Was zahlt die Private Krankenversicherung beim Zahnarzt?

Die private Krankenversicherung deckt auch Zahnleistungen ab, die GKV-Versicherte nur über eine private Zahnzusatzversicherung abdecken könnten. Alles über Leistungsvorteile von Privatpatienten und Privatpatientinnen für Zahnbehandlungen und Zahnersatz und welche Kosten übernommen werden.

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Welche Leistungsunterschiede gibt es zwischen PKV und GKV beim Zahnarzt?

Die Leistungsunterschiede zwischen der privaten Krankenversicherung und der gesetzlichen Krankenkasse werden besonders beim Leistungsumfang für Zahnbehandlung und Zahnersatzdeutlich.

Welche Zahnleistungen übernimmt die PKV?

Die private Krankenversicherung bietet gerade bei Mund- und Zahnbehandlungen deutlich umfangreichere Leistungen als die GKV. Dabei geht es nicht nur um die Übernahme der Kosten bei Zahnbehandlungen, sondern auch um den Umfang der Behandlungen generell.

Die Versorgung in der privaten Krankenversicherung zielt nicht nur auf die Behandlung von Zahnschmerzen ab, sondern ist im Bereich Zahnersatz oder Zahnfüllungen, sowie Prävention und Prophylaxe gut aufgestellt. Im Gegensatz zur GKV ist auch die PZR fester Bestandteil im Leistungsspektrum der PKV.

Abgesehen davon sind Mitglieder einer privaten Krankenversicherung bei Zahnärzten und Zahnärztinnen immer gerne gesehen. Die Kostenübernahme durch die privaten Krankenversicherungen sieht von vornherein den 3,5-fachen Satz der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) vor, nicht nur den einfachen Satz wie die gesetzliche Versicherung.

Natürlich bietet auch ottonova hervorragende Zahnleistungen in der Privaten Krankenversicherung und deckt einen hohen Prozentsatz der entstehenden Kosten ab:

Tabelle mit Zahnleistungen in der PKV von ottonova Übersicht zu Erstattungen für Zahnleistungen in der PKV

Welche Zahnleistungen übernimmt die GKV?

Die gesetzliche Krankenkasse erstattet zum einen nur das medizinisch Notwendige. Bei Zahnersatz bedeutet dies, dass es nur eine Zuschuss für sichtbare Zähne gibt. 

Fehlt ein nicht sichtbarer Zahn, gehen die Kosten für die Versorgung vollständig zulasten der versicherten Person.

In allen anderen Fällen erstattet die gesetzliche Krankenkasse aber nur einen festen Zuschuss, unabhängig davon, wie teuer die Zahnbehandlung am Ende ausfällt.

Die folgende Beispielrechnung zeigt, mit welchen Kosten Versicherte in der GKV für ein einfaches Zahnimplantat rechnen müssen:

Preis-Zusammensetzung

Höhe

Zahnarzthonorar (GOZ)

900 EUR

Zahnarzthonorar (BEMA)

100 EUR

Material & Laborkosten

850 EUR

Gesamtkosten:

1.850 EUR

Voraussichtlicher Festzuschuss der Krankenkasse (GKV)

- 380 EUR

Voraussichtlicher Eigenanteil ohne PKV

1.470 EUR

Der größte Unterschied bei Zahnleistungen zwischen PKV und GKV

Während die Versicherungsnehmer:innen in der privaten Krankenversicherung bei der Krankenvollversicherung bis zu 100 Prozent bei einer Zahnersatzmaßnahme erstattet bekommen, erhalten Mitglieder der gesetzlichen Versicherung nur einen marginalen Festkostenzuschuss.

Welche Kosten übernimmt die PKV bei Zahnleistungen?

Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse wissen, dass nicht alle Zahnbehandlungen vollständig übernommen werden. Da hilft auch das Bonusheft nicht weiter, aber ein Wechsel in die PKV.

Vor allem wenn es um das Thema Zahnersatz oder Füllungen geht, übernimmt die PKV wesentlich mehr Leistungen. Möchte der Patient oder die Patientin statt Amalgam in den Zähnen oder lieber eine Goldfüllung, übernimmt dies nur die PKV. Soll die professionelle Zahnreinigung übernommen werden, zahlt die PKV auch. Zudem übernimmt die private Krankenversicherung Zahnbehandlungen wie Wurzelbehandlungen oder Parodontosebehandlungen, wofür die GKV im Gegensatz die Kosten nicht ganz trägt.

Die in der PKV versicherten Zahnbehandlungen lassen sich wie folgt untergliedern:

1. Vorbeugende Zahnbehandlungen

Unabhängig davon, ob es sich um eine Zahnfleischentzündung, Karies, eine Entzündung des Zahnbettes, oder der Ursachenforschung für die Schmerzen im Zahn handelt, Prophylaxe soll möglichen Erkrankungen am Zahnhalteapparat vorbeugen. Zur Vorbeugung zählen:

Wird die professionelle Zahnreinigung von der privaten Krankenversicherung bezahlt?

Die Leistungen der privaten Krankenversicherung sehen die Kostenübernahme bei der professionellen Zahnreinigung als Zahnprophylaxe vor.

Sie wird von Zahnärzten und Zahnärztinnen dringend empfohlen, denn sie ist der Grundstock für gesunde Zähne und erspart später die Kosten für Zahnersatz und Füllungen. Wie teuer sie ist, richtet sich nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ).

Vor Abschluss einer privaten Krankenversicherung lohnt sich ein Blick auf die Höhe, die übernommen wird. Die erstattungsfähigen Beträge unterscheiden sich bei den Tarifen. 

Gut zu wissen

ottonova übernimmt je nach Tarif ein bis zwei Mal pro Jahr 125 € je Reinigung der Zähne. Im ottonova Zahnärztenetzwerk sogar ohne Begrenzung.

2. Zahnerhaltung

Unter Zahnerhaltung versteht man die Sicherung eines erkrankten Zahns. Zahnärzte versuchen beispielsweise durch Füllungen, erkrankte Zähne zu retten als Alternative zu Zahnersatz.

3. Zahnersatz

Ist ein Zahn nicht mehr zu retten und muss entfernt werden oder ist ausgefallen, wird der Zahnarzt auf Zahnersatz zurückgreifen. Die Kostenübernahme ist in der privaten Versicherung bei allen Tarifen vorgesehen. 

Die Versicherung übernimmt die Rechnungen ganz oder teilweise, je nach Tarif, in folgenden Fällen:

Inlays kommen üblicherweise bei Seitenzähnen zum Tragen. Einige Tarife sehen Inlays allerdings nicht bei Zahnersatzmaßnahmen, sondern als Behandlungen im Bereich der Zahnerhaltung.

Was kostet Zahnersatz als Privatpatient?

Die Kosten für Zahnersatz bewegen sich teilweise im Bereich eines Gebrauchtwagens. Betroffene, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind und sich ohne Zahnzusatzversicherung die Zähne sanieren lassen, müssen mit hohen Kosten rechnen.

Der Festkostenzuschuss der gesetzlichen Krankenversicherung zielt immer nur auf die preiswertesten Maßnahmen ab. Die Ärzte weisen in der Beratung aber in der Regel darauf hin, dass teurere Alternativen auch die besseren sind.

Die folgende Tabelle gibt Anhaltspunkte, was auf die Patienten und Patientinnen ohne Absicherung in der Regel für Implantate, Kronen oder Brücken zukommt. Sie zeigt auch auf, wie sich die Kosten bei einem Zahntarif mit einer Kostenübernahme in Höhe von 80 Prozent (ottonova Business Class) der verbleibenden Kosten bei einem entsprechenden Tarif reduzieren:

Zahnersatz

Kosten (ohne Erstattunganteile der Versicherung)

Kosten bei 80 Prozent Erstattung

Einzelkrone pro Zahn

600 bis 1.300 EUR

120 bis 260 EUR

Keramikkrone pro Zahn

750 bis 950 EUR

150 bis 190 EUR

Goldkrone pro Zahn

900 bis 1.250 EUR

180 bis 250 EUR

Dreigliedrige Brückenversorgung mit Keramik

1.500 bis 1.900 EUR

300 bis 380 EUR

Dreigliedrige Brückenversorgung mit Gold

2.300 bis 2.700 EUR

460 bis 540 EUR

Dreigliedrige Brückenversorgung mit Zirkon

2.600 bis 3.000

520 bis 600 EUR

Brückenversorgung auf 8 Implantatpfeilern

14.000 bis 17.000 EUR

2.800 bis 3.400 EUR

Modellgussprothese

600 bis 900 EUR

120 bis 180 EUR

Teleskopprothese

600 bis 700 EUR

120 bis 140 EUR

Teleskopkrone

500 bis 850 EUR

100 bis 190 EUR

Vollprothese pro Kiefer

500 bis 850 EUR

100 bis 190 EUR

Zahnbrücke

1.400 bis 2.100 EUR

280 bis 420 EUR

Implantat pro Zahn

1.800 bis 3.400 EUR

360 bis 680 EUR

Knochenaufbau vor Implantat

1.300 bis 3.200 EUR

260 bis 640 EUR

4. Kieferorthopädie

Kieferorthopädische Behandlungen stellen ebenfalls einen Teil der erstattungsfähigen Behandlungen dar. Die PKV übernimmt die Kosten für die Behandlungen, wenn damit Fehlstellungen der Zähne, Kieferfehlstellungen und daraus resultierende Funktionsstörungen bereits in der Entstehung verhindert werden können. 

Erwachsene Privatversicherte müssen aber bei Kieferbehandlungen darauf achten, dass der Leistungsumfang dabei nicht nur auf Personen unter 21 Jahren begrenzt ist. Einige Versicherungen maximieren das Alter.

5. Anästhetische Leistungen

Die private Krankenversicherung übernimmt beim Zahnarzt auch die Kosten für eine Vollnarkose. Viele Menschen, deren Weisheitszähne bereits operativ entfernt wurden, wissen, wie wertvoll eine Vollnarkose hätte sein können, hätten sie denn eine gehabt.

Wie viel kostet eine Untersuchung beim Zahnarzt?

Die Kosten für die Untersuchung beim Zahnarzt hängen davon ab, ob es sich nur um eine Beratung oder Behandlung handelt, ob Laborkosten anfallen und ob es sich um Privatversicherte oder Kassenpatienten handelt.

Als Privatpatient zum Zahnarzt: Für welche Leistungen muss man selbst aufkommen?

Die Kosten, für die ein PKV-Patient oder Patientin in der Zahnarztpraxis selbst aufkommen muss, hängen davon ab, in welchem der Tarife einer PKV er oder sie abgesichert ist. Je nach Tarif werden bei ottonova beim Ersatz von Zähnen zwischen 60 bis 100 Prozent erstattet.

Darüber hinaus spielt eine mögliche mit der Krankenversicherung vereinbarte Selbstbeteiligung bei der Kostenübernahme eine Rolle.

Auch wenn ottonova grundsätzlich keine Wartezeiten für Leistungen hat, so greift in den PKV-Tarifen bei Zahnleistungen doch die Zahnstaffel, eine Leistungsbegrenzung in den ersten vier Versicherungsjahren.

Was ist die Zahnstaffel?

Die Zahnstaffel der Krankenversicherung regelt, in welcher Höhe in den ersten Versicherungsjahren Zahnersatz erstattet wird. Denn in den ersten Jahren begrenzt die PKV den Schaden, für den sie aufkommt.

Die Zahnstaffeln variieren von Versicherer zu Versicherer sowohl in Bezug auf die Erstattungshöhe als auch in der Dauer. Die Höhe und Dauer hängt auch vom gewählten Tarif ab.

Bei ottonova sieht die Zahnstaffel wie folgt aus:

Jahr

Erstattungshöhe

im ersten Jahr

bis 1.000 EUR

in den ersten 2 Jahren

bis 2.000 EUR

in den ersten 3 Jahren

bis 3.000 EUR

ab dem vierten Jahr

unbegrenzt

Wie funktioniert die Kostenübernahme bei der privaten Krankenversicherung?

In der PKV gilt das Kostenerstattungsprinzip auch beim Zahnarzt. Das bedeutet PKV-Versicherte rechnen direkt mit dem Arzt oder der Ärztin ab.

Für Prophylaxe oder eine einfache Zahnfüllung etwa stellt der Zahnarzt der behandelten Person die Rechnung. Diese begleichen die Rechnung und reichen sie dann bei ihrem Versicherer zur Erstattung, eventuell unter Berücksichtigung einer Selbstbeteiligung, ein.

Expresszahlung bei ottonova

Bei ottonova müssen Kunden und Kundinnen der privaten Krankenversicherung aber meist gar nicht in Vorkasse gehen. Denn Rechnungen bis 500 Euro werden innerhalb von 48 Stunden (Mo-Fr) erstattet.

Vor dem Hintergrund, dass es Kosten gibt, welche die Versicherungsnehmer und Versicherungsnehmerinnen an ihre finanziellen Grenzen bringen kann, unterscheidet die private Krankenversicherung nach Art der Krankheiten und den damit einhergehenden Zahnarztkosten, weshalb bei Zahnersatz ein Heil- und Kostenplan eingereicht werden muss und die PKV-Kund:innen hier nicht in Vorleistung gehen müssen.

Wann muss ein Heil- und Kostenplan eingereicht werden?

Für Zahnersatz muss ein Heil- und Kostenplan vom Zahnarzt oder Zahnärztin erstellt werden. Dieser muss vor Behandlungsbeginn bei der privaten Krankenversicherung eingereicht werden, damit mögliche Rückfragen mit dem Behandler oder der Behandlerin geklärt werden können.

Achtung:

Werden die Unterlagen vor dem Eingriff nicht eingereicht, verlieren Privatversicherte unter Umständen den Versicherungsschutz und die Leistungen werden von der Krankenversicherung nicht übernommen.

Wurde der Voranschlag durch die private Krankenversicherung genehmigt, rechnet der Arzt nach dem Abschluss der Behandlung die Kosten direkt mit der Krankenversicherung ab.

Gleiches gilt auch, wenn zum Beispiel eine Kieferoperation im Rahmen einer Zahnwurzelbehandlung anfällt.

Wie kann ich als Privatpatient bessere Zahnleistungen bekommen?

Wer bereits über die private Krankenversicherung versichert ist, und die sehr guten Leistungen beim Zahnarzt trotzdem noch verbessern möchte, hat die Möglichkeit in einen Tarif zu wechseln, der eine höhere Kostenübernahme und bessere Leistungen bietet.

Wessen Tarif bislang nur 60 Prozent Zahnersatz übernimmt, kann zum Beispiel in einen Tarif mit 80 Prozent Leistung für eine Zahnersatzmaßnahme wechseln. Der Umfang der Behandlung an sich, die dann beim Zahnarzt oder der Zahnärztin durchgeführt wird, ändert sich dadurch nicht.

Ein Wechsel in einen leistungsstärkeren Tarif ist dabei aber auch mit höheren Kosten im Monat verbunden. Außerdem ist oft eine erneute Gesundheitsprüfung notwendig.

Kann ein Privatversicherter eine Zahnzusatzversicherung abschließen?

Privatversicherte können keine Zahnzusatzversicherung abschließen, der Abschluss einer privaten Zusatzversicherung ist lediglich für GKV-Mitglieder möglich.

Wer bereits in einer privaten Krankenversicherung ist, braucht in der Regel keine zusätzliche private Zahnschutzversicherung abschließen, da er schon optimal durch die Leistungen der PKV in Sachen Zähne abgesichert ist. 

Welche Optionen bieten sich für Mitglieder in der gesetzlichen Krankenkasse?

Versicherungsnehmer, die in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, können die Leistungen beim Zahnarzt und für Zahnbehandlungen sehr gut mit dem Abschluss einer privaten Zahnzusatzversicherung optimieren. Er oder sie hat dann beim Zahnarzt den Status eines Privatpatienten oder einer Privatpatientin.

Die private Zahnzusatzversicherung ist deshalb vor allem für gesetzlich Krankenversicherte interessant, da sie das Defizit der Zahnleistungen der gesetzlichen Krankenkasse ausgleicht und hohe Kosten reduziert, die beim Zahnarztbesuch entstehen können.

Zur Zahnzusatzversicherung von ottonova mit Top-Preis-Leistung

Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung müssen einen Antrag stellen, die Gesundheitsfragen beantworten und profitieren in Zukunft von einer höheren Kostenübernahme in allen Bereichen, nicht nur bei den Zähnen.

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