Kindernachversicherung: So versicherst du dein Neugeborenes

Das schönste Geschenk zur Geburt ist die Gesundheit des Kindes. Um diese von Anfang an zu schützen, gibt es die Kindernachversicherung. Hier lernst du die Vorteile, Fristen und die wichtigsten Fakten kennen.

Das Wichtigste in Kürze

Mit der Kindernachversicherung in der PKV können Eltern ihr neugeborenes Baby nach der Geburt bei eigenen Versicherung versichern. Das Neugeborene muss keine Gesundheitsprüfung durchlaufen und ist ohne Wartezeit zu oft sehr günstigen Beiträgen versichert. Welcher Versicherungsschutz für das Kind in Frage kommt, hängt davon ab, wie die Eltern versichert sind.

Kindernachversicherung

Definition der Kindernachversicherung der PKV

Die Kindernachversicherung gibt Eltern das Recht, ihr Kind nach der Geburt bei der eigenen Versicherungsgesellschaft zu versichern. Dabei wird es zu den exakt gleichen Bedingungen versichert, wie der entsprechende Elternteil. Außerdem findet keine Gesundheitsprüfung statt und besteht keine Wartezeit. Für den Versicherer besteht demnach ein Kontrahierungszwang.


Alternative: Kinderalleinversicherung

Eine Alternative ist die Kinderalleinversicherung, bei der Eltern ihr Kind bei einer anderen Gesellschaft versichern. Die Vorteile der Kindernachversicherung können in diesem Fall jedoch nicht genutzt werden. Das Neugeborene muss eine Gesundheitsprüfung durchlaufen und es sind ggf. Wartezeiten zu beachten. Nichte jede Krankenversicherung bietet eine Krankenvollversicherung ab Geburt des Babys an.

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Gesetzliche Grundlagen der Kindernachversicherung

§198 des Versicherungsvertragsgesetzes bildet die gesetzliche Grundlage der Kindernachversicherung. Die Charakteristika einer Kindernachversicherung bestehen darin:

Wichtige Fristen für die Kindernachversicherung in der PKV

Wenn du dein Neugeborenes privat versichern möchtest, gibt es zwei wichtige Fristen:

Bei ottonova gibt es eine Besonderheit in der Kindenachversicherung: Ist eines der Elternteile vor Beginn der 21. Schwangerschaftswoche in der PKV versichert und besteht kein Anspruch auf die GKV-Familienversicherung für das Baby? Dann ist die Kindernachversicherung unabhängig von der Drei-Monats-Frist möglich.

So funktioniert die Kindernachversicherung

Es gibt verschiedene Konstellationen, in denen Eltern versichert sein können. Abhängig davon steht dem Neugeborenen dem Weg in die private oder gesetzliche Krankenversicherung offen.

Beide Eltern sind in der GKV

Sind beide Eltern in der GKV pflichtversichert, ist eine Nachversicherung für Neugeborene nicht nötig. Euer Kind ist dann über die Familienversicherung beitragsfrei mitversichert. Ist ein Elternteil freiwillig versichert, kann euer Kind in der GKV nur freiwillig und mit eigenem Beitrag versichert sein. In der Regel ist eine Anmeldung des Kindes und ein Aufnahmeantrag notwendig.

Ein Elternteil ist privat, eines gesetzlich versichert

Ihr könnt frei entscheiden, welches System für euer Kind das beste ist. In der Regel wird das Kind beim Elternteil mit höherem Einkommen versichert, oder bei einem Elternteil mit Beamtenstatus.

Beide Eltern sind in der gleichen PKV

Ihr könnt euer Kind auf Antrag bei eurer Versicherung nachversichern. Dafür habt ihr ab der Geburt zwei Monate lang Zeit. Voraussetzung ist bei vielen Versicherungen, dass einer von euch seit mindestens drei Monaten bei der Gesellschaft versichert ist. Der Versicherungsschutz eures Kindes darf euren eigenen nicht übersteigen. Es gibt für euer Kind keine Wartezeit und keine Gesundheitsprüfung.

Beide Eltern sind in unterschiedlichen privaten Krankenversicherungen

Ihr könnt wählen, bei welcher der beiden Versicherungsgesellschaften euer Kind versichert sein soll.

Sonderfall Adoption

Entscheidet ihr euch für eine Adoption, gilt die Kindernachversicherung auch für euer Adoptivkind, solange es bei der Adoption minderjährig ist. Allerdings können hier Risikozuschläge anfallen.

Vorteile der Kindernachversicherung

  • Keine Wartezeit für das Neugeborene
  • Ihr könnt euch in der PKV zwei Monate mit der Entscheidung Zeit lassen, entstehende Kosten werden aber erst ab Antragstellung übernommen
  • In der PKV sind die Beiträge für Neugeborene besonders günstig
  • Es gibt für euer Kind keine Gesundheitsprüfung
  • Die Versicherung darf demzufolge keine Risikozuschläge erheben

FAQs zu Kindernachversicherung

Mit der Kindernachversicherung können Eltern ihr neugeborenes Kind nach der Geburt bei der eigenen Versicherungsgesellschaft versichern. Soll das Kind bei einer anderen Gesellschaft versichert werden, spricht man von einer Kinderalleinversicherung.

Zwei Fristen müssen eingehalten werden. Zum einen muss ein Elternteil bei der Geburt mindestens drei Monate versichert sein und der Aufnahmeantrag muss bis spätestens zwei Monate nach der Geburt gestellt werden.

Kinder, die in der PKV nachversichert werden, müssen keine Gesundheitsprüfung durchlaufen und sind ohne Wartezeit zu oft sehr günstigen Beiträgen versichert.

Ausschlaggebend ist, wie die Eltern des Kindes versichert sind. Ist beispielweise ein Elternteil privat versichert, darf auch das Kind in die PKV.

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ottonova Magazin Autor
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Serkan Sahanoglu

Serkan ist seit 13 Jahren PKV-Experte und hat als Versicherungsfachmann mehr als 100 Verträge vermittelt. Bei ottonova ist er Sales Agent und hat die richtigen Antworten auf Fragen von Kunden und alle, die es werden wollen, parat.

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