Vorteile der Privaten Krankenversicherung im Überblick

Eine Krankenversicherung ist für alle Menschen in Deutschland ein Muss. Einigen haben dabei die freie Wahl zwischen der privaten und der gesetzlichen Krankenversicherung. Insbesondere für Personen, die Wert auf umfangreiche Leistungen legen, bietet die private Krankenversicherung Vorteile. Welche das sind und für wen sich die PKV außerdem lohnt, wird im Folgenden erklärt.

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Die wichtigsten PKV-Vorteile im Überblick

Für wen ist eine private Krankenversicherung sinnvoll?

Für Beamtinnen und Beamte sowie für Selbstständige und für Gutverdienerinnen und Gutverdiener ist eine private Krankenversicherung in der Regel die beste Wahl. Sie sichern sich in der PKV nicht nur die beste medizinische Versorgung, sondern können im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung oft sogar viel Geld sparen.

Außerdem gibt es in der privaten Krankenversicherung anders als in der GKV ein breites Angebot an Tarifen. Deshalb lohnt sie sich beispielsweise auch für Studentinnen und Studenten oder für Kinder. Für sie werden in der privaten Krankenversicherung oft besonders günstige Tarife angeboten.

Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) als wichtiges Kriterium für Arbeitnehmer

Die Versicherungspflichtgrenze, die offiziell Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) heißt, liegt 2022 bei 64.350 Euro im Jahr (ab 2023: 66.600 Euro im Jahr). Den aktuell geltenden Wert legt das Bundesministerium für Soziales und Arbeit fest.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Gutverdienerinnen und Gutverdiener qualifizieren sich für eine private Krankenversicherung, wenn das jährliche Bruttoeinkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) liegt. Die private Krankenversicherung bietet dann die bestmögliche medizinische Versorgung zu einem vergleichsweise günstigen Beitrag. 

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die mit einem Einkommen über der JAEG in der GKV bleiben, zahlen in der Gesetzlichen Krankenkasse den Höchstbeitrag, der 2022 bei 933,64 Euro für Kinderlose liegt. 

In der PKV richtet sich der Beitrag dagegen nach dem Gesundheitszustand, dem Alter und den gewünschten Leistungen. Meist können in der PKV mehrere Hundert Euro pro Monat gespart werden.

Vor allem bei jüngeren Versicherten liegen die Beiträge oft unter denen der GKV. Mit Blick auf die Beitragsentwicklung bei privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen ist die Unabhängigkeit der Beiträge vom Einkommen ein klarer Vorteil der PKV für Angestellte.

Zur Privaten Krankenversicherung für Angestellte: Ratgeber, Rechner, Kosten, Tarife

Beitragsentwicklung in der Krankenversicherung Beitragsentwicklung in der Krankenversicherung

Selbstständige

Wollen Selbstständige die Vorteile der privaten Krankenversicherung genießen, dürfen sie jederzeit aus der GKV in die PKV wechseln und zahlen dann in der Regel für die umfassende Versorgung der privaten Krankenversicherung weniger als vorher trotz höherem Leistungsumfang.

Das ist vor allem dann der Fall, wenn sich Selbstständige bereits früh für die PKV entscheiden. Im Krankheitsfall profitieren sie dann von modernen Behandlungsmethoden und sind schneller wieder fit.

Sind Freiberuflerinnen und Freiberufler gesetzlich versichert, zahlen sie oft hohe Beiträge und haben kaum eine Möglichkeit, die Beitragshöhe anzupassen – selbst in Phasen mit niedrigem Einkommen. Auf der anderen Seite erhalten sie dafür nur eine Basisabsicherung für ihre Gesundheit.

Zur Privaten Krankenversicherung für Selbstständige: Ratgeber, Rechner, Kosten, Tarife

Beamte und Beamtinnen

Beamtinnen und Beamte profitieren neben dem hohen Leistungsumfang von PKV-Tarifen auch von der Beihilfe ihres Dienstherrn. Dieser Zuschuss von bis zu 70 Prozent zu ihren Gesundheitskosten wirkt sich positiv auf ihren Beitrag aus: Sie können in der PKV Verträge mit geringer Beitragshöhe abschließen.

Diese sogenannte Restkostenversicherung ist so günstig, weil die Krankenversicherung nur einen Teil der Gesundheitskosten übernehmen muss. Sind Beamt:innen dagegen gesetzlich versichert, haben sie in der Regel keinen Anspruch auf Beihilfe.

Zur Privaten Krankenversicherung für Beamte: Ratgeber, Rechner, Kosten, Tarife

Lohnt sich eine private Krankenversicherung?

Grundsätzlich profitieren Versicherte in der privaten Krankenversicherung von umfangreicheren medizinischen Leistungen als in der gesetzlichen Krankenversicherung. 

Für Menschen, denen eine umfangreiche Absicherung der Gesundheit wichtig ist, ergeben sich durch den streng regulierten Leistungskatalog und die fehlende Tarifvielfalt Nachteile in der GKV.

In der PKV wiederum sind viele der Leistungen je nach Tarif individuell anpassbar. Versicherte in der PKV haben zum Beispiel die Wahl, in welchem Umfang zahnärztliche Behandlungen übernommen werden sollen und die Chefarztbehandlung im Krankenhaus gewünscht ist.

Welche Vorteile genießen Versicherte bei ottonova?

Flexible Beiträge und und Tarife mit umfassenden Leistungen bietet auch ottonova. Darüber hinaus halten wir als erste digitale private Krankenversicherung weitere spezielle Leistungen für unsere Versicherten bereit:

  • Wir sind die jüngste private Krankenversicherung am Markt, unser Angebot ist zu 100 % digital und lässt sich bequem per App managen.
  • Einen Nachteil der PKV – nämlich für Leistungen in Vorleistung gehen zu müssen – beseitigt ottonova durch eine blitzschnelle Rechnungserstattung. Sie erfolgt bei Beträgen bis 500 Euro von Montag bis Freitag innerhalb von nur 48 Stunden.
  • Für vorausschauende Versicherte hat ottonova die Beiträge besonders stabil kalkuliert. Der Grund: Die Beiträge werden mit einem konservativen Rechnungszins von 1,25 % berechnet. Deshalb müssen sie selbst bei Schwankungen am Finanzmarkt nicht drastisch erhöht werden.

Gibt es auch Nachteile in der PKV?

Ja, in einer konservativen Privaten Krankenversicherung gibt es auch Nachteile, über die sich einige vielleicht gar nicht bewusst sind. Mit der modernen PKV von ottonova werden unsere Kunden und Kundinnen diese Nachteile aber nicht erwarten müssen.

Welche Leistungen zahlt die PKV?

Der versicherte Leistungsumfang für Privatpatientinnen und Privatpatienten ist einer der größten Unterschiede zwischen der privaten und der gesetzlichen Krankenversicherung. In der PKV wird wird alles erstattet, was medizinisch notwendig und durch den individuellen Tarif der Versicherten abgedeckt ist.

Während die gesetzliche Krankenversicherung nur Kosten für Leistungen erstatten darf, die Bestandteil des GKV-Katalogs sind, ist das Leistungsniveau in der privaten Krankenversicherung wesentlich höher.

Ein weiterer Unterschied ist, dass jeder vertraglich festgelegte Leistung in der privaten Krankenversicherung ein Leben lang garantiert ist. In einer gesetzlichen Krankenkasse können dagegen jederzeit Leistungen aus dem Leistungskatalog gestrichen werden.

Der folgende Überblick fasst zusammen, welche zusätzlichen Leistungen die private Krankenversicherung im Vergleich zur GKV bietet. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt viele dieser Zusatzleistungen nicht oder es werden Zuzahlungen fällig.

Was sind Leistungsunterschiede der Versicherungen: PKV vs. GKV?

Leistungsvergleich PKV GKV

Leistungen in der Arztpraxis

Leistungen für die Zahngesundheit

Komfortleistungen im Krankenhaus

Sonstige Leistungen

Zusatzleistungen der PKV

Warum genießen Privatpatienten so viele Vorteile?

Einer der Gründe, weshalb Versicherte in der PKV Zugang zu modernsten Behandlungsmethoden und umfangreichen Leistungen haben, ist ihr Beitrag zur Modernisierung des Gesundheitssystems. Mit ihren Ausgaben für die Gesundheit finanzieren sie gemeinsam mit den privaten Krankenversicherungen das System zum Teil mit (3). Sie sorgen in Arztpraxen und Krankenhäusern für einen Mehrumsatz, der in innovative Geräte und Personalkosten fließen kann. 2019 betrug dieser Mehrumsatz 12,73 Milliarden Euro.

Steht der Entschluss für den Wechsel in die private Krankenversicherung fest, sollten sich Interessierte beraten lassen. Bei ottonova gibt es die Möglichkeit, zur Klärung wichtiger Fragen eine Beratung per Telefon zu vereinbaren oder die Fragen per Chat zu stellen.

Checkup: Die wichtigsten Fakten zur PKV in Kürze

Die private Krankenversicherung (PKV) bildet zusammen mit der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) das duale Krankenversicherungssystem in Deutschland. Während Krankenkassen Körperschaften des öffentlichen Rechts sind und unter staatlicher Aufsicht stehen, sind PKV-Unternehmen privatwirtschaftlich organisiert.

Private Versicherer können ihren Kund:innen individuelle Tarife zur Absicherung ihrer Gesundheit anbieten. Gleichzeitig müssen PKV-Unternehmen stets im Interesse aller Versicherten handeln. Bevor sie neue Verträge schließen, prüfen sie deshalb genau die individuellen Risiken der Antragstellenden. Würden dadurch zu hohe finanzielle Belastungen für die Gemeinschaft der Versicherten entstehen, darf die PKV Antragstellende ablehnen.

Wer kann sich privat versichern?

Für ihren Eintritt in die private Krankenversicherung müssen Interessenten bestimmte PKV-Voraussetzungen erfüllen. Entscheidend ist dabei zum einen der Beruf. 

Eine Aufnahme in die private Krankenversicherung ist möglich für:

Wollen Angestellte von den Vorteilen der privaten Krankenversicherung profitieren, muss ihr jährliches Einkommen die Versicherungspflichtgrenze übersteigen.

FAQ zur privaten Krankenversicherung

Die Vorteile der PKV sind zusammengefasst:

  • freie Arztwahl
  • kurze Wartezeiten
  • großer Leistungsumfang
  • Auslandsschutz
  • flexible Tarife
  • einkommensunabhängiger Beitrag
  • Altersrückstellungen

Eine Familienversicherung wie die gesetzlichen Krankenkassen bieten private Versicherer nicht. Denn anders als in der GKV ist in der PKV das Risiko der Versicherten individuell versichert.

Angehörige können deshalb nicht über den Vertrag eines Elternteils oder eines Lebensgefährten versichert werden. Stattdessen schließt in der PKV jede Person einen eigenen Vertrag mit der Krankenversicherung ab. Das hat den Vorteil, dass sowohl der Versicherungsschutz als auch der Preis maßgeschneidert sind.

Ja, um von der GKV in die private Krankenversicherung zu wechseln, ist eine Kündigung der gesetzlichen Krankenkasse notwendig. Die Kündigung sollte schriftlich erfolgen. In der Regel gilt eine Kündigungsfrist von zwei Monaten zum Monatsende.

Wer zum ersten Mal versicherungsfrei wird, darf ohne Einhaltung einer Frist sofort kündigen. Das ist zum Beispiel bei Angestellten der Fall, deren Einkommen erstmals die JAEG übersteigt oder bei Menschen, die sich selbstständig machen.

Für Versicherte, die ihre PKV-Beiträge vorübergehend nicht mehr wie bisher zahlen können, bietet die PKV verschiedene Sozialtarife an. Bei Zahlungsverzug kann die PKV Versicherte zum Beispiel in den Notlagentarif einstufen, bis diese wieder zahlungsfähig sind.

Ein Wechsel von der PKV zurück in die Krankenkasse ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Angestellte können zurückkehren, wenn ihr Einkommen unter die JAEG fällt, Selbstständige, wenn sie sich anstellen lassen.

Ab einem Alter von 55 Jahren ist eine Rückkehr nur noch über Umwege möglich – etwa durch die Familienversicherung oder mit einem vorübergehenden Versicherungsstatus im europäischen Ausland (2).

Bei der Frage, wer gesetzlich versichert bleiben muss, spielen Faktoren wie Einkommen, Alter und Gesundheitszustand eine Rolle. Dazu zählen unter anderem:

  • Menschen, die angestellt sind und deren Gehalt unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt.
  • Menschen, die aufgrund von Vorerkrankungen nicht PKV-versichert werden können.

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Quellen:

(1) Informationsportal Arbeitgeber: Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung ab dem 55. Lebensjahr (2019). URL: www.informationsportal.de/rueckkehr-in-die-gkv-ab-dem-55-lebensjahr/ (aufgerufen am 04.04.2022)

(2) Verband der Ersatzkassen: Gemeinsame Empfehlung der GKV-Verbände zur Kostenerstattung und -übernahme von Behandlungsleistungen im EU- und EWR-Ausland sowie der Schweiz (2008). URL: www.vdek.com/content/vdeksite/vertragspartner/leistungen/behandlung_ausland/_jcr_content/par/download/file.res/ge_ausland_13_4_sgb_v.pdf (aufgerufen am 04.04.2022)

(3) Finanzierungsbeitrag der Privatversicherten zum Gesundheitssystem. URL: www.pkv.de/positionen/finanzierungsbeitrag-zum-gesundheitssystem (aufgerufen am 05.04.2022)

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