Annahmerichtlinien in der PKV

In der PKV zahlt jeder Versicherte einen individuellen Beitrag. Außerdem kann es vorkommen, dass die PKV einen Interessenten ablehnen muss. Die Gründe dafür liegen in den Annahmerichtlinien. Erfahre, was darin geregelt ist.

Die private Krankenversicherung bietet ihren Kunden die besten Leistungen im Krankheitsfall, moderne Behandlungsmethoden und den unkomplizierten Zugang zu Spezialisten. Das kann jedoch nur funktionieren, wenn die Beiträge und Risiken der Versicherten vorausschauend kalkuliert sind.

Das ist auch der Grund dafür, dass vor dem Vertragsabschluss mit einer PKV – anders als bei einer Krankenkasse – die Gesundheitsprüfung ansteht: Denn das Risiko jedes Einzelnen muss so genau wie möglich bewertet werden und spiegelt sich in einem individuellen Monatsbeitrag wider. Eine wichtige Rolle für die Kalkulation spielen die Annahmerichtlinien in der PKV.

Überblick Annahmerichtlinien PKV

Die Annahmerichtlinien sind versicherungsinterne Vorgaben, mit denen die PKV alle zu versichernden Risiken genau abwägen kann. Sie sind die Entscheidungsgrundlage dafür, wer versichert werden kann. Entspricht ein Antrag nicht den Annahmerichtlinien, darf die PKV ihn ablehnen.

Nicht aufgeben bei Ablehnung

Wurde dein Antrag abgelehnt? Du kannst jederzeit bei anderen privaten Krankenversicherungen einen Antrag stellen, denn die Annahmerichtlinien unterscheiden sich bei den Gesellschaften zum Teil erheblich.

Bei ottonova ist der Antragsprozess übrigens komplett digital.

Wer legt die Annahmerichtlinien fest?

Jede PKV gestaltet ihre Richtlinien selbst. Deshalb findest du bei verschiedenen PKV-Unternehmen auch unterschiedliche Annahmerichtlinien. Diese müssen jedoch gesetzlichen Regeln folgen. Ein relevantes Gesetz ist zum Beispiel das Antidiskriminierungsgesetz (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, AGG). Es soll verhindern, dass Menschen unter anderem wegen ihrer ethnischen Herkunft, ihres Geschlechts oder ihrer Religion benachteiligt werden.

Für wen gelten die Annahmerichtlinien?

Grundsätzlich unterliegen alle Anträge den Annahmerichtlinien. Es gibt jedoch den sogenannten Kontrahierungszwang. Dieser bedeutet, dass ein Versicherer im Basistarif niemanden ablehnen darf.

Bei PKV-Unternehmen, die wie ottonova an der Öffnungsaktion für Beamte teilnehmen, besteht der Kontrahierungszwang auch für diese Personengruppe. Die Versicherer verpflichten sich dazu, Beamte anzunehmen, die wegen ihrer Vorerkrankungen keinen anderen Versicherungsschutz erhalten. Der Risikozuschlag ist dann auf 30 Prozent begrenzt.

Das ist in den Annahmerichtlinien geregelt

Dir als Antragsteller begegnen die Annahmerichtlinien in Form der Gesundheitsfragen. Mit bis zu 14 Fragen zu deiner Gesundheit prüft die PKV, welche Vorerkrankungen eventuell in Zukunft zu erhöhten Gesundheitskosten führen könnten. Sie kann dann abwägen, ob eine Versicherung ohne weiteres möglich ist, ein Risikozuschlag erhoben oder der Antrag abgelehnt werden muss. Viele Versicherer halten sich bedeckt über den Inhalt ihrer Gesundheitsfragen. Bei ottonova bekommst du dagegen maximale Transparenz.


Transparente Gesundheitsprüfung bei ottonova:

Diese Gesundheitsfragen erwarten dich bei uns



Neben den Gesundheitsfragen können die Annahmerichtlinien der privaten Krankenversicherungen auch die folgenden Punkte regeln:

  • versicherbarer Personenkreis
  • allgemeine Versicherungsfähigkeit für Personen mit speziellen Berufen
  • nicht versicherbare Vorerkrankungen
  • Kriterien für den Abschluss eines PKV-Vertrags
  • Tagessätze beim Krankentagegeld
  • das Höchstaufnahmealter
  • die Mindestvertragsdauer

Die Annahmerichtlinien können dabei allgemein gehalten sein oder sich explizit auf einzelne Tarife beziehen.

Übrigens: Die Annahmerichtlinien gelten auch für Zusatzversicherungen. Willst du zum Beispiel eine Zahnzusatzversicherung abschließen, musst du üblicherweise angeben, ob Zahnlücken vorhanden sind.

Was bewirken die Annahmerichtlinien?

Die Annahmerichtlinien sind für PKV-Unternehmen eine wichtige Basis für die Kalkulation. Betrachte es als Teil deiner Altersvorsorge: Nur mit durchdachten Annahmerichtlinien und nachhaltiger Kalkulation entstehen ausgeglichene Versichertenkollektive und können die Beiträge für alle Versicherten bis ins Alter stabiler bleiben.

Im Vergleich dazu wird bei der GKV kein Versicherter abgelehnt. Das führt aber auch dazu, dass die Beiträge immer wieder steigen müssen, wenn viele Kranke hohe Kosten verursachen.

FAQ

Was sind Annahmerichtlinien in der privaten Krankenversicherung?

Die Annahmerichtlinien sind versicherungsinterne Vorgaben, die privaten Versicherern helfen, Risiken der Versicherten genau abzuwägen. Entspricht ein Antrag nicht den Annahmerichtlinien, darf die PKV ihn auch ablehnen.

Was ist konkret in den Annahmerichtlinien geregelt?

Jede PKV kann ihre Annahmerichtlinien individuell gestalten. Eine Gemeinsamkeit sind jedoch die bis zu 14 Gesundheitsfragen, die jeder Antragsteller beantworten muss. Damit schätzt die PKV das individuelle Gesundheitsrisiko ein. Daneben können in den Richtlinien Punkte wie die Mindestvertragsdauer oder nicht versicherbare Vorerkrankungen festgelegt sein

Welche Funktion haben die Annahmerichtlinien?

Sie sind eine wichtige Basis für die Kalkulation von Risiken und Beiträgen. Mit einer nachhaltigen Kalkulation entstehen ausgeglichene Versichertenkollektive. Das sorgt dafür, dass deine Beiträge bis ins Alter stabiler bleiben.

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