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Generika

Läuft der Patentschutz eines Arzneimittels ab, können andere Pharmahersteller Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff anbieten. Diese Nachahmer-Präparate nennt man Generika.

Erinnerst du dich an die Werbung mit den Zwillingspärchen und dem Spruch „Da gibt’s doch auch was von Ratiopharm?" Das Pharma-Unternehmen ist in Deutschland neben Stada und Hexal einer der bekanntesten Hersteller von Generika in Deutschland.

Was sind Generika?

Ein Generikum ist ein Zwillingsprodukt eines Medikaments, das dem Original in vielen Punkten zum Verwechseln ähnlich ist:

Generika ähneln dem Originalpräparat im Hinblick auf Wirkstoff, Menge und Darreichungsform, können jedoch kostengünstiger angeboten werden.

Arzneimittel sind in der Regel 20 Jahre lang patentrechtlich geschützt. Danach sind damit verbundene Forschungsergebnisse frei verfügbar und können von Generika-Herstellern genutzt werden.

Unterschiede zwischen Kopie und Original

Nachahmerprodukte haben die gleiche Wirkung wie Medikamente, die es bereits in Apotheken zu kaufen gibt. Doch es gibt auch Unterschiede:

  • Hilfsstoffe steuern unter anderem den Transport des Arzneistoffs oder die gezielte Freigabe von Wirkstoffen. Haben sie keinen Einfluss auf die Wirkung eines Medikaments, dürfen sie in Generika verändert werden. Generika können so zum Teil länger haltbar oder besser verträglich als ihr Original sein.
  • Technologien und Prozesse in der Herstellung dürfen sich unterscheiden.
  • Aussehen: Wird ein Originalpräparat oral verabreicht, muss dies auch beim Generikum der Fall sein. Das Aussehen spielt jedoch keine Rolle, das Medikament kann als Tablette oder Kapsel hergestellt werden.
  • Anhand des Namens eines Generikums muss nicht erkennbar sein, welches Originalpräparat es nachahmt.



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Kostenvorteil von Generika

Generika sind günstiger als Originalpräparate, weil ihre Hersteller sich den enormen Aufwand sparen, der mit Forschung und Entwicklung der Präparate verbunden ist.

Faktencheck Generika

Der Verband Pro Generika hat ausgerechnet, dass Generika den gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2008 Kosten von rund 11 Milliarden € gespart haben.
62 % der in diesem Jahr verordneten Medikamente in der GKV waren Generika. Bei den Privatversicherten waren es 46,4 %.

Damit die Kostenvorteile von Generika zum Tragen kommen, gibt es die 
„aut idem“-Regelung. Stellt dein Arzt dir ein entsprechend markiertes Rezept aus, muss dein Apotheker dir das verordnete Arzneimittel verkaufen. 
Ist "aut idem" angekreuzt, gibt dir der Apotheker anstelle des verordneten Medikaments eine der drei preisgünstigsten Alternativen.

FAQ

Was ist der Unterschied zu Biosimilars?

Im Zusammenhang mit Generika begegnet dir vielleicht der Begriff „Biosimilars“. Diese Nachahmer-Präparate sind an Biopharmazeutika wie Insulin angelehnt – also Arzneimittel, die nicht chemisch-synthetisch, sondern biotechnologisch hergestellt werden. Da hierbei lebende Organismen eingesetzt werden, kann der Wirkstoff nicht identisch mit dem des Originalpräparats sein.

Sind Generika schlechter als ihr Original?

Die Bioverfügbarkeit gibt an, ob zwei Arzneimittel therapeutisch äquivalent sind, also ob der menschliche Körper ihren Wirkstoff ähnlich schnell und in einer ähnlichen Menge aufnimmt. Schwankungen zwischen 80 und 125 % sind zugelassen. Bevor Generika zugelassen werden, müssen ihre Hersteller die Bioverfügbarkeit nachweisen. Damit ist sichergestellt, dass ihre Wirkung annähernd der des Originals entspricht.

Alle Medikamente, die in Deutschland zugelassen werden, müssen außerdem streng geprüft werden und unterliegen hohen Qualitätsstandards – Generika sind keine Ausnahme und deshalb nicht schlechter als ihr Originalpräparat.

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