Freiwillig gesetzlich versichert - was bedeutet das?

Wer verbeamtet oder selbstständig ist, studiert oder als Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin gut verdient, ist versicherungsfrei und kann zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung wählen. Wer nicht in die PKV wechselt, ist dann freiwillig in der GKV versichert. Doch wie funktioniert die freiwillige Krankenversicherung, wie teuer ist sie und für wen ist die PKV besser geeignet?

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Was bedeutet freiwillig gesetzlich krankenversichert?

In Deutschland gibt es eine Versicherungspflicht. Dies bedeutet, dass alle eine Krankenversicherung haben müssen. Die meisten Menschen sind versicherungspflichtig, das heißt sie sind in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert. Doch einige sind versicherungsfrei und können auch frei zwischen privaten und der gesetzlichen Krankenversicherungen wählen.

Wer versicherungsfrei ist, kann also entweder in die private Krankenversicherung wechseln oder in der Krankenkasse bleiben und sich dort freiwillig versichern.

Viele, die Versicherungsfreiheit haben, entscheiden sich für die PKV wegen vieler Vorteile wie besserer Leistungen und geringerer Kosten. Doch niemand muss die GKV verlassen: Denn für einige lohnt sich die GKV:

Die freiwillige Versicherung Sozialgesetzbuch (SGB) V geregelt. Es müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, damit jemand freiwillig versichert sein kann:

Versicherungsfreiheit: Wer kann sich freiwillig gesetzlich krankenversichern?

Wie bereits erwähnt, können sich nicht alle freiwillig versichern, für eine freiwillige Krankenversicherung müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Freiwillig in der Krankenkasse versichern kann sich wer:

Wer nicht mehr versicherungspflichtig ist, hat die Wahl bei der Krankenversicherung und kann in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln. Wer nicht in die PKV wechselt und in der gesetzlichen Krankenkasse bleibt, für den setzt sich Mitgliedschaft als freiwillige Versicherung fort.

Diese Personen können in die freiwillige Krankenversicherung:

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Vorversicherungszeit: Wie lange muss ich gesetzlich versichert gewesen sein, um mich freiwillig versichern zu können?

Als Voraussetzung für eine freiwillige Krankenversicherung gilt eine bestimmte Vorversicherungszeit in den gesetzlichen Krankenkassen. Diese beträgt:

Es zählen unter Umständen auch gesetzliche Vorversicherungszeiten aus dem Ausland.

Wer kann sich ohne vorherige gesetzliche Versicherung freiwillig versichern?

Für einige Personen gelten aber Ausnahmen bei der Vorversicherungszeit. Einige können sich auch ohne vorherige Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse freiwillig krankenversichern:

Was kostet eine freiwillige Krankenversicherung?

Wie viel zahlen freiwillig Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung? Beim Thema Beiträge unterscheiden sich Pflichtversicherung, freiwillige Krankenversicherung und private Krankenversicherung.

Die Höhe des Beitragssatzes ist sowohl bei Pflichtversicherten als auch bei freiwillig Versicherten gleich. Der Beitrag wird anhand des Einkommens berechnet und setzt sich aus dem gesetzlichen Beitragssatz plus Beitrag zur Pflegeversicherung und dem individuellen Zusatzbeitrag der Krankenkasse zusammen:

Die genauen Kosten hängen also vom individuellen Zusatzbeitrag der jeweiligen gesetzlichen Krankenversicherung ab. Kinder und Familienangehörige mit niedrigem Einkommen können kostenlos in der Familienversicherung versichert werden.

Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zahlen nur die Hälfte des Beitrags selbst, denn sie bekommen einen Beitragszuschuss des Arbeitgebers. Seit 2019 auch zum Zusatzbeitrag.

Selbstständige, Beamte (in den meisten Bundesländern ohne pauschale Beihilfe) und nicht erwerbstätige Personen müssen ihre Beiträge zur Krankenversicherung selbst ganz zahlen. Sie haben aber die Möglichkeit den ermäßigten Beitragssatz ohne Anspruch auf Krankengeld zu vereinbaren.

Unterschiede zur Pflichtversicherung der Krankenkasse kann es allerdings bei der Beitragsberechnung geben: bei Pflichtversicherten, die nicht angestellt sind, werden alle Einnahmen zur Beitragsberechnung herangezogen, nicht nur Einkommen.

Zu den Einnahmen zählen:

In der privaten Krankenversicherung werden die Beiträge nicht anhand des Einkommens, sondern abhängig vom Alter, Gesundheitszustand und den gewünschten Leistungen berechnet. Kinder und Familienangehörige zahlen jeweils eigene Beiträge.

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Wo liegt die Beitragsbemessungsgrenze?

Es werden Beiträge nur bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze berechnet. Diese liegt 2023 bei einem Bruttoeinkommen von 59.850 € im Jahr (4.987,50 € monatlich). Alle, die darüber verdienen zahlen automatisch den Höchstbeitrag.

Wie hoch ist der Mindestbeitrag?

Für die Berechnung des Mindestbeitrags wird ein fiktives Mindesteinkommen von 1.097 Euro herangezogen und beträgt deshalb 153,53 Euro (ohne Krankengeld) bzw. 160,11 Euro plus Pflegeversicherung und Zusatzbeitrag) Auch wer darunter verdient, zahlt mindestens so viel als hätte er dieses fiktive Gehalt. 2023 soll die Mindestbemessungsgrundlage auf 1.131 Euro steigen und damit auch der Mindestbeitrag.

Wie hoch ist der Höchstbeitrag?

Der Höchstbeitrag orientiert sich an der Beitragsbemessungsgrenze (BBG), die 2023 bei 59.850 Euro liegt. Somit zahlen alle, die ein Gehalt ab der BBG haben, den Höchstbeitrag von 698,25 Euro (ohne Krankengeld) bzw. 728,18 Euro plus Pflegeversicherung und Zusatzbeitrag.

Bei einem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,6 Prozent und zzgl. der Pflegeversicherung beträgt der Höchstbeitrag bei 947,63 Euro (ohne Krankengeld) und 977,55 Euro (mit Krankengeld).

Personengruppe (über 23, kinderlos)

Beitragssatz

Anspruch auf Krankengeld

Höchstbeitrag (inkl. Zusatzbeitrag und Pflege) pro Monat

Angestellte mit Einkommen über JAEG

14,6 %

ja

977,55 € 

(Hälfte zahlt Arbeitgeber = 488,78 €)

Selbstständige/sonstige freiwillig Versicherte

14,0 %

nein

947,63 €

Selbstständige/sonstige freiwillig Versicherte

14,6 %

ja

977,55 €

Wann beginnt und endet die freiwillige Krankenversicherung?

Die freiwillige Versicherung beginnt mit Ende der Versicherungspflicht. Diese tritt ein, wenn du dich selbstständig machst oder verbeamtet bist. Studenten und Studentinnen können sich zu Beginn ihres Studiums von der Versicherungspflicht befreien lassen.

Zuvor pflichtversicherte Angestellte werden informiert, wenn ihre Pflichtversicherung endet. Diese tritt ein:

Die bisherige gesetzliche Pflichtversicherung wird als freiwillige Versicherung automatisch fortgesetzt. Wer nicht freiwillig gesetzlich krankenversichert sein möchte, muss innerhalb von zwei Wochen eine private Krankenversicherung nachweisen. Der Wechsel zur PKV ist ab dem Zeitpunkt der Versicherungsfreiheit jederzeit möglich.

Die freiwillige Versicherung endet:

Die Krankenversicherung kann allgemein nur durch den Nachweis einer anschließenden Versicherung beendet werden, da der Versicherungsschutz lückenlos bestehen bleiben muss.

Was müssen Selbstständige in der gesetzlichen Krankenkasse beachten?

Bei Selbstständigen wird das Einkommen geschätzt. Grundlage dafür ist der letzte Einkommenssteuerbescheid oder das selbst geschätzte Einkommen direkt nach Beginn der Selbstständigkeit.

Haben sie innerhalb des Jahres Einbußen von mehr als 25 Prozent, können Freiberufler und Selbstständige ihre Kasse bitten, ihren Beitrag neu zu berechnen (Dies kann zum Beispiel durch den Vorauszahlungsbescheid bewiesen werden.)

Sollten die Einnahmen die Schätzung unterschreiten, können zu viel gezahlte Kassenbeiträge zurückgefordert werden. Andersherum kann aber auch zu Nachzahlungen kommen.

Die Frist beträgt drei Jahre um den Einkommensbescheid einzureichen. Geschieht dies nicht, verlangt die gesetzliche Krankenversicherung den Höchstbeitrag.

Wie können freiwillig Versicherte ihre Leistungen verbessern?

Freiwillig Krankenversicherte haben mit der Möglichkeit in die private Krankenversicherung zu wechseln mehr Spielraum ihre Versicherungsleistungen zu verbessern.