Steuern sparen durch Vorauszahlungen: Wie geht das?

Als echter Finanzfuchs suchst du immer nach der besten Möglichkeit Steuern zu sparen? Wenn du selbstständig bist, haben wir einen weiteren Trick für dich, den du vielleicht noch nicht kennst: Zahle deinen PKV-Beitrag für das kommende Jahr im Voraus. Erfahre, ob es sich für dich lohnt.

Steuern Sparen Vorauszahlung B

Du sorgst ohnehin schon für dein Alter vor, hast vielleicht ein Aktiendepot und legst jeden Monat etwas in einem ETF an. Bei der Krankenversicherung hast du dich als Gutverdiener für die PKV entschieden, um das Beste für dich, deine Gesundheit und deinen Geldbeutel rauszuholen. Und auch bei der Steuer versuchst du zu optimieren. 

Für Selbstständige bietet sich die Möglichkeit steuern zu sparen, indem sie ihre Beiträge zur Krankenversicherung im Voraus für das ganze Jahr bezahlen. Wir erklären dir wie und warum sich dieses Steuersparmodell nicht für Angestellte lohnt.

Steuervorteile mit der PKV 

Anfang 2020 wurde das Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung nach zehn Jahren überarbeitet.

PKV-Kunden können aufgrund dieser Gesetzesänderung in diesem Jahr ihre Versicherungsbeiträge bis zu drei Jahre vorauszahlen und das in der Steuererklärung beim Finanzamt geltend machen. Zuvor war die Vorauszahlung nur bis zu 2,5 Jahre im Voraus möglich.

Das betrifft Beiträge für die Kranken- und Pflege-Pflichtversicherung sowie Tarife mit Beitragsentlastungen. Darunter fallen die Tarife, die Altersrückstellungen bilden und mit denen du so für das Alter vorsorgst. Bei ottonova sind dies alle Tarife bis auf die Sondertarife für Expats, die allerdings auf fünf Jahre begrenzt sind. Sowie die Beamtenanwärtertarife. Auch diese bilden während der Beamtenausbildung keine Altersrückstellungen.

Diese Beiträge können im Jahr, in dem sie überwiesen werden, als Sonderausgaben in unbegrenzter Höhe in der Einkommenssteuererklärung abgesetzt werden. 

Dieser Effekt greift aber nur für PKV-Versicherte. GKV-Versicherte haben hier das Nachsehen, da sie ihre Beiträge ja nicht selbst an die Versicherung überweisen.

Wie genau spare ich Steuern durch Vorauszahlungen?

Als Steuerpflichtiger hast du generell die Möglichkeit zum einen deine Basisabsicherung in der Kranken- und Pflegeversicherung abzusetzen. Das heißt, du kannst deine Beiträge zur Krankenversicherung- und Pflegeversicherung in der Steuererklärung angeben. Darüber hinaus hast du aber auch die Möglichkeit „sonstige Vorsorgebeiträge“ anzugeben und abzusetzen.

Beim Finanzamt werden hier aber nur Beiträge in maximaler Höhe von 1.900 Euro für Angestellte und Beamte oder 2.800 € für Selbstständige berücksichtigt. Aber auch nur, wenn diese Maximalgrenze nicht schon von den Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft ist.

Du siehst: Da bleibt nicht viel Spielraum, damit zusätzliche sonstige Vorsorgebeiträge überhaupt vom Finanzamt anerkannt werden.

Wenn du jetzt aber deine PKV-Beiträge schon im Voraus für das nächste Jahr zahlst, schöpfst du zwar die Höchstgrenze für 2021 voll aus. Im nächsten Jahr hast du dann aber deutlich mehr Spielraum: Weil der Basis-Tarif schon bezahlt ist, kannst du jetzt andere Vorsorge-Aufwendungen und Zusatzversicherungen absetzen.

Der finanzielle Vorteil durch dieses Steuersparmodell kann nach Angaben des Verbandes für private Krankenversicherungen mehrere Tausend Euro betragen.

Warum sich dieses Modell für Angestellte nicht lohnt

Richtig ist: die Beiträge können im Voraus bezahlt werden und führen im Jahr der Beitragszahlung zu geringeren Steuerzahlungen.

Allerdings gibt es für Angestellte einen Haken: Der sonst steuerfreie Arbeitgeberzuschuss zu deiner Krankenversicherung ist im Folgejahr der Beitragszahlung dann nicht mehr steuerfrei, da keine Beiträge zur PKV gezahlt werden. Der Zuschuss wird dann steuerlich wie ein Bruttoeinkommen behandelt. Dies führt unter dem Strich zu höheren Steuerzahlungen als ohne Vorauszahlung. 

Die Vorauszahlung der Krankenversicherungsbeiträge ist also nur für Selbstständige interessant, da diese keinen Arbeitgeberzuschuss erhalten und ihren Krankenversicherungsbeitrag in kompletter Höhe selbst zahlen.

ottonova akzeptiert Vorauszahlungen über 12 Monate

Die Konditionen der einzelnen privaten Versicherungsgesellschaften unterscheiden sich dabei deutlich voneinander.

Wir bei ottonova akzeptieren für die Krankenvollversicherungen und die Pflegepflichtversicherung Vorauszahlungen von bis zu einem Jahr. Beitragsnachlässe gibt es wie bei vielen anderen privaten Krankenversicherern aber nicht.

Dafür sind unsere Beiträge ohnehin günstiger als die vieler anderer privater Krankenversicherer, die ihre Beiträge ab 2021 deutlich erhöhen müssen. Denn wir bei ottonova berechnen unsere Beiträge mit einem zukunftssicheren Rechnungszins und können somit unsere Beiträge stabil halten. Wir garantieren dir sogar, dass deine Beiträge bei uns bis mindestens ins Jahr 2022 nicht steigen werden.

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