PKV-Tarifwechsel: So sparst du Geld!

Dein aktueller Tarif ist zu teuer oder du möchtest bessere Leistungen? Dann ist es Zeit, deine Krankenversicherung zu optimieren. Das kann sich durchaus lohnen, denn Tarife unterscheiden sich trotz ähnlicher Leistungen manchmal stark im Preis. Wir zeigen dir, wie der PKV-Tarifwechsel funktioniert.

Wann ist eine PKV-Optimierung sinnvoll?

PKV Wechsel

1. Die Beiträge wachsen dir über den Kopf.

Der Fortschritt in der Medizin führt zu immer besseren – und teureren – Verfahren. Gleichzeitig werden die Menschen immer älter und befinden sich länger in ärztlicher Behandlung. Beitragssteigerungen sind also vor allem in der GKV unumgänglich, um alle gut zu versorgen. Doch auch bei einigen PKV-Versicherten flatterte letztes Jahr ein Brief ins Haus, der eine Beitragserhöhung angekündigt hat. Ob es Beitragssteigerungen gibt, und wie hoch sie ausfällt, ist von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich.

PKV-Tarifwechsel

Aber auch ohne Beitragssteigerung kann es sein, dass dir die Kosten über den Kopf wachsen. Zum Beispiel, weil du aus welchen Gründen auch immer auf einmal weniger Geld zur Verfügung hast.


Beitragsentwicklung im Alter

So hältst du den Betrag stabil!


2. Du möchtest prüfen, ob das Preis-Leistungsverhältnis noch optimal ist.

Viele private Krankenversicherungen bieten attraktive Neukundentarife an, um mehr Mitglieder zu gewinnen. Sie stehen auch Bestandskunden offen!

Es kann aber auch sein, dass dein bestehender Tarif unattraktiv geworden ist. Zum Beispiel, weil deine Versicherung in letzter Zeit viele Verträge mit Menschen angesammelt hat, die überdurchschnittlich häufig krank sind. Die hohen Kosten muss dann das entsprechende Kollektiv tragen – die Beiträge steigen also mehr als bei anderen Versicherungen.

Aber es kann auch sein, dass sich deine Bedürfnisse im Lauf der Zeit geändert haben. Vielleicht reicht dir jetzt doch ein Zweibettzimmer im Krankenhaus oder du hast Naturheilkunde für dich entdeckt.

Es lohnt sich so oder so, seinen Tarif prophylaktisch alle paar Jahre zu überprüfen. Im besten Fall sparst du durch eine Optimierung der Krankenversicherung einen zwei- bis dreistelligen Betrag oder kannst deine Leistungen deutlich verbessern. Wenn du deinen Tarif immer mal wieder optimierst, kann es auch sein, dass deine Beiträge im Alter niedriger ausfallen.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage: Wie findest du heraus, ob du mit einem anderen Tarif besser fährst? Und wie funktioniert der Wechsel?

In eine andere PKV wechseln oder den bestehen PKV-Tarif optimieren?

Zu einer anderen Versicherungsgesellschaft zu wechseln, ist nicht in allen Fällen eine gute Idee. Denn die Altersrückstellungen, die du über Jahre angesammelt hast, kannst du nicht oder nur teilweise mitnehmen. Das bedeutet, du würdest diese angesparte Summe verlieren.

In manchen Fällen kann sich der Versicherungswechsel aber durchaus lohnen. Ja, Im Schnitt rechnet man bei einem Versicherungswechsel innerhalb der PKV mit einer Beitragserhöhung um 4 bis 15 Prozent, denn beim Wechsel bist du älter als beim Vertragsschluss mit deiner bisherigen PKV. Diese Erhöhung kann aber immer noch unter der Beitragserhöhung deiner aktuellen PKV liegen. Grundsätzlich solltest du dich also möglichst früh für einen Wechsel zu einem Anbieter mit stabilen Beiträgen entscheiden.

Informiere dich vorab: Wer bietet die stabilsten Beiträge und gute Leistungen zu möglichst geringen Kosten? Während andere PKV-Anbieter beispielsweise ihre Beiträge mit einem Rechnungszins von im Durchschnitt 2,7 % berechnen, wurden die Beiträge bei ottonova mit einem zukunftssicheren Zins von 1,25 % kalkuliert. So garantieren wir dir Stabilität.


Altersrückstellungen in der PKV

Was du darüber wissen musst


Oftmals reicht es aber in einen anderen Tarif bei deiner Versicherung zu wechseln. Bei gleichwertigen Leistungen entfällt auch die Gesundheitsprüfung. Sie ist nur notwendig, wenn du mehr Leistungen erhalten möchtest. In jedem Fall behältst du deine angesparten Altersrückstellungen. Diese Art des PKV-Tarifwechsels ist in jedem Alter möglich!

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Gut zu wissen:

Du hast das gesetzlich verbriefte Recht (§ 204), in einen gleichartigen Tarif innerhalb deiner Versicherungsgesellschaft zu wechseln. Dabei müssen bestimmte Rechte beibehalten werden, die du aktuell hast. Du musst zum Beispiel keine Risikozuschläge zahlen, auch wenn du heute nicht mehr so fit bist wie damals bei Vertragsabschluss. Das gilt allerdings nur, wenn du in einen Tarif mit ähnlichen Leistungen wechselst. Bei Mehrleistungen ist es durchaus möglich, dass deine PKV einen Risikozuschlag verlangt. In diesem Fall ist auch eine Wartezeit möglich.

Krankenversicherung optimieren: So funktioniert der PKV-Tarifwechsel


1. Informiere dich bei deiner PKV über mögliche andere Tarife

Zunächst geht es darum, möglichst umfassende Informationen zu sammeln. Frage bei deiner Versicherung also eine Gegenüberstellung aller möglichen Tarife an – inklusive der Leistungen und der Beiträge. Damit du nicht mit einem begrenzten Angebot drittklassiger Tarife abgespeist wirst, kannst du deine Anfrage noch konkreter gestalten. Das ist vor allem bei Versicherern wichtig, die ein breites Spektrum an Tarifen haben und dir der Übersichtlichkeit halber nur eine Auswahl präsentieren können.

Gestalte deine Tarifwechsel-Anfrage individuell:

  • Bi- und Unisex-Tarife: Es gibt grundsätzlich Bi- und Unisex-Tarife. Der Unterschied: Frauen zahlen in Bisex-Tarifen häufig etwas mehr, da sie aufgrund von Schwangerschaften höhere Kosten verursachen können. Ein Wechsel in einen Unisex-Tarif kann für Frauen also zunächst günstiger sein. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass man bei Bedarf von einem Unisex-Tarif nicht in den Standard-, sondern nur in den Basistarif wechseln kann. Beide sind zwar eine günstige Grundabsicherungen auf GKV-Niveau, aber der Basistarif ist etwas teurer.
  • Offene und geschlossene Tarife: Du kannst deine PKV auch daraufhin weisen, dass du sowohl Angebote für geschlossene als auch für offene Tarife möchtest. Geschlossene Tarife werden nicht mehr zum Verkauf angeboten, aber Bestandskunden können trotzdem in solche Tarife wechseln.
  • Tarife mit gleichen Leistungen: Du kannst deine PKV zum Beispiel darauf hinweisen, dass für dich nur Tarife mit gleichen Leistungen infrage kommen. Wenn du ein besseres Leistungsangebot begutachten möchtest, überlege vorher, ob du bereit zu einer erneuten Gesundheitsprüfung bist. Wenn nicht, schließe entsprechende Tarife von vornherein aus.
  • Günstigere Tarife: Wenn es dir darum geht, Beiträge zu sparen, fordere gezielt Informationen über günstigere Tarife an. Möglich ist auch eine Erhöhung des Selbstbehalts, zum Beispiel auf 600 oder 1.000 Euro pro Jahr. So kannst du die Kosten des monatlichen Beitrags eventuell senken.

Die meisten privaten Krankenversicherungen halten sich an die Leitlinien für den Tarifwechsel. Das bedeutet, sie beraten wechselwillige Kunden persönlich und antworten auf entsprechende Anfragen innerhalb der nächsten 15 Arbeitstage. Über 55-Jährigen schlagen sie außerdem von sich aus günstigere Tarifalternativen vor.

2. KV-Optimierung: Vergleiche die Tarife

Jetzt gilt es, genau hinzuschauen. Vergleiche die Angebote mit deinem aktuellen Vertrag und gehe sie Punkt für Punkt durch. Welche Leistungen kommen dazu, welche fallen weg?

Prüfen kannst du die Tarife zum Beispiel auf folgende Fragen:

Wichtig ist, dass du deinen persönlichen Bedarf und finanziellen Spielraum gut kennst. So kannst du sicherstellen, dass für dich wichtige Leistungen auch in Zukunft abgesichert sind. Wenn du dir im Klaren bist, was du willst, kannst du auch ein Beratungsgespräch mit deiner PKV vereinbaren.

Gut zu wissen:

Wenn du dich für einen Tarif mit weniger Leistungen entscheidest, kannst du später eventuell nicht ohne Weiteres in einen höherwertigen Tarif zurück. Hier ist womöglich eine Gesundheitsprüfung fällig – auch eine Ablehnung ist dann theoretisch denkbar.


Mit Beitragsrückerstattungen Geld sparen

So funktioniert’s


Unser Fazit

Ein PKV-Tarifwechsel kann dir helfen, bares Geld zu sparen. Wechsle aber niemals unüberlegt, sondern vergleiche die Tarife genau. Denke auch daran, welche Leistungen in Zukunft wichtig werden könnten. Der für dich persönlich passende Mix und Leistung und Kosten macht die Musik!

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Jeannette Stowasser
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Jeannette Stowasser

Jeannette ist Online-Redakteurin für Gesundheit und schreibt seit 2011 Artikel, E-Books und Whitepaper zu den verschiedensten medizinischen Themen.

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