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26. April 2021

Impftermin Corona: Wie ist die Vergabe geregelt?

Endlich: Der Impfstoff gegen Covid-19 ist da! Doch leider reichen die produzierten Mengen bisher nicht aus, um alle Impfwilligen umgehend damit zu versorgen. Wer ist zuerst dran? Wie bekommst du einen Corona-Impftermin? Wir verraten es dir.

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Abstandsregeln, Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht: Seit einem knappen Jahr hält uns das Coronavirus in Atem. Da ist es kein Wunder, dass die Sehnsucht nach unserem alten Leben vor der Pandemie, nach Kneipenbesuchen, Festivals oder einfach nur nach Umarmungen, inzwischen fast unerträglich geworden ist. Die freiwillige Corona-Schutzimpfung ist unsere große Chance, mittelfristig zur Normalität zurückkehren zu können. Derzeit sind in der Europäischen Union vier Impfstoffe zugelassen – die mRNA-Vakzine von BioNTech und Moderna sowie die Vektorimpfstoffe von AstraZeneca und Johnson&Johnson. Weitere wie der von CureVac könnten demnächst folgen. 

Allerdings ist die Produktion, Lagerung und Verteilung der Impfstoffe so aufwendig, dass momentan nicht genügend davon vorhanden ist, um allen Impfwilligen sofort einen Piks zu verpassen. Deshalb hat das Bundesgesundheitsministerium in seiner Impfverordnung genau festgelegt, wer wann geimpft werden kann. Wir zeigen dir, welche Regelung beim Projekt „Impfen gegen Corona“ gilt.

ottonova Impfungen

Alle Standardimpfungen im Überblick

Lade die jetzt unseren Impfkalender herunter und überprüfe wann und ob du deine Standardimpfungen auffrischen lassen solltest.

Vorsicht! Die Corona-Regelungen können sich immer wieder ändern. Informiere dich also regelmäßig über den aktuellen Stand! Zum Beispiel auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums oder deines zuständigen Landesministeriums.


Wichtiges Werkzeug bei der Bekämpfung von Krankheiten:

So funktioniert ein Impfstoff gegen Viren


Wer bekommt zuerst einen Corona-Impftermin?

Begonnen wird mit denjenigen, die ein besonders hohes Risiko haben, einen schweren Verlauf der Lungenkrankheit Covid-19 zu erleiden sowie mit denjenigen, die einem sehr hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. Um den derzeit knappen Impfstoff gerecht zu verteilen, hat das Bundesgesundheitsministerium die Menschen in Gruppen eingeteilt: Momentan werden nur Impfwillige aus Gruppe 1 und Gruppe 2 gegen Covid-19 geimpft, in den kommenden Wochen und Monaten sollen Personen aus Gruppe 3 und alle ohne Prioritätsstatus folgen, die ein Impfangebot wahrnehmen möchten.

Aktualisierung: Bund und Länder haben sich am 26. April darauf verständigt, dass die Impfpriorisierung ab Juni 2021 aufgehoben werden soll.

So sieht die Prioritätenliste der Bundesregierung aus:

Gruppe 1:

  • 80 Jahre und älter
  • Bewohner und Personal von Senioren- und Altenpflegeheimen sowie von ambulanten Pflegediensten
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit besonders hohem Ansteckungsrisiko, beispielsweise im Rettungsdienst, in Notaufnahmen und auf Covid-19-Stationen
  • Personal, das in medizinischen Einrichtungen Kontakt zu besonders gefährdeten Personen hat

Gruppe 2:

  • 70 Jahre und älter
  • Menschen mit einem hohen Risiko für einen tödlichen Krankheitsverlauf, etwa aufgrund einer Demenz, einer geistigen Behinderung, Trisomie 21 oder nach einer Organtransplantation
  • Enge Kontaktpersonen von Schwangeren und Pflegebedürftigen
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit einem hohen Ansteckungsrisiko, zum Beispiel Ärzte und Pfleger mit regelmäßigem direkten Patientenkontakt
  • Polizisten und Ordnungskräfte
  • Personal im öffentlichen Gesundheitsdienst in relevanten Positionen
  • Bewohner und Beschäftigte in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen

Gruppe 3:

  • 60 Jahre und älter
  • Personen mit folgenden Vorerkrankungen: Adipositas, chronische Nierenerkrankung oder Lebererkrankung, Immunschwäche oder HIV-Infektion, Diabetes mellitus, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen, Vorhofflimmern, koronare Herzkrankheit oder Bluthochdruck, Erkrankungen der Blutgefäße im Gehirn oder Schlaganfall, Krebs, COPD oder Asthma bronchiale, Autoimmunerkrankungen oder rheumatische Erkrankungen
  • Personal in Schlüsselpositionen der Bundes- und Landesregierungen
  • Beschäftigte in der kritischen Infrastruktur, zum Beispiel in Apotheken, im Transportwesen und im Einzelhandel
  • Lehrer und Erzieher
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit niedrigem Ansteckungsrisiko, etwa im Labor
  • Personen mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen

Impfen ja oder nein?

Eine Entscheidungshilfe


Wann also wird dein Corona-Impftermin sein? Wenn du zu keiner dieser drei Gruppen gehörst, kannst du voraussichtlich frühestens im Sommer gegen Covid-19 geimpft werden. Wer es genauer wissen möchte, findet im Internet einen kostenlosen Impftermin-Rechner, der auf Basis persönlicher Daten wie Alter, Beruf und Vorerkrankungen einen ungefähren Zeitraum für die Impfung ausspuckt. Doch egal, wann du an der Reihe bist: Wir haben schon jetzt alle Infos für dich zur Impfterminvergabe in deinem Bundesland.

Übersicht Bundesländer: So werden die Termine für die Corona-Impfung vergeben

Für die Organisation der Corona-Impftermine sind die einzelnen Bundesländer zuständig. Geimpft wird derzeit vor allem durch mobile Impf-Teams, die Bewohnern und Personal von Pflegeeinrichtungen auf Wunsch ihre Dosen verabreichen. Darüber hinaus wurden in ganz Deutschland Impfzentren eingerichtet, die eine optimale Kühlung des empfindlichen Impfstoffs gewährleisten. Sobald genügend Impfstoff zur Verfügung steht, sollen auch Hausärzte und Fachärzte die freiwillige Impfung bei ihren Patienten durchführen. Aktuell werden jedoch nur impfberechtigte Personen geimpft. Die Vergabe der Corona-Impftermine läuft folgendermaßen ab:

Baden-Württemberg

Sofern genügend Impfstoff zur Verfügung steht, können in den Impfzentren Baden-Württembergs pro Tag rund 1.500 Menschen geimpft werden. Wer zu den berechtigten Personen zählt und eine Impfung erhalten möchte, kann sich telefonisch unter der Nummer 116117 anmelden. Online kann der Corona-Impftermin unter impfterminservice.de gebucht werden. Allgemeine Infos zum Impfprozess gibt es über die Corona-Hotline 0711 904-39555.

Bayern

Die Terminvergabe erfolgt online über die Plattform impfzentren.bayern oder über die Rufnummer der Kassenärztlichen Vereinigung: Wer die 116117 anruft, wird direkt mit dem richtigen Impfzentrum verbunden. Welches bayerische Impfzentrum für dich zuständig ist, hängt von deiner Postleitzahl ab. Darüber hinaus werden Über-80-Jährige, die nicht im Heim leben, per Brief über ihre Impfmöglichkeit informiert.

Berlin

Aktuell kann nur geimpft werden, wer eine schriftliche Einladung vom Berliner Senat bzw. von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung bekommen hat. Der Brief enthält einen Code, mit dem ein Termin in einem der Berliner Impfzentren per Telefon oder online gebucht werden kann.

Brandenburg

Über die Rufnummer 116117 können Impftermine vereinbart werden. Weitere Infos finden Interessierte im Internet unter brandenburg-impft.de. In den neun brandenburgischen Zentren sollen jeweils sechs Impfteams bis zu zehn Menschen pro Stunde impfen können.

Bremen

Über das Impftermin-Buchungssystem der Stadt Bremen erhältst du deinen persönlichen Zugangscode für die Impfterminvergabe. Mit diesem kannst du online deinen Corona-Impftermin buchen. Wenn du zur berechtigten Gruppe zählst, die aktuell geimpft werden kann, erhältst du einen Brief mit einer Einladung zur Impftermin-Vergabe.

Hamburg

Impfberechtigte Hamburger werden informiert, dass sie ihren Termin telefonisch unter 116117 oder online beim Impfterminservice der Kassenärztlichen Vereinigung buchen können. Ob momentan Termine frei sind, können Impfwillige auf der entsprechenden Infoseite der Stadt Hamburg einsehen.

Hessen

Wer eine Impfberechtigung vorweisen kann, kann sich telefonisch unter 116117 oder digital beim Impfterminservice des Landes Hessen anmelden. Sobald die Bewohner und Mitarbeiter von Alten- und Pflegeheimen sowie das Krankenhauspersonal geimpft sind, sollen die hessischen Impfzentren schrittweise ihren Betrieb aufnehmen.

Mecklenburg-Vorpommern

Per Brief werden berechtigte Personen zur Impfung eingeladen – zunächst Über-80-Jährige sowie Pflegekräfte und medizinisches Personal. Danach werden Personen aus den Gruppen 2 und 3 angeschrieben. Unter der Nummer 0385 20271115 können Impfwillige ihren Termin vereinbaren.

Niedersachsen

Seit Ende Januar können Impfberechtigte ihren Termin bei der zentralen Hotline 0800 9988665 vereinbaren. Alternativ kann der Corona-Impftermin über das niedersächsische Impfportal gebucht werden. Wenn du zu den Berechtigten zählst, erhältst du einen Brief mit einer Impfeinladung. Schwerpunktmäßig soll zunächst in den Hotspots geimpft werden.

Nordrhein-Westfalen

Wer in NRW lebt und zum impfberechtigten Personenkreis gehört, soll eine Einladung per Brief erhalten. Das betrifft derzeit vor allem Menschen über 80, die nicht in Heimen untergebracht sind. Seit Ende Januar sind folgende Hotlines für die Terminvergabe erreichbar: 0800 116 117-01 für Nordrhein/Rheinland und 0800 116 117-02 für Westfalen-Lippe. Weitere Informationen zum Impfablauf gibt es auf den Seiten von Nordrhein-Westfalen bzw. Westfalen-Lippe.

Rheinland-Pfalz

Die Terminvergabe ist für Berechtigte unter der Rufnummer 0800 5758100 sowie über das Impftermin-Buchungssystem des Landes Rheinland-Pfalz möglich. Insgesamt gibt es in diesem Bundesland 31 Standorte, an denen Impfungen durchgeführt werden können.

Saarland

Telefonisch können berechtigte Personen Corona-Impftermine unter 0681 5014422 und 0800 9991599 vereinbaren. Online ist die Terminbuchung über das Impfportal des Saarlands möglich. Wie überall in Deutschland sind die Impftermine derzeit schnell ausgebucht. Sollten Termine abgesagt oder storniert werden, werden diese rasch im System wieder freigeschaltet.

Sachsen

Sachsen ist derzeit besonders stark von der Pandemie betroffen. Impfwillige können ihren Corona-Impftermin im Moment ausschließlich online über das Buchungssystem des Landes vereinbaren. Die Hotline 0800 0899 089 soll demnächst telefonische Terminvergaben ermöglichen.

Sachsen-Anhalt

Über die Rufnummer 116117 sowie über den Online-Impfterminservice der Kassenärztlichen Vereinigung werden die Impftermine an berechtigte Personen vergeben. Sobald genügend Impfstoff zur Verfügung steht, werden alle 14 Impfzentren des Landes ihren Betrieb aufnehmen. Eine Impfung ist dort nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.

Schleswig-Holstein

Impfberechtigte bekommen ihren Termin telefonisch unter der Rufnummer 116117. Online können Corona-Impftermine über das Buchungsportal des Landes Schleswig-Holstein vereinbart werden. Die Impfzentren nehmen nach und nach ihren Betrieb auf – abhängig von der Verfügbarkeit des Impfstoffs.

Thüringen

Mithilfe des thüringischen Online-Buchungssystems oder über die Telefonnummer 03643 4950490 können Impfberechtigte ihren Impftermin ausmachen. Über das Land verteilt gibt es 29 Impfzentren, in denen Impfwillige geimpft werden können, sobald genügend Vakzin zur Verfügung steht.

Aufgrund der großen Nachfrage kann es zu kurzzeitigen Überlastungen der Telefon- und/oder Online-Services zur Impfterminvergabe kommen. Falls du für dich oder für deine Angehörigen einen Corona-Impftermin ausmachen möchtest, musst du also unter Umständen etwas Geduld haben. 

In der Zwischenzeit informieren wir dich im ottonova Magazin umfassend rund um das Thema Corona: Du erfährst zum Beispiel, wie ein Corona-Test abläuft, wie du trotz Pandemie sicher reisen kannst und wie gut Masken vor einer Infektion schützen.

Blog Autor
ÜBER DEN AUTOR

Natalie Decker

Natalie arbeitet seit 15 Jahren als Redakteurin. Neben Lifestyle-Themen wie Kochen und Reisen gehören Medizin & Gesundheit zu ihren Schwerpunkten. Sie schreibt unter anderem für das Online-Portal gesund-vital.de und den Ratgeber-Verlag Gräfe und Unzer.

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