Zahnzusatzversicherung für Beamte

Beamte gelten allgemein als gut abgesicherte Berufsgruppe. Der Grund: Der Beamtenstatus gewährt ihnen eine solide Absicherung durch den Staat. Das betrifft auch Gesundheitsleistungen. Doch damit sind Beamte nicht grundsätzlich vor hohen Zuzahlungen im Dentalbereich geschützt. Im Folgenden wird über alles Wissenswerte rund um das Thema Zahnzusatzversicherung aufgeklärt und aufgezeigt, wann ein Versicherungsabschluss wirklich möglich und vor allem sinnvoll ist.

Können Beamte eine Zahnzusatzversicherung abschließen?

Ob der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung für Beamte möglich ist, lässt sich pauschal nicht nur durch den Beamtenstatus beantworten. Vielmehr ist der Blick hier auf die jeweilige Beamtengruppe und die daran anknüpfende Versorgung zu richten.

Grundsätzlich gilt für Beamte: Ihr Dienstherr leistet ihnen im Krankheitsfall zu einem gewissen Prozentsatz finanzielle Unterstützung. Die restlichen Kosten decken Beamte über ihren Versicherungstarif.

Nach ihrer Versicherungsart lassen sich folgende zwei Beamtengruppen unterscheiden:

  1. Risikobehaftete Beamte als Heilfürsorgeberechtigte: Zur Gruppe der risikobehafteten Beamten zählen Justizvollzugsbeamte, Soldaten sowie in einigen Bundesländern Polizisten und die Berufsfeuerwehr. Sie sind weder Teil der gesetzlichen noch der privaten Krankenversicherung (GKV bzw. PKV), sondern erhalten von ihrem Dienstherrn freie Heilfürsorge als Erstattung ihrer Gesundheitskosten. Entstehende Versorgungslücken können sie über private Zahnzusatzversicherungen abdecken, die speziell für diese Beamtengruppe ausgerichtet sind.
  2. Beihilfeberechtigte Beamte: Zur Gruppe der beihilfeberechtigten Beamten zählen verbeamtete Lehrer, Verwaltungsmitarbeiter oder Richter. Der Dienstherr (das jeweilige Land oder der Staat) beteiligt sich bei beihilfeberechtigten Beamten zu einem Anteil von 50 bis 85% an den Kosten für Behandlungen ihrer Bediensteten. Der geltende Prozentsatz berechnet sich auf der Grundlage der Beihilfeverordnung des jeweiligen Bundes bzw. der Länder und dem Familienstand. Den restlichen Anteil der Kosten decken Beamte mit Beihilfeberechtigung in der Regel über eine private Versicherung ab. Entstehende Lücken in der Zahnversorgung kann diese Beamtengruppe durch sogenannte Ergänzungs-Tarife privater Versicherungen schließen.

Brauchen Beamte mit Heilfürsorge eine Zahnzusatzversicherung?

Freie Heilfürsorge für Beamte geht mit einer vollständigen Übernahme aller Kosten für die reguläre medizinische Gesundheitsversorgung durch den Dienstherrn einher. Was zunächst einmal gut klingt, bietet im Zahnbereich häufig keinen ausreichenden Versicherungsschutz.

Der Grund: Die Leistungen für Heilfürsorgeberechtigte sind in etwa mit den Leistungen und Services der gesetzlichen Krankenkasse gleichzusetzen, was vor allem im Bereich Zahnersatzmaßnahmen, Zahnbehandlungen & Co. große finanzielle Versorgungslücken entstehen lassen kann. Umfangreiche Zahnbehandlungen beim Zahnarzt, Kronen, Inlays oder hochwertige Implantate sind oft nicht im Leistungsspektrum enthalten. Besteht der Wunsch nach einer hochwertigen Versorgung im Fall von Behandlungsbedarf, ist eine Zusatzversicherung im Zahnbereich für Heilfürsorgeberechtigte definitiv sinnvoll.

Private Zahnversicherung für Beamte mit freier Heilfürsorge

Staatsbedienstete mit Anspruch auf freie Heilfürsorge können nicht bei jedem Anbieter eine private Zahnversicherung abschließen. Einige Versicherungen setzen dafür eine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse voraus. Diese besteht durch die direkte Versicherung über den Dienstherrn hier nicht. Daher lohnt ein genauer Blick in die Vertragsbedingungen und ein anschließender Vergleich verschiedener Versicherungsgesellschaften.

Worauf sollte man als Beamter mit Heilfürsorge bei der Auswahl der Versicherung achten?

Grundsätzlich gilt: Ein früher Abschluss ist regulär mit günstigeren Monatsbeiträgen verbunden.

Experten-Empfehlungen zufolge sollten folgende Punkte vor Abschluss einer Zahnzusatzversicherung beachtet werden:

Die einzelnen Informationen zu den Tarifen lassen sich auf einen Blick in den Vertragsbedingungen ausfindig machen. Vor der finalen Entscheidung für eine Zahnzusatzversicherung lohnt in jedem Fall der Vergleich unterschiedlicher Tarife. Bei ottonova bieten wir drei Tarife mit unterschiedlichem Leistungsumfang an. Jetzt zu den Tarifen der ottonova Zahnzusatzversicherung informieren!

Ergänzungstarife für beihilfeberechtigte Beamte

Beamte oder Beamtenanwärter ohne Anspruch auf Heilfürsorge erhalten im Krankheitsfall sogenannte Beihilfeleistungen. Die Beihilfe trägt einen prozentualen Anteil an entstehenden Krankheitskosten. Den übrigen Teil der Kosten sichern rund 85% aller beihilfeberechtigten Beamten über eine private Krankenversicherung ab.

Das hat folgende Gründe:

Die günstigste Option für Beamte mit Anspruch auf Beihilfe ist daher folgende:

Der Versicherte kann abhängig von seinem individuellen Bedarf verschiedene Zusatzbausteine für den Beihilfeergänzungstarif wählen, um sein persönliches Leistungsspektrum zu erhöhen.

Gibt es eine Zahnzusatzversicherung für privat versicherte Beamte?

Eine reguläre Zahnzusatzversicherung für privat versicherte Beamte oder Beamtenanwärter gibt es nicht. Die Policen von Zahnzusatztarifen sind grundsätzlich als eine Ergänzung zur Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen angedacht. Beamte mit privater Krankenversicherung (Privatversicherte) sind bereits optimal vor hohen Kosten im Rahmen von Zahnbehandlungen geschützt.

Beihilfeergänzungstarif: Das gibt es zu beachten

Grundsätzlich sollten Beamte mit Beihilfeanspruch bei Abschluss einer privaten Krankenversicherung die einzelnen Leistungsbausteine und deren Umfang genau vergleichen.

Versorgungslücken entstehen beispielsweise häufig bei diesen zahnmedizinischen Leistungen:

Ein ausreichender Versicherungsschutz beugt einem hohen privaten Eigenanteil vor. Daher gilt es die Informationen zu den einzelnen Leistungen der Versicherung in den Vertragsbedingungen vorab genau zu prüfen.

Die Beihilfeversicherung von ottonova bietet umfassenden Schutz - auch für Zahnbehandlungen. Jetzt über die unterschiedlichen PKV-Tarife für Beamte und Beamtenanwärter informieren!

FAQ – "Zahnzusatzversicherung für Beamte"

Ob der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung für Beamte möglich ist, hängt zunächst mit ihrer Beamtengruppe und Versicherungsart zusammen. Für sogenannte risikobehaftete Beamte (z.B. Justizvollzugsbeamte, Soldaten u.a.), deren Beruf ein erhöhtes Risiko mit sich bringt, besteht ein Anspruch auf Heilfürsorge zur Deckung ihrer Behandlungskosten. Diese entspricht den Leistungen der GKV und kann durch eine private Zusatzversicherung speziell für diese Beamtengruppe aufgestockt werden. Beamte mit Beihilfe sind in den allermeisten Fällen privat versichert und können anstatt einer Zahnzusatzversicherung für Beamte einen Beihilfeergänzungstarif abschließen, um Leistungslücken entgegenzuwirken und Zuzahlungen zu vermeiden.

Ja, eine Zahnzusatzversicherung ist für Beamte mit Heilfürsorge oftmals sehr sinnvoll. Die Ursache: Die freie Heilfürsorge entspricht vom Leistungsniveau und ihren Services in etwa einem regulären Tarif in der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Behandlungskosten werden also lediglich im engen Rahmen der Regelversorgung getragen. Umfangreichere Behandlungen (z.B. Implantate, Brücken oder anderweitige Maßnahmen als Zahnersatz) beim Zahnarzt können für Beamtengruppen wie Heilfürsorgeberechtigte daher mit hohen Zusatzkosten einhergehen.

Als gesetzlich versicherter Beamter kommt eine Zahnzusatzversicherung definitiv in Frage. So kann der Eigenanteil bei Behandlungen der Zähne (Zahnersatz, Brücken, Maßnahmen zur Erhaltung der Zahngesundheit wie eine PZR) möglichst gering gehalten werden. Grundsätzlich gilt aber: Eine private Versicherung bietet für Beamte prinzipiell mehr Vorteile und ist vergleichsweise wesentlich kostengünstiger.

Nein, Beamte mit Anspruch auf Beihilfe sind regulär privat versichert. Für privat Versicherte ist ein Abschluss von Zahnzusatzversicherungen grundsätzlich nicht möglich. Der Tarif einer Zahnzusatzversicherung stellt vielmehr eine Ergänzung zur Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen dar. Eine Beamter mit Beihilfeberechtigung kann die Gesundheit seiner Zähne stattdessen über einen Beihilfeergänzungstarif absichern und aufkommende Versorgungslücken schließen.

Quellen: