Altersrückstellungen in der PKV: Bedeutung, Berechnung und Wissenswertes

Altersrückstellungen – auch als Alterungsrückstellungen bezeichnet – werden in der PKV gebildet, um deinen Beitrag im Alter stabiler zu halten. Die PKV kalkuliert deinen Versicherungsbeitrag so, dass er in jungen Jahren höher ist als die tatsächlich in Anspruch genommenen Gesundheitsleistungen.

Je älter du wirst, desto höher wird auch das individuelle Risiko, zu erkranken und medizinische Leistungen in Anspruch zu nehmen. Damit du deswegen nicht automatisch auch höhere Beiträge für deine Krankenversicherung zahlen musst, gibt es bei den privaten Krankenversicherungen das Prinzip der Altersrückstellungen.

Was sind Altersrückstellungen?

Mit den PKV Altersrückstellungen kannst du dir frühzeitig eine Art Polster anlegen. Wenn du jung bist, werden bestimmte Anteile deiner Beiträge verzinst und du zahlst einen höheren Beitrag ein, als theoretisch nötig wäre – damit dieser später dann für die Beitragsentlastung eingesetzt werden kann. Es handelt sich dabei also um angesparte Rücklagen, die im Alter die Beiträge stabil halten.

Die Altersrückstellungen sind übrigens gesetzlich vorgeschrieben. Demnach müssen seit dem 01.01.2000 für Neuversicherte zwischen 21 und 60 Jahren diese Rückstellungen angelegt werden. 

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Wie berechnen sich die PKV Altersrückstellungen?

Der Staat schreibt hier einen bestimmten Satz vor: Alle Versicherten zahlen vom 22. bis 61. Lebensjahr einen Aufschlag von 10 % auf den Monatsbeitrag. Je nach Versicherer kann dies aber auch höher ausfallen.

Wichtig: Je später der Wechsel in die private Krankenversicherung erfolgt, desto höher muss auch der Anteil der Rücklagen sein. Klingt logisch, oder? Es bleibt ja schließlich weniger Zeit, um sich das besprochene Polster „anzusparen“.

Altersrückstellung

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Was macht die PKV mit meinen Altersrückstellungen? 

Du fragst dich, wo dein Geld bleibt und was die PKV damit macht? Die Unternehmen können mit deinen gesparten Beitragsanteilen nicht einfach tun und lassen was sie wollen. Sie müssen sie verzinslich anlegen und dafür verwenden, spätere Beitragserhöhungen abzufangen. Auch die erwirtschafteten Zinsen müssen sie der Versichertengemeinschaft gutschreiben. Du siehst, ob das Ganze gelingt, ist auch davon abhängig, wie sich die Zinsen entwickeln. Der Zinssatz darf maximal 3,5 % betragen, ein niedrigerer Satz ist möglich. Je niedriger der Zinssatz, desto niedriger auch die Zinserträge.


Welchen Einfluss hat der Zinssatz auf deinen Beitrag?

Warum der Rechnungszins die Beiträge bei ottonova stabiler macht


Übrigens: Hast du das 80. Lebensjahr vollendet, so muss dein Versicherer die bisher nicht verbrauchten Rückstellungen dazu nutzen, um deine Beiträge zu senken. Doch was passiert bei einem Wechsel? Hier gibt es verschiedene Szenarien:

1. Szenario: Wechsel des Tarifs bei deinem Anbieter

Nach § 204 VVG (Versicherungsvertragsgesetz) besitzen Versicherungsnehmer ein sogenanntes Tarifwahlrecht. Bei deinem Versicherer kannst du in einen anderen Tarif wechseln, deine Altersrückstellungen bei deiner Krankenversicherung kannst du in den neuen Tarif einfach übernehmen. Wechselst du in einen Tarif, der deutlich mehr Leistungen bietet, kann das Unternehmen von dir sowohl einen Risikozuschlag, als auch eine Wartezeit verlangen – deine Rückstellungen müssen dir aber voll angerechnet werden.

2. Szenario: Wechsel zu einem anderen Anbieter

Diese volle Höhe deiner Altersrückstellungen bleibt dir jedoch nicht bei jedem Wechsel. Wechselst du als Privatversicherter zur Konkurrenz, geht dir der größte Teil davon verloren. Den Übertragungswert beziehungsweise die Berechnung des Übertragungswertes kannst du bei deiner PKV erfragen. Es sind mittlerweile Milliarden an Alterungsrückstellungen in Deutschland gefangen. Bist du eher der Typ „Auf Nummer sicher“, dann solltest du dir auf jeden Fall die Zufriedenheits-Garantie von ottonova anschauen. Diese ist einzigartig in Deutschland.

Gut zu wissen:

Solltest du dich nach zwei Jahren bei ottonova dazu entscheiden, zu einer anderen privaten Krankenversicherung zu wechseln, geben wir dir 100 % deiner Alterungsrückstellungen zurück. Du kannst also tatsächlich deine PKV testen.

3. Szenario: Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung

Doch nicht alles ist so einfach. Zum Beispiel dann, wenn du als Privatversicherter in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zurückkehrst. In diesem Fall werden keine Altersrückstellungen mitgegeben. Das Prinzip ist ein anderes: Es lautet Umlagefinanzierung und funktioniert, indem die jüngeren Versicherten die höheren Kosten der Älteren mitfinanzieren. So wird von Generation zu Generation gezahlt. Da die Rückstellungen in die GKV nicht mitgabefähig sind, verbleiben diese bei deinem privaten Versicherer und kommen hier dem Kollektiv zugute. Für dich waren sie somit quasi umsonst. Es besteht für dich allerdings die Option, bei der privaten Krankenversicherung in eine Zahnzusatzversicherung wie beispielsweise die Krankenhauszusatzversicherung zu investieren und dir dort die Altersrückstellungen anrechnen zu lassen.

Bist du ein Zahlenjunkie, liebst Statistiken und Auswertungen? Dann steige doch mal tiefer in unsere Berechnungen und Prognosen ein – Krankenversicherung muss nicht immer langweilig sein!

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Unser Fazit

Altersrückstellungen sind deine Altersvorsorge in der PKV. Sie sorgen dafür, dass dein Beitrag im Alter stabil bleibt und du ihn dir weiterhin leisten kannst. Dieses Prinzip besteht aus drei Grundbausteinen:

Mit Vollendung des 60. Lebensjahres fällt der gesetzliche Zuschlag weg und ab Rentenbeginn das Krankentagegeld. Damit reduziert sich dein Beitrag deutlich.

ottonova Magazin Autor
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Serkan Sahanoglu

Serkan ist seit 13 Jahren PKV-Experte und hat als Versicherungsfachmann mehr als 100 Verträge vermittelt. Bei ottonova ist er Sales Agent und hat die richtigen Antworten auf Fragen von Kunden und alle, die es werden wollen, parat.

FAQs zu Altersrückstellungen

Es handelt sich dabei um angesparte Rücklagen, die im Alter die Beiträge stabil halten.

Sie müssen sie verzinslich anlegen und dafür verwenden, spätere Beitragserhöhungen abzufangen. Auch die erwirtschafteten Zinsen müssen sie der Versichertengemeinschaft gutschreiben.

Alle Versicherten zahlen vom 22. bis 61. Lebensjahr einen Aufschlag von 10 % auf den Monatsbeitrag. Je nach Versicherer kann dies aber auch höher ausfallen.

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