Krankenversicherung in der Elternzeit

Den besten Versicherungsschutz für die eigene Gesundheit zu finden, erfordert Weitblick: Neben deinen Karrierewünschen ist auch deine Familienplanung ein wichtiger Faktor für die richtige Entscheidung. Wir zeigen dir anhand von praktischen Beispielen, welchen Einfluss die Elternzeit auf deinen Beitrag hat.

 

Das erwartet dich hier.

Wenn du dich mit der privaten Krankenversicherung (PKV) auseinandersetzt, begegnet dir früher oder später die Aussage: Die PKV ist nichts für Familien. Abgesehen davon, dass es dabei ganz auf den Einzelfall ankommt, ist diese Aussage inzwischen verstaubt. Denn längst gibt es neben der typischen kinderreichen Familie, für die nur ein Elternteil den Unterhalt verdient, auch unzählige Familienkonstellationen, in denen eine PKV durchaus Sinn machen kann.

Die folgenden Beispiele zeigen dir, wie sich dein Beitrag während der Elternzeit verhält, je nachdem, wo du und dein Partner versichert sind. Als Basis für die Szenarien dient die Familie Schmidt: Er ist 34, sie 32 und der kleine Schmidt Junior hat gerade vor einem Monat das Licht der Welt erblickt. In den einzelnen Szenarien sind verschiedene Parameter angepasst. Damit erkennst du zum Beispiel auf einen Blick, welchen Einfluss das Einkommen auf den Beitrag hat.

Eine Versicherung für die ganze Familie

Die drei einfachsten Szenarien sehen vor, dass beide Ehepartner das gleiche Versicherungssystem gewählt haben. Ob sie die Wahl zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) oder der PKV haben, hängt davon ab, ob sie selbstständig oder verbeamtet und ob ihr Gehalt die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) übersteigt – diese Grenze liegt aktuell (2019) bei 60.750 €.

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Szenario 1: Beide Eltern sind freiwillig versichert in der GKV

  • Vater und Mutter Schmidt verdienen mehr als 60.750 € im Jahr. Sie haben die Wahl zwischen PKV und GKV und haben sich entschlossen, freiwillig in der GKV versichert zu sein.
  • Vater Schmidt zahlt den Höchstbeitrag in der GKV. Dieser orientiert sich an der Beitragsbemessungsgrenze, die aktuell bei 4.537,50 € liegt.
  • Mutter Schmidt zahlt während ihrer Elternzeit keinen Beitrag.
  • Der kleine Schmidt Junior ist kostenfrei familienversichert.
GKV-Beitrag (gerundet)
Vater
34 Jahre, über JAEG, angestellt
842 €
Mutter
32 Jahre, über JAEG, angestellt
0 €
Kind
0 €
Gesamtbeitrag
842 €
Arbeitgeberanteil:
421 €
Monatsbeitrag:
421 €
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Szenario 2: Beide Eltern sind privatversichert

Das dritte Szenario ist ganz einfach: Da die Gehälter beider Eltern über der JAEG liegen, können sich alle Familienmitglieder privatversichern. Für jedes Familienmitglied wird dabei in der Elternzeit und darüber hinaus ein individueller Beitrag fällig.

GKV-Beitrag (gerundet, ottonova Business Class)
Vater
34 Jahre, über JAEG, angestellt
589 €
Mutter
32 Jahre, über JAEG, angestellt
560 €
Kind
164 €
Gesamtbeitrag
1.313 €
Arbeitgeberanteil:
388 €
Monatsbeitrag:
925 €

Eine Familie, verschiedene Versicherungsmöglichkeiten

Spannend wird es nun, wenn Mutter und Vater in unterschiedlichen Systemen versichert sind. Wir zeigen dir in den folgenden Szenarien, was passiert, wenn es zum Beispiel große Gehaltsunterschiede gibt und ein Elternteil gesetzlich und eins privatversichert ist.

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Szenario 3: Mutter freiwillig versichert in der GKV, Vater privatversichert (> JAEG) 

Vater Schmidt ist Hauptverdiener und liegt mit seinem Einkommen über der JAEG und ist privatversichert. Das Einkommen von Mutter Schneider liegt ebenfalls über der JAEG, sie ist aber freiwillig gesetzlich versichert.  

  • Vater Schmidt zahlt einen individuellen PKV-Beitrag. 
  • Mutter Schmidt und ihr Kind sind freiwillig in der GKV versichert. 
  • Als Basis für den Beitragssatz von Mutter Schmidt wird das Einkommen ihres Mannes herangezogen: Da er privatversichert ist, werden ihr die Hälfte der Einnahmen von Herrn Schmidt angerechnet, abzüglich eines Kinderfreibetrags. Hier gilt allerdings eine Höchstgrenze: Die Hälfte der Beitragsbemessungsgrenze, die 2019 bei 2.268,75 € liegt.  
  • Ist das Kind freiwillig in der GKV versichert, ist der Beitrag nicht zuschussfähig über den Arbeitgeber. 
  • Ist das Kind in der PKV versichert, ist der Beitrag für das Kind zuschussfähig über den Arbeitgeber. 
GKV Variante
GKV Beitrag
PKV-Beitrag (ottonova BC100)
Vater
34 Jahre, über JAEG, angestellt
-
589 €
Mutter
32 Jahre, über JAEG, angestellt
291 €
-
Kind
186 €
-
Gesamtbeitrag
477 €
589 €
Arbeitgeberanteil:
0
295 €
Beitrag pro Monat
477 €
294 €
Monatsbeitrag insgesamt
771 €
PKV Variante
GKV Beitrag
PKV-Beitrag (ottonova BC100)
Vater
34 Jahre, über JAEG, angestellt
-
589 €
Mutter
32 Jahre, über JAEG, angestellt
291 €
-
Kind
-
164 €
Gesamtbeitrag
291 €
53 €
Arbeitgeberanteil:
-
370 €
Beitrag pro Monat
291 €
383 €
Monatsbeitrag:
674 €
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Szenario 4: Mutter freiwillig versichert in der GKV, Vater privatversichert (Mutter > Vater) 

  • In dieser Variante verdienen beide Elternteile mehr als die JAEG. Mutter Schmidt ist Hauptverdienerin und freiwillig in der GKV versichert, Vater Schmidt ist in der PKV und ihr Kind ist familienversichert in der GKV. 
  • Vater Schmidt zahlt einen individuellen PKV-Beitrag. 
  • Mutter Schmidt zahlt den Höchstbeitrag in der GKV. 
  • Das Kind ist beitragsfrei bei der Mutter in der GKV familienversichert. 
GKV Beitrag
PKV-Beitrag (ottonova BC100)
Vater
34 Jahre, über JAEG, angestellt
-
589 €
Mutter
32 Jahre, über JAEG, angestellt
408 €
-
Kind
0 €
-
Gesamtbeitrag
408 €
589 €
Arbeitgeberanteil:
-
295 €
Beitrag pro Monat
408 €
294 €
Monatsbeitrag:
702 €
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Was passiert mit dem Gehalt in Mutterschutz und Elternzeit? 

Sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt – beziehungsweise zwölf Wochen, wenn mehr als ein Kind auf einmal unterwegs ist – zahlt der Arbeitgeber der Mutter ihr Gehalt fort – abzüglich 13 € pro Kalendertag, die die Krankenkasse der Mutter erstattet. Ist die Mutter in der PKV versichert, erhält sie in dieser Zeit ebenfalls ihr Gehalt abzüglich der 13 €, die allerdings nicht erstattet werden. Dafür erhalten privatversicherte Mütter auf Antrag einmalig ein Mutterschaftsgeld in Höhe von 210 €.  

Der Beitrag ist so individuell wie deine Familie – nachrechnen lohnt sich 

Die Beispiele haben gezeigt: Pauschale Aussagen darüber, ob eine Familie am besten in der PKV oder der GKV aufgehoben ist, lassen sich nicht treffen. Zwar ist es für junge Familien, die zwischen GKV und PKV wählen können, günstiger, sich für die GKV zu versichern. Das gilt aber nur für die Elternzeit.  

GKV-Variante
GKV-Beitrag in Elternzeit
GKV-Beitrag nach Elternzeit
Vater
34 Jahre, über JAEG, angestellt
-
842 €
Mutter
32 Jahre, über JAEG, angestellt
-
842 €
Kind
-
186 €
Gesamtbeitrag
842 €
1.870 €
Arbeitgeberanteil:
421 €
842 €
Monatsbeitrag:
421 €
1.028 €
PKV-Variante
GKV-Beitrag in Elternzeit
GKV-Beitrag nach Elternzeit
Vater
34 Jahre, über JAEG, angestellt
589 €
589 €
Mutter
32 Jahre, über JAEG, angestellt
560 €
560 €
Kind
164 €
164 €
Gesamtbeitrag
1.313 €
1.313 €
Arbeitgeberanteil:
388 €
675 €
Monatsbeitrag:
925 €
638 €

Bei all deinen Berechnungen darfst du nicht vergessen über die Leistungen nachzudenken, die du für dich und deine Liebsten im Krankheitsfall erwartest.

Bei ottonova erhält deine ganze Familie umfangreichere Leistungen als in der gesetzlichen Krankenkasse. Wie sich dein Beitrag in der PKV und der GKV auch nach der Elternzeit entwickelt und was passiert, wenn mehr als ein Kind geplant ist, kannst du ganz einfach mit Hilfe unseres Spar-Rechners herausfinden.

Und für alle Fragen, die du rund um die Gesundheit deiner Familie und die Krankenversicherung in Deutschland hast, nehmen sich unsere Versicherungsexperten gerne Zeit. Vereinbare jetzt einen unverbindlichen Beratungstermin!

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