Zahnzusatzversicherung für CMD

Funktionsstörungen des Kausystems, auch CMD genannt, gehen mit einer Vielzahl von Beschwerden einher und können die Lebensqualität betroffener Patienten stark beeinträchtigen. Zur genauen Diagnose einer CMD bedarf es einer Funktionsanalyse, die nicht als Kassenleistung gilt. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt zur Therapie der CMD zudem nur die einfachste Form der Aufbissschiene. Eine aufwendige und wirksame Funktionstherapie gilt hingegen als Eigenleistung. Je nach Tarif kann eine gute Zahnzusatzversicherung Patienten hier stark entlasten. Alles Wissenswerte rund um die Behandlung und Tarifwahl klärt folgender Beitrag.

Definition: Was ist eine CMD und welche Symptome bringt sie mit sich?

Unter dem Begriff Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) versteht man eine Fehlregulation zwischen Schädel, Kiefergelenken und Kaumuskulatur. Grundsätzlich lässt sich eine derartige Funktionsstörung in drei Bereiche gliedern:

Eine Craniomandibuläre Dysfunktion kann sich in unterschiedlichen Symptomen äußern, die je nach Patient individuell schwächer oder stärker ausgeprägt auftreten können. Ein einheitliches Krankheitsbild besteht nicht, was die Diagnose der Krankheit erschwert. Während einige Patienten die Beschwerden zunächst nur sehr leicht wahrnehmen, erfahren andere eine deutliche Einschränkung ihrer Lebensqualität. Der Grund: Bis zu einem bestimmten Grad kann sich der Kauapparat an pathologische Veränderungen anpassen, sodass (vorerst) kaum Beschwerden spürbar sind.

Folgende Symptome können auf eine CMD hindeuten:

Die Symptome können sowohl einzeln als auch in Kombination auftreten. Sie resultieren aus einer ständigen Überbeanspruchung des Kiefers, der stets versucht die richtige Bisslage wiederherzustellen. Dabei kann schon eine Verschiebung um wenige Millimeter genannte Beschwerden auslösen. Aufgrund ihrer Vielfalt erkennen viele CMD-Patienten nicht, dass ihre Beschwerden tatsächlich durch eine Abweichung vom medizinisch idealen Biss bedingt sind.

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Welche Ursachen kann eine CMD haben?

Die Beschwerden einer CMD können verschiedene Ursachen haben. In der Regel wirken mehrere Faktoren bei der Entstehung des Krankheitsbilds zusammen. Zu den häufigsten Ursachen einer Craniomandibulären Dysfunktion zählen:

Funktionsanalyse zur Diagnose von CMD

Bei der Vielfalt an Symptomen bleibt die Frage offen, wie eine Craniomandibuläre Dysfunktion letztlich diagnostiziert wird. Grundsätzlich müssen behandelnde Ärzte dazu über fundiertes interdisziplinäres Wissen verfügen. Eine sogenannte Funktionsanalyse beim Zahnarzt gibt Aufschluss über die reibungslose Funktion der Kiefergelenke und Kaumuskulatur. Dabei handelt es sich um ein aufwendiges Verfahren zur genauen Diagnose von Funktionsstörungen und krankhafter Veränderungen im Kausystem.

Auf eine zunächst klinische Funktionsanalyse baut die instrumentelle Funktionsanalyse auf.

1. Klinische Funktionsanalyse:


2. Instrumentelle Funktionsanalyse:



Die Funktionsanalyse erfasst somit genaue Werte über folgende Aspekte:


Auf Grundlage der erfassten Daten ist der Zahnarzt dazu in der Lage, die individuelle Kieferstellung des Patienten konkret zu bewerten. Bei Störungen folgt die Erstellung eines individuellen Behandlungsplans.


Wann ist eine Funktionsanalyse sinnvoll?

Grundsätzlich ist eine Funktionsanalyse nicht nur zur Diagnose bei bestehendem Verdacht auf eine CMD sinnvoll. Darüber hinaus zeigt sie sich bei den unterschiedlichsten Behandlungen als effektives Diagnostikverfahren, das vielfältig einsetzbar ist und sehr aussagekräftige Ergebnisse bereitstellt.

In folgenden Fällen ist eine Funktionsanalyse sinnvoll:

Vor allem Zahnersatz sollte exakt in die Zahnreihe passen und sogenannte Okklusionsstörungen ausgleichen. Der Begriff Okklusion beschreibt die Verzahnung zwischen Ober- und Unterkiefer. Bei einem gestörten Zahnkontakt der Oberkieferzähne mit denen des Unterkiefers, sind Störungen des Kausystems sowie Schmerzen im Kiefer nicht selten die Folge. Sind Maßnahmen zur Zahnrestauration geplant (z.B. Zahnkronen, -brücken oder -prothesen), kann eine Funktionsanalyse dem Zahnarzt wichtige Informationen liefern.


Wie viel kostet die Funktionsanalyse?

Wie hoch die Kosten für eine Funktionsanalyse ausfallen, hängt vom Umfang der Behandlung ab. Grundsätzlich unterliegt die Abrechnung einer Funktionsanalyse der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Der behandelnde Zahnarzt muss seine Befunde hierzu genau dokumentieren und entsprechenden GOZ-Nummern zuordnen. Auf Basis dieser veranschlagt er unterschiedliche Abrechnungssätze. Die Funktionsdiagnostik wird in aller Regel mindestens mit dem Faktor 2,3 abgerechnet. Die Gesamtkosten liegen je nach Arbeitsaufwand mindestens bei etwa 200 Euro. Da sie noch nicht zur Behandlung der Funktionsstörung zählt, handelt es sich hierbei nur um einen geringen Anteil der zu tragenden Gesamtkosten. Zusätzliche Diagnostikmaßnahmen sowie folgende Behandlungsmaßnahmen bringen weitere Kosten mit sich.

In Abhängigkeit von den jeweiligen Laborkosten können in Eigenleistung zu tragende Schienen zur Therapie der CMD etwa mehrere hundert Euro an Behandlungskosten beanspruchen. Teilweise benötigen Patienten mehr als eine Schiene sowie eine zusätzliche Schmerztherapie.


Welche Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenkasse bei Funktionsdiagnostik?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Leistung für eine Funktionsdiagnostik grundsätzlich nicht. Obwohl immer mehr Menschen unter Funktionsstörungen an den Kiefergelenken leiden und die Behandlung der unterschiedlichen Beschwerdebilder sowie Symptome häufig mit sehr hohen Kosten verbunden ist, ist die Funktionsanalyse (FAL) eine reine Privatleistung. Der Zahnarzt rechnet funktionsanalytische Maßnahmen regulär nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GÖZ) ab. Privatversicherte Patienten hingegen stehen hier in klarem Vorteil. Sie können oftmals mit einer Kostenübernahme durch die Versicherung rechnen.

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Zuschuss der gesetzlichen Krankenkasse bei Funktionsdiagnostik

Funktionsanalytische und funktionstherapeutische Maßnahmen gehören nach § 28 Abs.2 (SGB V) nicht zur zahnärztlichen Behandlung und dürfen von den Krankenkassen nicht bezuschusst werden (1).

Was übernimmt die Zahnzusatzversicherung bei der Funktionsanalyse für CMD?

Leistungsstarke Zahnzusatzversicherungen bieten je nach Tarif eine Kostenerstattung für eine Funktionsanalyse von bis zu 100%. Dadurch garantieren sie sich über die einfache zahnärztliche Untersuchung hinaus eine deutlich höherwertige Versorgung. Wichtig zu wissen: Die Zahnzusatzversicherung sollte in jedem Fall vor Beginn der Zahnbehandlung abgeschlossen werden und ausdrücklich funktionsanalytische Leistungen im Tarif enthalten. Dazu gehören (2):

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CMD Therapie: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Nachdem der Zahnarzt eine Craniomandibuläre Dysfunktion diagnostiziert hat, beginnt die eigentliche Behandlung der Funktionsstörung. Auf Basis der durch die Funktionsanalyse erhobenen Daten erstellt der Mediziner einen individuellen Therapieplan. Die konkreten Behandlungsmaßnahmen unterscheiden sich von Patient zu Patient in Abhängigkeit von der Art und dem Grad der jeweiligen Fehlstellung.

Die häufigste und wirksamste Behandlungsmöglichkeit einer CMD ist Zahnärzten zufolge die Schienentherapie. Betroffene erhalten im Rahmen der Therapie meist eine individuelle Aufbissschiene (z.B. DROS-Schiene). Diese wird entweder nur nachts und/oder tagsüber getragen und hat folgende Wirkung:

Neben der Behandlung mit einer Aufbissschiene, nutzen einige Patienten als Behandlungsmethode zur dauerhaften Korrektur einer Fehlstellung auch die Versorgung mit Zahnersatz bzw. die Anpassung bereits vorhandenen Zahnersatzes. Dazu führt der Zahnarzt minimale Korrekturen an den Zähnen oder bereits vorhandenem Zahnersatz durch. Der Grund: Zahnersatz kann etwa durch jahrelange Abnutzung oder Fehlbelastungen der Zähne ein Auslöser für Beschwerden einer Kiefergelenksstörung sein. Eine exakte Anpassung kann dem Kiefer wieder die richtige Position erlauben. So kann das dauerhafte Tragen einer Aufbissschiene vermieden werden.

Bei einem frühzeitigen Beginn der Behandlung ist eine Craniomandibuläre Dysfunktion in der Regel vollständig therapierbar. Ohne Behandlungen hingegen minimieren sich die Heilungschancen mit Fortschreiten der Fehlfunktion zunehmend.

Wichtiger Hinweis: Werden lediglich die Symptome einer CMD beseitigt anstatt an einer Ursachenbehebung anzusetzen, kann die Fehlfunktion wiederkehren.

Grundsätzlich gilt: Ein interdisziplinärer Behandlungsansatz ist bei der Behandlung einer CMD in jedem Fall empfehlenswert. Er bietet die Möglichkeit die Therapie individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abzustimmen.

Ein Beispiel:

Weiterhin können zum Beispiel Orthopäden, Logopäden, Neurologen, Homöopathen oder Fachärzte für HNO zu Rate gezogen werden.

Liegt Stress als Auslöser der Beschwerden vor, lohnen sich Entspannungsverfahren wie Yoga, autogenes Training, Meditation sowie eine generelle Anpassung der Lebensweise.

CMD Behandlung: Welche Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenkasse für Funktionstherapie?

Die gesetzliche Versicherung leistet eine Kostenerstattung für eine einfache Okklusionsschiene oder Aufbissschiene ohne adjustierte Oberfläche zur CMD-Therapie alle zwei Jahre nur unter bestimmten Voraussetzungen. Grundlage hierfür ist die Diagnose eindeutiger schmerzhafter Störungen des Kiefergelenks.

Aufwendige Analysen mit genauen Vermessungen und hochwertig adjustierte Aufbissschienen (z.B. DROS®-Schiene), die Experten zufolge langfristige Behandlungserfolge erzielen, sind in Eigenleistung zu tragen. Adjustierte Schienen etwa berücksichtigen die Position des Unterkiefers im Zusammenspiel von Kiefergelenken und Kaumuskulatur (1).

Die Behandlungskosten für interdisziplinäre Maßnahmen wie einer Physio- oder Schmerztherapie werden abhängig vom Einzelfall unter Umständen von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen.

CMD Behandlung: Was übernimmt die private Zahnzusatzversicherung?

Viele Zahnversicherungen bieten mittlerweile auch einen Zahnzusatzschutz für CMD-Behandlungen mit aufwändigeren Aufbissschienen inklusive vorheriger Funktionsanalyse an. So können Fehlbisse langfristig korrigiert und die Gelenksposition des Kiefers der Versicherten optimiert werden.

Bei der ottonova Zahnzusatzversicherung werden u.a. DROS-Schienen bis zu 100 % übernommen, abhängig vom gewählten Tarif. 

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Ab wann leisten Zahnzusatzversicherungen?

Zahnzusatzversicherungen leisten nur vor einer CMD-Diagnose. Schließt ein Patient seine Zusatzversicherung erst nach der Diagnose durch den Zahnarzt ab, ist eine Behandlung der Funktionsstörung vom Leistungsumfang ausgeschlossen.

Zahnzusatzversicherung bei CMD: Was ist bei der Tarifauswahl zu beachten?

Nicht jeder Zahnzusatztarif bietet eine entsprechend gute Versorgung bezüglich der Diagnose und Behandlung einer CMD. Folgende Punkte sind bei der Tarifauswahl zu beachten:

Unsere Tarife der ottonova Zahnzusatzversicherung sehen grundsätzlich keine Wartezeiten vor. Sie bieten ab dem ersten Tag einen vollständigen Versicherungsschutz im Rahmen der vertraglich geltenden Zahnstaffel.

FAQs - Zahnzusatzversicherung für CMD

Der Begriff CMD ist eine Abkürzung für „Craniomandibuläre Dysfunktion“. Dabei handelt es sich um eine Funktionsstörung des Kausystems bzw. eine Dysfunktion der Kiefergelenke. Sie bringt eine große Varietät an Beschwerden mit sich (z.B. Probleme beim Öffnen des Mundes, Kopfschmerzen, Schmerzen im Kiefergelenk), die sich in der Intensität je nach Ausprägung unterscheiden.

Grundsätzlich lassen sich Zahnzusatzversicherungen auch mit Vorerkrankungen wie einer CMD noch abschließen. Sie leisten in dem Fall allerdings nur für notwendige Behandlungen, die nicht im Zusammenhang mit der CMD stehen. Daher lohnt sich ein frühzeitiger Versicherungsabschluss, wenn der Zahnstatus noch möglichst intakt ist.

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