Kindernachversicherung

Das schönste Geschenk zur Geburt ist die Gesundheit des Kindes. Um diese von Anfang an zu schützen, gibt es die Kindernachversicherung. Hier lernst du die Vorteile und die wichtigsten Fakten kennen. 

Die Gesundheit eines Neugeborenen ist unbezahlbar. Deshalb – und weil in Deutschland eine Versicherungspflicht besteht – ist die Krankenversicherung eine der ersten Versicherungen für Neugeborene. Welcher Versicherungsschutz für das Kind in Frage kommt, hängt davon ab, wie die Eltern versichert sind. Ein wichtiger Begriff in diesem Zusammenhang ist die Kindernachversicherung.

Definition der Kindernachversicherung

Die Kindernachversicherung gibt Eltern das Recht, ihr Kind nach der Geburt bei der eigenen Versicherungsgesellschaft zu versichern. Eine Alternative ist die Kinderalleinversicherung, bei der Eltern ihr Kind bei einer anderen Gesellschaft versichern.


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So funktioniert die Kindernachversicherung

Es gibt verschiedene Konstellationen, in denen Eltern versichert sein können. Abhängig davon steht dem Neugeborenen dem Weg in die private oder gesetzliche Krankenversicherung offen.

Beide Eltern sind in der GKV

Sind beide Eltern in der GKV pflichtversichert, ist eine Nachversicherung für Neugeborene nicht nötig. Euer Kind ist dann über die Familienversicherung beitragsfrei mitversichert. Ist ein Elternteil freiwillig versichert, kann euer Kind in der GKV nur freiwillig und mit eigenem Beitrag versichert sein. In der Regel ist eine Anmeldung des Kindes und ein Aufnahmeantrag notwendig.

Ein Elternteil ist privat, eines gesetzlich versichert

Ihr könnt frei entscheiden, welches System für euer Kind das beste ist. In der Regel wird das Kind beim Elternteil mit höherem Einkommen versichert, oder bei einem Elternteil mit Beamtenstatus.

Beide Eltern sind in der gleichen PKV

Ihr könnt euer Kind auf Antrag bei eurer Versicherung nachversichern. Dafür habt ihr ab der Geburt zwei Monate lang Zeit. Voraussetzung ist bei vielen Versicherungen, dass einer von euch seit mindestens drei Monaten bei der Gesellschaft versichert ist. Der Versicherungsschutz eures Kindes darf euren eigenen nicht übersteigen. Es gibt für euer Kind keine Wartezeit und keine Gesundheitsprüfung.

Beide Eltern sind in unterschiedlichen privaten Krankenversicherungen

Ihr könnt wählen, bei welcher der beiden Versicherungsgesellschaften euer Kind versichert sein soll.

Sonderfall Adoption

Entscheidet ihr euch für eine Adoption, gilt die Kindernachversicherung auch für euer Adoptivkind, solange es bei der Adoption minderjährig ist. Allerdings können hier Risikozuschläge anfallen.

Vorteile der Kindernachversicherung

  • Keine Wartezeit für das Neugeborene
  • Ihr könnt euch in der PKV zwei Monate mit der Entscheidung Zeit lassen, entstehende Kosten werden aber erst ab Antragstellung übernommen
  • In der PKV sind die Beiträge für Neugeborene besonders günstig
  • Es gibt für euer Kind keine Gesundheitsprüfung
  • Die Versicherung darf demzufolge keine Risikozuschläge erheben

FAQ

Was ist die Kindernachversicherung?

Mit der Kindernachversicherung können Eltern ihr neugeborenes Kind nach der Geburt bei der eigenen Versicherungsgesellschaft versichern. Soll das Kind bei einer anderen Gesellschaft versichert werden, spricht man von einer Kinderalleinversicherung. 

Welche Vorteile hat die Kindernachversicherung für das Neugeborene?

Kinder, die in der PKV nachversichert werden, müssen keine Gesundheitsprüfung durchlaufen und sind ohne Wartezeit zu oft sehr günstigen Beiträgen versichert.

Wonach wird entschieden, wie das Kind versichert ist?

Ausschlaggebend ist, wie die Eltern des Kindes versichert sind. Ist beispielweise ein Elternteil privat versichert, darf auch das Kind in die PKV.

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