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21. Juli 2020

Vollnarkose beim Zahnarzt: Kosten & Beispielfälle

Wenn die Angst vor der Behandlung zu groß ist oder gleich alle vier Weisheitszähne gezogen werden müssen, besteht die Möglichkeit einer Vollnarkose beim Zahnarzt. Doch wie ist das mit den zahnärztlichen Leistungen und was wird von der Krankenversicherung übernommen?

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Eine Zahnbehandlung soll schmerzfrei ablaufen – das ist die wichtigste Voraussetzung für viele Patienten. Damit dies gelingt, verwendet der Zahnarzt abhängig vom Eingriff, der bei dir durchgeführt wird, schmerzausschaltende Mittel. Am bekanntesten ist dabei wohl die örtliche Betäubung, die dir mit einer kleinen Spritze das Leben erleichtern soll.

Doch nicht immer genügt das. Es gibt Patienten, die sich am liebsten ausschließlich in Vollnarkose behandeln lassen würden. Nicht nur, weil sie dann keine Schmerzen spüren. Sondern auch, damit sie von der Behandlung gar nicht erst etwas mitbekommen  vor allem keine Geräusche wie die vom Bohrer - und keine negativen Erinnerungen hervorgerufen werden. Eine Behandlung unter Vollnarkose erscheint zwar auf den ersten Blick bequem, jedoch stellt sie eine größere Belastung für den Körper dar und ist zudem sehr aufwendig. Hinzukommt: Nur in seltenen Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Vollnarkose. 

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Wann übernimmt die Krankenversicherung die Kosten für eine Vollnarkose beim Zahnarzt?

Die gesetzlichen Krankenversicherungen orientieren sich bei der Übernahme der Kosten für eine Vollnarkose beim Zahnarzt an der medizinischen Notwendigkeit. Diese ist in folgenden Fällen gegeben:

  • Bei Kindern unter 12 Jahren, die sich weigern, die Behandlung vom  Zahnarzt durchführen zu lassen und deswegen auch nicht unter örtlicher Betäubung behandelt werden können
  • Wenn bei Patienten wegen einer organischen Erkrankung oder Allergie keine Beruhigungsmittel oder örtlichen Betäubungsmittel gegeben werden dürfen
  • Wenn Patienten wegen mangelnder Kooperation bei geistiger Beeinträchtigung oder schweren Bewegungsstörungen eine Vollnarkose benötigen
  • Bei Patienten, bei denen ein größerer chirurgischer Eingriff bevorsteht, der nicht unter örtlicher Betäubung vorgenommen werden kann
  • Bei schweren, ärztlich anerkannten Angstreaktionen, die eine Behandlung unter örtlicher Betäubung nicht zulassen

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Bedeutet es, dass in anderen Fällen eine Behandlung unter Vollnarkose beim Zahnarzt ausgeschlossen ist?

Nein, wenn auf dich keiner der genannten Punkte zutrifft, du aber dennoch aus bestimmten Gründen eine Behandlung in Vollnarkose – beispielsweise für die Entfernung aller vier Weisheitszähne gleichzeitig – wünschst, ist dies möglich. Dein Zahnarzt spricht mit dir hierfür die Möglichkeiten ab, jedoch musst du in diesem Fall die Kosten für die Narkose und den Mehraufwand im Sinne einer Privatleistung selbst tragen. Die angesprochene Behandlung kann nämlich auch schrittweise in mehreren Sitzungen erfolgen, für die eine örtliche Betäubung ausreicht.

Vollnarkose beim Zahnarzt: Das sind die Kosten

Die Kosten für die Narkose sind abhängig von Art und Aufwand der Behandlung. Für einen einstündigen zahnmedizinischen Eingriff fallen ungefähr 250-300 Euro an. Neben der zahnärztlichen Behandlung an sich, entstehen nämlich Aufwand und Kosten für:

  • Voruntersuchungen und Aufklärungsgespräch 
  • Das gewählte Narkoseverfahren und die entsprechenden Medikamente
  • Den Anästhesisten und das Team

Wann ist eine Zahnbehandlung unter Vollnarkose sinnvoll?

Bei langen, aufwendigen Operationen an Wurzeln, Zähnen oder Kiefer kann eine Vollnarkose sinnvoll sein. Beispiele sind das Setzen von Zahnimplantaten oder das Ziehen von mehreren Zähnen, oft den Weisheitszähnen. Hier kann auch die örtliche Betäubung an ihre Grenzen stoßen.

Angstpatienten: Eine Vollnarkose als Ausweg?

Ganz unabhängig von der Art und dem Umfang der Behandlung gibt es auch psychische Gründe, die für eine Vollnarkose sprechen können. Bei einer Dentalphobie – wenn allein der Gedanke an die Zahnbehandlung schon Tage vorher Stress und Panikattacken auslöst – kann eine Vollnarkose die einzige Möglichkeit sein, überhaupt eine Behandlung durchzuführen und so für ein gesundes Gebiss beim Patienten zu sorgen. 

Es gibt Patienten, die allein aus Furcht über Jahrzehnte nicht zum Zahnarzt gehen – bis sie an einen Punkt gelangen, wo es vor Schmerzen einfach nicht mehr geht oder schon der gesamte Körper betroffen ist. An diesem Punkt ist eine Behandlung fast immer schmerzhaft und belastend, gerade in entzündetem Gebiet, kann eine örtliche Betäubung nicht mehr so gut wirken. Lässt sich der Patient ausschließlich unter Vollnarkose vom Zahnarzt behandeln, hat die Risiko-Nutzen-Auswertung in diesem Fall für Angstpatienten eine positive Bilanz. 

Dass die Angst vor dem Zahnarzt überdurchschnittlich häufig vorkommt, haben auch die Krankenversicherungen erkannt, weswegen einige Zahnzusatzversicherungen die erweiterte Schmerzausschaltung in ihr Leistungsportfolio aufgenommen haben.

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Welche Alternativen gibt es zur Vollnarkose?

Für Narkoseverfahren beim Zahnarzt gibt es folgende Optionen:

  • Intravenös
    Hierbei werden Narkosemittel in das Blutgefäß, die Vene, injiziert. Diese setzen sich zusammen aus Hypnotika (Schlafmitteln), Relaxantien (muskelentspannenden Mitteln) und Analgetika (hochwirksamen Schmerzmitteln).
  • Lachgas
    Auch Inhalations-Narkotika, die über die Atemluft zugeführt werden, kommen beim Zahnarzt zum Einsatz. Die narkotisch wirkenden Gase, wie beispielsweise Lachgas, haben eine hypnotische und muskelentspannende Wirkung. Der Patient bleibt während der Behandlung ansprechbar, da er nicht das Bewusstsein verliert. Das Lachgas-Verfahren kann auch ohne Anästhesisten in der Zahnarztpraxis durchgeführt werden.
  • Dämmerschlaf
    Bei der Analgosedierung fallen Patienten nicht in einen Tiefschlaf, sondern „nur“ in einen Dämmerschlaf. Sie setzt sich zusammen aus einem Schmerz- und einem Beruhigungsmittel.

Risiken und Voraussetzungen: Für wen sich die Vollnarkose nicht eignet

Wichtig dafür, dass der Körper die anstrengende Prozedur einer Vollnarkose gut übersteht, ist vor allem der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten. Eine Narkose stellt eine Belastung für den Körper dar: Es können Risiken, Nebenwirkungen und gesundheitliche Folgen mit dem Verfahren verbunden sein. Im Falle einer schwerwiegenden Vorerkrankung und bestimmten chronischen Leiden, etwa einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, bei bestimmten Allergien, früheren Operationen oder einer Schwangerschaft kann es sein, dass eine Vollnarkose nicht oder nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist. Das Risiko wägt der Anästhesist in einem Vorgespräch ab.

Sprich mit deinem Zahnarzt doch mal über die Möglichkeiten einer erweiterten Schmerzausschaltung, solltest auch du einer der vielen Angstpatienten in Deutschland sein. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst und dich vor finanziellen Fallen absichern möchtest, lohnt sich definitiv ein Blick auf eine Zahnzusatzversicherung!

Blog Autor
ÜBER DEN AUTOR

Jeanette Stowasser

Jeannette ist Online-Redakteurin für Gesundheit und schreibt seit 2011 Artikel, E-Books und Whitepaper zu den verschiedensten medizinischen Themen.

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