kind erst später privat versichert wird (nicht über die Kindernachversicherung), richtet sich der Beitrag nach dem Alter, dem Gesundheitszustand und dem Umfang der Leistungen. Dies wird auf Basis einer Gesundheitsprüfung berechnet. Es ist wichtig, einen Tarif zu wählen, der die spezifischen Bedürfnisse des Kindes abdeckt, einschließlich Leistungen wie Kieferorthopädie, Rooming-In und Sehhilfen.
Nicht-Beihilfe-Kinder: ca. 110–160 € pro Monat (Komforttarif, ohne/mit geringer Selbstbeteiligung).
Beihilfe-Kinder: ca. 40–80 € pro Monat, abhängig vom Beihilfesatz (80 % Bund/Länder, 90 % Sachsen).
Gibt es einen Arbeitgeberzuschuss auch für PKV-Beiträge für Kinder?
Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen können gegebenenfalls Zuschüsse ihrer Arbeitgeber zu den Beiträgen erhalten. Dieser Zuschuss kann anteilig auch für Kinder gezahlt werden (§257 SGB V).
Dieser beträgt maximal 471,32 € (KV) + 99,23 € (PV) monatlich (Stand 2025).
Welche Leistungen bietet die PKV für Kinder?
Die PKV bietet Kindern Zugang zu Leistungen wie einer breiteren Wahl an Fachärzten und kürzeren Wartezeiten, bevorzugter Unterbringung im Krankenhaus (Ein- oder Zweibettzimmer), umfassenderer Vorsorge, besseren Leistungen bei Zahnersatz und Kieferorthopädie sowie potenziell schnellerer Behandlung und alternativen Heilmethoden.
Allerdings ist der Beitrag für jedes Kind separat zu zahlen, im Gegensatz zur kostenlosen Familienversicherung in der GKV, und ein Wechsel zurück in die GKV ist für Erwachsene später eventuell eingeschränkt. Zudem ermöglichen die Kindernachversicherung eine erleichterte Aufnahme ohne Gesundheitsprüfung und mit geringeren Beiträgen.
Einige Versicherer bieten für eine bestimmte Zeit nach der Geburt eine Beitragsbefreiung an. Das Neugeborene ist bei ottonova zum Beispiel im Geburtsmonat und den folgenden 3 Monaten beitragsfrei versichert.
Leistungsvergleich: PKV vs. GKV - die wichtigsten Unterschiede
PKV-Tarife können Leistungen für Heilpraktikerbehandlungen, kieferorthopädische Behandlungen oder Sehhilfen umfassen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) oft eingeschränkt oder nicht vorhanden sind. Zudem enthalten sie meist Wahlleistunen im krankenhaus wie etwa Chefarztbehandlung oder ein Einbett- bzw. Zweibettzimmer.
Rooming-In:
GKV: bis zum 9. Geburtstag (medizinisch notwendig), teils darüber hinaus als Satzungsleistung.
PKV: je nach Tarif oft ohne Altersgrenze.
Vorsorgeuntersuchungen:
GKV: Regelleistung U1–U9, U10/U11 nur bei manchen Kassen (Satzungsleistung).
PKV: häufig auch U10/U11 oder zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen.
Kieferorthopädie (KFO):
GKV: Leistungen nur bei KIG 3–5, mit 20 % Eigenanteil (2. Kind 10 %), Rückerstattung nach erfolgreicher Behandlung.
PKV: je nach Tarif Erstattung auch bei KIG 1–2, meist höhere Leistungserstattung.
Ein guter PKV-Tarif für Kinder sollte eine umfassende ambulante und zahnärztliche Behandlung, eine freie Arztwahl, Rooming-In für Eltern im Krankenhaus, eine Kostenübernahme für Kieferorthopädie, Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen abdecken.
Wichtig ist auch eine gute Absicherung für Brillen und Kontaktlinsen sowie eine Nachsorge bei Logopädie oder anderen Sprachentwicklungsstörungen.
Diese Leistungen sollten in einem guten PKV-Tarif für Kinder enthaltenn sein:
Vorsorgeuntersuchungen & Impfungen
Freie Arzt- und Krankenhauswahl
Zahnbehandlungen & Kieferorthopädie
Logopädie
Brillen und Kontaktlinsen:
Stationäre Behandlung (z.B. Wahlleistungen wie Ein- oder Zweibettzimmer) Zusatzleistungen, die den Unterschied machen
Fristunabhängig Kindernachversicherung bei ottonova
Bei ottonova gibt es außerdem eine Besonderheit: Wenn sich eines der Elternteile vor Beginn der 21. Schwangerschaftswoche versichert und für das Neugeborene kein Anspruch auf die GKV-Familienversicherung besteht, ist die Kindernachversicherung unabhängig von der Drei-Monats-Frist möglich. Das ist dann vorteilhaft, wenn das Kind ein "Frühchen" ist und früher als erwartet zur Welt kommt.
FAQs zur PKV für Kinder
Ob Kinder in der privaten Krankenversicherung versichert werden müssen oder ob dies überhaupt möglich ist, hängt ab von dem Familienstand, dem Versicherungsstatus des Eltern und den Einkommensverhältnissen ab.
Der umfangreiche PKV-Schutz des Kindes ist zeitlich unbefristet. Allerdings ist es sinnvoll, bei den Überlegungen zur Berufswahl auch über die passende Krankenversicherung nachzudenken.
Je nach Karrierewunsch kann es sich lohnen, in der privaten Krankenversicherung zu bleiben. Studierende können sich beispielsweise von der Versicherungspflicht in der GKV befreien lassen und einen günstigen Studententarif in der privaten Krankenversicherung weiterführen.
Die private Krankenversicherung greift bei Kindern wie bei Erwachsenen. Das heißt: wenn Versicherte mit ihrem Kind zum Arzt müssen, wird die Rechnung der Behandlung anschließend an den Elternteil geschickt, bei dem das Kind mitversichert ist. Dieser kann diese dann bei seiner privaten Krankenversicherung zur Erstattung einreichen.
Bei ottonova werden Rechnungen normalerweise innerhalb weniger Tage erstattet. So müssen Versicherte nicht in Vorleistung gehen.
Der umfangreiche PKV-Schutz deine Kindes ist zeitlich unbefristet. Auch nach einer Scheidung ändert sich für das Kind nichts, wenn beide Eltern privat versichert bleiben.
Sollte ein Partner nach der Scheidung in die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wechseln, kann das Kind entweder über ein Elternteil privat versichert bleiben oder Mitglied der Familienversicherung des gesetzlich versicherten Elternteils werden. In diesem Fall kann die PKV-Vollversicherung ohne Gesundheitsprüfung auf private Zusatzversicherungen umgestellt werden.
Für junge PKV-Versicherte gibt es zwei Altersstufen in den PKV-Tarifen:
Den Kindertarif, der bis zum 14. oder 15. Geburtstag gilt, und den Jugendtarif, der bis zum 19. oder 20. Geburtstag gilt.
Anschließend gilt der Erwachsenentarif bzw. können sie zu Beginn des Studiums in einen Studententarif wechseln.
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