Anschlussheilbehandlung: Wer zahlt wann?

Gerade nach einem Unfall und einer Behandlung im Krankenhaus sind oft weitere Behandlungen für eine vollständige Genesung nötig. Man spricht dabei von Anschlussheilbehandlungen.

Anschlussheilbehandlung B

Nach einem Sportunfall oder wegen einer notwendigen Operation steht oft ein Krankenhausaufenthalt an. Damit der Körper wieder vollen Einsatz zeigt, gibt es die Anschlussheilbehandlung. Sie ist dafür da, dich schnell wieder fit zu machen und um zu verhindern, dass sich dein Gesundheitszustand nach der OP wieder verschlechtert.

Die wichtigsten Fakten zur Anschlussheilbehandlung in Kürze:

  • Die Anschlussheilbehandlung ist eine medizinische Behandlung zur Rehabilitation
  • Sie kann ambulant, stationär oder teilstationär erfolgen
  • Sie muss im Anschluss an eine Krankenhausbehandlung durchgeführt werden – nicht später als 14 Tage, wobei je nach Behandlung auch Ausnahmen gelten
  • Die Anschlussheilbehandlung dauert in der Regel drei Wochen

Damit eine OP erst gar nicht nötig ist

Die besten Tipps gegen Sportverletzungen


Wer zahlt meine Anschlussheilbehandlung?

  • Privat Versicherte: Die Anschlussheilbehandlung kann nur dein behandelnder Arzt beantragen. Sie gilt deshalb als medizinisch notwendig und wird von deiner PKV erstattet. Außerdem hast du bei längerer Behandlung in der Regel Anspruch auf Krankentagegeld.
  • Gesetzlich Versicherte: Nach Prüfung deines Antrags übernimmt die GKV in der Regel die Kosten deiner Anschlussheilbehandlung und wählt die Klinik dafür aus. Mit jedem Tag der Anschlussheilbehandlung wird wie beim Krankenhausaufenthalt eine Zuzahlung von 10 € fällig. Die Zuzahlung ist auf 28 Tage pro Jahr begrenzt.
  • Bei Kur oder Arbeitsunfall: Verordnet dein Arzt dir eine Kur, wird diese vom Rentenversicherungsträger erstattet. In diesem Fall wird für maximal 14 Tage im Jahr ebenfalls eine Zuzahlung fällig. Bei einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit ist dagegen die Berufsgenossenschaft zuständig.

Warum erfolgt die Anschlussbehandlung nicht im Krankenhaus, in dem die OP stattfand?

Kliniken kümmern sich vorwiegend um akute Fälle. Für Heilbehandlungen gibt es spezielle Einrichtungen, die sich gezielt um den Genesungsprozess nach einer Operation kümmern können. Außerdem erfolgt eine Anschlussheilbehandlung oft auch ambulant oder teilstationär. Auch deshalb sind Spezialkliniken oder Rehazentren der beste Ort, um schnell wieder gesund zu werden.

Share