Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung

In der gesetzlichen Krankenversicherung ist dein Beitrag abhängig von deinem Lohn und wird prozentual davon errechnet. Die Beitragsbemessungsgrenze deckelt deinen Beitrag – allerdings steigt sie regelmäßig. Wie hoch ist sie 2021?

Beitragsbemessungsgrenze

Definition Beitragsbemessungsgrenze (BBG)

Als privat versicherter Arbeitnehmer zahlst du den Beitrag für deine Krankenversicherung direkt von deinem Konto. Da du deinen Tarif und deine gewünschten Leistungen sorgfältig ausgewählt hast, weißt du vermutlich, wie hoch dein Beitrag ist. In der gesetzlichen Krankenversicherung ist das vielen Versicherten nicht klar.

Wie hoch ist die Beitragsbemessungsgrenze 2022?

Die Grenze liegt bei 58.050Euro bei monatlich 4.837,50Euro. Liegt dein Einkommen über diesem Betrag, zahlst du trotzdem nur so viel, wie du mit einem Gehalt von 58.050 Euro zahlen würdest. Die Beitragsbemessungsgrenze ist nicht mit der Jahresarbeitsentgeltgrenze zu verwechseln.

Zusammenhang Beitragssatz in der GKV & die Beitragsbemessungsgrenze

Bist du hingegen GKV-Mitglied, wird dein Beitrag für die Krankenversicherung direkt von deinem Bruttogehalt abgezogen. Das gilt auch für andere Beiträge zur Sozialversicherung – dazu gehören neben der Krankenversicherung die Rentenversicherung, die Arbeitslosenversicherung und die gesetzliche Unfall- und Pflegeversicherung.

Die Höhe deines GKV-Beitrags legt der Gesetzgeber mit dem allgemeinen Beitragssatz fest – aktuell beträgt dieser 14,6 %. Hinzu kommt der Zusatzbeitrag, den jede Krankenkasse selbst festlegt. Im Durchschnitt liegt dieser bei 916,70Euro. Die Hälfte zahlt dein Arbeitgeber. Dein Beitrag für die GKV berechnet sich also prozentual und steigt mit deinem Einkommen. Ab einer gewissen Höhe stoppt die Beitragsbemessungsgrenze diesen Anstieg.

Die Beitragsbemessungsgrenze bestimmt in der GKV, bis zu welchem Betrag dein Arbeitsentgelt für Beiträge in der Krankenkasse herangezogen wird. Der Teil deines Gehalts, der diese Grenze übersteigt, ist für deinen Beitrag also irrelevant.

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Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze pro Jahr


2022

4.837,50 € (pro Monat)

58.050,00 € (pro Jahr)

2021

4.837,50 € (pro Monat)

58.050,00 € (pro Jahr)

2020

4.687,50 € (pro Monat)

56.250,00 € (pro Jahr)

2019

4.537,50 € (pro Monat)

54.450,00 € (pro Jahr)

2019

4.537,50 € (pro Monat)

54.450,00 € (pro Jahr)

2018

4.425,00 € (pro Monat)

53.100,00 € (pro Jahr)

2017

4.350,00 € (pro Monat)

52.200,00 € (pro Jahr)

2016

4.237,50 € (pro Monat)

50.850,00 € (pro Jahr)

Übrigens:

Die Beitragsbemessungsgrenze für die Krankenversicherung ist in Ost und West gleich. Anders ist es zum Beispiel bei der Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung, wo aufgrund der Einkommensunterschiede seit der Wiedervereinigung in Ost und West unterschieden wird. Durch die Rentenangleichung wird diese Unterscheidung in den kommenden Jahren auch bei der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung entfallen.

Unterschied zur Versicherungspflichtgrenze

Ab einem bestimmten Gehalt kann man selber entscheiden ob man sich privat versichern möchte. Diese bestimmte Höhe des Einkommens definiert der Gesetzgeber mit der Versicherungspflichtgrenze beziehungsweise Jahresarbeitsentgeltgrenze. 

Aber Vorsicht: Man darf die Beitragsbemessungsgrenze nicht mit der Jahresarbeitsentgeltgrenze verwechseln. Diese ist deutlich höher: Sie beträgt 64.350Euro. Wer somit also mehr als 5.362,50 Euro im Monat bezieht, darf in eine private Krankenkasse wechseln.

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Gründe: Anstieg Beitragsbemessungsgrenze

Die Höhe der Beitragsbemessungsgrenze richtet sich danach, wie sich die Löhne im Vorjahr entwickelt haben. Auf Basis dieser Entwicklung legt die Bundesregierung die Beitragsbemessungsgrenze Jahr für Jahr neu fest. Da die Löhne praktisch jährlich steigen, muss auch die Beitragsbemessungsgrenze erhöht werden.



So teuer wird es in der GKV!

Höchstbeitrag gesetzliche Krankenversicherung?


Auswirkungen der Beitragsbemessungsgrenze auf die PKV 

Die Beitragsbemessungsgrenze ist nicht nur für gesetzlich Versicherte relevant, sondern wirkt sich auch auf die private Krankenversicherung aus. Zum einen bestimmt sie die Höhe des Beitrags für den Basistarif. Zum anderen ändert sich mit der Beitragsbemessungsgrenze auch der Höchstzuschuss deines Arbeitsgebers zu deinem PKV-Beitrag. Dein Arbeitgeber bezuschusst die Hälfte deines PKV-Beitrags – aber nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze.

Immerhin hat es aber für dich etwas Gutes, wenn die Beitragsbemessungsgrenze in der GKV steigt. Denn das bedeutet, dass dein Arbeitgeber monatlich mehr von deinem PKV-Beitrag übernimmt.

FAQs zur Beitragsbemessungsgrenze

Die Beitragsmessungsgrenze für die gesetzlichen Krankenversicherungen liegt bei 5.362,50 Euro brutto monatlich und 64.350 Euro brutto jährlich.

Die Höhe der Beitragsbemessungsgrenze richtet sich danach, wie sich die Löhne im Vorjahr entwickelt haben. Da die Löhne praktisch jährlich steigen, muss auch die Beitragsbemessungsgrenze erhöht werden.

Es bedeutet, dass der Angestellte den Höchstbeitrag zu den Sozialversicherungen zahlt. Nur wenn die BBG ebenfalls ansteigt, muss der Versicherte Kostenerhöhung in Kauf nehmen.

ottonova Magazin Autor
HIER SCHREIBT Serkan Sahanoglu

Serkan ist seit 13 Jahren PKV-Experte und hat als Versicherungsfachmann mehr als 100 Verträge vermittelt. Bei ottonova ist er Sales Agent und hat die richtigen Antworten auf Fragen von Kunden und alle, die es werden wollen, parat.

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