Zahnzusatzversicherung Kieferorthopädie: Wer zahlt?

Deckt eine Zahnzusatzversicherung Leistungen der Kieferorthopädie ab – oder lediglich Implantate und andere zahnmedizinische Behandlungen? Was übernimmt die gesetzliche Krankenkasse bei Zahnspangen und wann ist der Abschluss von Zahnzusatz inkl. Kieferorthopädie ratsam? Wir haben alle Antworten!

Zusatzversicherung Kieferorthopädie B

Das Wichtigste in Kürze

Zahnspangen sind längst nichts Ungewöhnliches mehr. Über die Hälfte der Kinder und Jugendlichen eines Jahrgangs braucht eine Klammer – und auch immer mehr Erwachsene lassen ihr Gebiss mithilfe einer Zahnspange begradigen. Während bei den Kleinen die gesetzliche Krankenkasse bei mittleren, schweren und sehr schweren Fehlstellungen die Kosten für die Spange übernimmt, gehen erwachsene Patienten in der Regel leer aus. Eine Zahnzusatzversicherung, die Leistungen der Kieferorthopädie miteinschließt, kann vor hohen Kosten schützen.

Ist eine private Zusatzversicherung für Kieferorthopädie sinnvoll?

Ein strahlendes Lächeln mit weißen, geraden Zähnen – wer träumt nicht davon? Um Fehlstellungen des Kiefers und der Zähne frühzeitig zu korrigieren und teure Folgebehandlungen zu vermeiden, tragen immer mehr Kinder und Jugendliche Zahnspangen. 

„Die Zahl hat sich im Vergleich zu früheren Jahrzehnten erhöht“, bestätigte Gundi Mindermann, Bundesvorsitzende des Berufsverbandes der Deutschen Kieferorthopäden, gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger

Bedeutet das, dass Fehlstellungen wie Kreuzbiss oder Rück- bzw. Vorbiss des Unterkiefers heute öfter vorkommen? Nicht unbedingt: Früher haben Zahnmediziner einfach bleibende Zähne gezogen, damit die restlichen Zähne gerade stehen können. Heute gilt die Zahnspange als Mittel der Wahl, um ein gesundes Lächeln zu ermöglichen – und das auch bei Erwachsenen.

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Selbst wenn du schon über 18 bist, kann dir eine Zahnspange dabei helfen, dein Lächeln zu verschönern. Angst vor einem peinlichen „Stahlgebiss“ oder einem „Braceface“ muss dabei niemand haben: Inzwischen gibt es angenehme, optisch ansprechende Lösungen wie transparente und innenliegende Zahnspangen.

Doch wie sieht es mit der Kostenübernahme von Behandlungen der Kieferorthopädie bei Erwachsenen und Kindern aus? Kommt die gesetzliche Versicherung für Leistungen der Kieferorthopädie auf? Oder schützt dich nur eine private Zahnzusatzversicherung vor den hohen Kosten, die eine Zahnspange verursachen kann? Wir klären im Folgenden, welche Versicherung für die Zahnspange aufkommt und ob privater Zahnzusatz Behandlungen der Kieferorthopädie abdeckt.

Welche Maßnahmen fallen unter die Kieferorthopädie?

Wenn der Zahnarzt bei dir oder deinem Kind eine Zahnfehlstellung, eine Kieferfehlstellung oder eine Zahnfleischfehlbildung feststellt, wird er euch an einen Kieferorthopäden überweisen. Die Kieferorthopädie ist ein Teilgebiet der ästhetischen Zahnmedizin: Durch verschiedene Maßnahmen versucht der Kieferorthopäde, seinem Patienten das Kauen, das Sprechen, das Zähneputzen und natürlich das Lächeln angenehmer zu machen. Dazu entfernt er zum Beispiel überschüssiges Zahnfleisch bzw. begradigt ungleiches Zahnfleisch, fertigt Aufbissschienen an und berät zu den Möglichkeiten, die verschiedene Zahnspangen-Modelle bieten.

Es gibt zum Beispiel herausnehmbare Spangen, mit denen leichte Zahnfehlstellungen korrigiert werden können. Sie sind in der Regel günstiger als feste Spangen, müssen allerdings konsequent getragen werden, um eine erfolgreiche Behandlung zu gewährleisten. Daneben gibt es festsitzende Spangen wie die bekannten Edelstahl-Brackets, die außen auf die Zähne geklebt werden. Unauffälligere Lösungen, wie zum Beispiel durchsichtige Brackets und auf der Zahninnenseite angebrachte Spangen, sind für viele Patienten eine angenehme Möglichkeit, ihr Lächeln zu verschönern – diese sind jedoch mit höheren Kosten verbunden.

Empfehlung:

Eine rechtzeitig abgeschlossene Zahnzusatz-Versicherung, die Leistungen der Kieferorthopädie für Erwachsene und/oder Kinder miteinschließt, kann dich vor hohen Kosten schützen.

Wie teuer ist eine Zahnspange? Was übernimmt die Versicherung? 

Was eine Zahnspange kostet und ob die gesetzliche Krankenkasse die entstehenden Kosten trägt, ist von drei wesentlichen Faktoren abhängig:

  1. Wer braucht die Zahnspange? 
  2. Wie gravierend ist die diagnostizierte Fehlstellung? 
  3. Sind Sonderleistungen wie eine transparente oder eine innenliegende Zahnspange gewünscht? 

Kieferorthopädie für Kinder

In der Regel beläuft sich die Rechnung vom Kieferorthopäden auf mehrere tausend Euro. Bei Kindern und Jugendlichen springt die GKV im Rahmen einer medizinischen Grundversorgung ein, wenn die Fehlstellung von Kiefer bzw. Zähnen mittelschwer, stark ausgeprägt oder sehr stark ausgeprägt ist. Entscheidend ist die Einordnung der Diagnose in die sogenannten kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG): Alles ab KIG 3 ist bei Kindern und Jugendlichen Kassenleistung. Die Korrektur von leichteren Fehlstellungen müssen die Eltern aus eigener Tasche bezahlen. Auch schmerzärmere, optisch schönere und pflegeleichtere Lösungen wie unsichtbare Zahnspangen werden von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen. 

Aus diesem Grund kann der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung auch für Kinder sinnvoll sein – sofern diese Leistungen der Kieferorthopädie übernimmt, die nicht von der GKV abgedeckt werden. Ein Versicherungs-Vergleich lohnt sich, denn nicht jede private Zahnzusatzversicherung zahlt auch kieferorthopädische Behandlungen bei den Kleinen.

Gut zu wissen für Eltern:

Um eine Zahnzusatzversicherung mit Kieferorthopädie bei Kindern ohne Wartezeit abzuschließen, solltest du nicht allzu lange zögern. Denn sobald der Zahnarzt bzw. der Kieferorthopäde eine Fehlstellung beim Nachwuchs entdeckt hat, kann die PKV bestimmte Leistungen ausschließen. Es wird daher empfohlen, bereits vor dem Zahnwechsel eine Zahnzusatzversicherung für Kinder abzuschließen – also wenn die Kleinen drei oder vier Jahre alt sind.

Kieferorthopädie für Erwachsene

Für Erwachsene, die eine Korrektur durch eine Zahnspange wünschen, hat die GKV schlechte Nachrichten: In den meisten Fällen zahlt die gesetzliche Krankenkasse nichts, der Patient bleibt auf den Kosten sitzen. Nur nach Unfällen oder wenn eine schwere Kieferanomalie vorliegt, die neben einer Zahnspange auch einen kieferchirurgischen Eingriff erforderlich macht, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Erwachsene dafür, eine private Zahnzusatzversicherung abzuschließen, die Leistungen der Kieferorthopädie beinhaltet. Im Internet tauschen sie sich über ihre Erfahrungen aus und geben Tipps für geeignete Anbieter. 

Tipp: Wer nicht stundenlang Erfahrungsberichte lesen und Preise vergleichen will, sollte auf den Testsieger der Stiftung Warentest vertrauen: die Zahnzusatzversicherung von ottonova!

In welchem ottonova Tarif ist die Kieferorthopädie enthalten?

Bei ottonova hast du die Wahl zwischen drei verschiedenen Tarifoptionen. Eine bis zu 100%ige Erstattung der Kosten für Kieferorthopädie bei Kindern ist in unserem Business Class Tarif „ottonova Zahn 85“ und im First Class Tarif „ottonova Zahn 100“ enthalten. Kieferorthopädische Behandlungen bei Erwachsenen werden im First Class Tarif „ottonova Zahn 100“ zu 100% übernommen. 

Übrigens: Sowohl der Business Class Tarif als auch der First Class Tarif der Zahnzusatzversicherung von ottonova wurden von der Stiftung Warentest mit „sehr gut“ bewertet. 


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