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13. Oktober 2020

Vitamine und Zahngesundheit – Die Zahnpflege von innen

Süßigkeiten, Schokolade, Fruchtsäfte... Du weißt vermutlich, welche Lebensmittel du vermeiden musst, um deinen Zähnen nicht zu schaden. Doch wusstest du auch, dass du mithilfe von Vitaminen deine Zahngesundheit ganz aktiv unterstützen kannst? Das sind die wichtigsten Vitamine für Zahnfleisch und Co.

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Ein schönes Lächeln überzeugt einfach: Sei es beim Kundengespräch oder auf dem ersten Date – ganz zu schweigen davon, dass schlechte Zähne unter Umständen ganz schön teuer werden können. Wer Wert auf gesunde, weiße Zähne legt, der putzt diese deshalb jeden Morgen gründlich, benutzt regelmäßig Zahnseide und verpasst keinen Vorsorgetermin beim Zahnarzt. Einen wichtigen Aspekt übersehen jedoch viele: Denn neben einer guten Pflege brauchen Zähne und Zahnfleisch auch Vitamine und Mineralien, um gesund zu bleiben. Die richtige Ernährung besteht also nicht nur darin, Zucker und säurehaltige Lebensmittel zu vermeiden, sondern auch viele Vitamine für die Zahngesundheit zu sich zu nehmen.

Zähne und Vitaminmangel: Das sind die Folgen

Vitamine und Zahngesundheit gehören zusammen, denn die Stoffe übernehmen einen aktiven Part im Aufbau der Zähne und dem Aufrechterhalten einer gesunden Mundflora. So zeigt sich an den Zähnen ein Vitaminmangel mit ganz speziellen oder auch recht unspezifischen Symptomen und Krankheiten. Zum Beispiel können bei Zahnfleischbluten Vitamine fehlen, weil auch das Zahnfleisch Vitamine und Mineralien benötigt, um seine Festigkeit und Widerstandsfähigkeit beizubehalten. Auch können zu wenige Vitamine bei Zahnfleischentzündung eine wichtige Ursache darstellen. Der Grund dafür ist, dass der Körper die chemischen Verbindungen für den Stoffwechsel benötigt. Bekommt er nicht genügend von außen zugeführt, können Zähne bei Vitaminmangel zum Beispiel brüchig werden, Karies entwickeln oder es entstehen Erkrankungen am Zahnfleisch.

Die wichtigsten Mineralstoffe und Vitamine für Zahngesundheit

Dass Vitamine die Zahngesundheit beeinflussen, wissen wir nun – doch welche Vitamine für Zahnfleisch und Zähne sollten wir zu uns nehmen, damit das Gebiss gesund und schön bleibt? Diese Stoffe brauchst du auf jeden Fall, wenn du dein schönes Lächeln noch lange Zeit behalten möchtest: 

Vitamine Zahngesundheit B@2X

1. Vitamin C und Zähne

Eines der wichtigsten Vitamine für Zahnfleisch und Zähne ist Vitamin C. Es unterstützt maßgeblich das Immunsystem, hat aber auch andere Aufgaben im Körper – darunter zum Beispiel die Kollagenbildung im Zahnfleisch. Vitamin C wird außerdem benötigt, um Dentin (auch bekannt als Zahnbein) zu bilden. Dank seiner Wirkung auf das Immunsystem trägt es darüber hinaus dazu bei, dass Karies oder Parodontitis verursachende Bakterien besser abgewehrt werden. Ein wahrer Alleskönner!

Ob du unter einem Vitamin-C-Mangel leiden könntest, findest du hier heraus.

Wo es vorkommt: Vitamin C und Zähne sind beste Freunde – deshalb solltest du in deiner Ernährung öfters zu Obst und Gemüse greifen. Besonders reichhaltig sind zum Beispiel Brokkoli, Sanddorn und natürlich auch Zitrusfrüchte, wobei deren Vitamin-C-Gehalt oft überschätzt wird.

2. Vitamin D und Zähne

Das Sonnenvitamin spielt eine große Rolle im Knochen- und natürlich auch im Zahnaufbau. So ist für den Zahnschmelz Vitamin D besonders wichtig. Warum? Ganz einfach, es bindet Kalzium und Phosphor in den Zähnen und macht diese damit härter und widerstandsfähiger.

Wo es vorkommt: Wie der Name „Sonnenvitamin“ schon sagt, lässt sich Vitamin D eher weniger durch die Nahrung, sondern hauptsächlich durch einen Spaziergang an der frischen Luft aufnehmen. Achte darauf, jeden Tag mindestens 15 Minuten in der Sonne zu verbringen, damit durch das so aufgenommene Vitamin D deine Zähne weiterhin gut versorgt werden. Zusätzlich kannst du Nahrungsmittel wie Aal, Hering oder Lachs sowie Butter, Leber und Eier zu dir nehmen, um deinen Bedarf zu decken.

3. Vitamin E und A

Vermutlich können Vitamine Zahnfleischentzündungen vorbeugen oder diese zumindest indirekt bekämpfen. Besonders wirksam sind in diesem Zusammenhang die Vitamine E und A, weil diese das Immunsystem unterstützen. Ein Vitamin-A-Mangel kommt zudem mit Mundtrockenheit einher, was eine Ausbreitung von Bakterien und somit Zahnfleischentzündungen fördern kann.

Wo sie vorkommen: Vitamin A nimmst du am besten durch tierische Lebensmittel zu dir, beispielsweise durch Milch, Butter, Leber oder Fisch. Auch Obst und Gemüse wie Karotten, Grünkohl und Spinat können den Körper im Aufbau des Vitamins unterstützen, denn diese enthalten Beta-Karotin, eine Vorstufe des Vitamins. Vitamin E wiederum kommt nur in Pflanzen vor (kann aber auch über das Fleisch von Tieren zu sich genommen werden, welche diese Pflanzen verzehrt haben) – zum Beispiel in Sonnenblumenöl, Tomaten oder Vollkornprodukten. Ein Vitamin-A-Mangel ist genau wie ein Vitamin-E-Mangel sehr selten. 

4. Calciummangel und Zähne

Wohl kein anderer Mineralstoff wird so mit den Zähnen in Verbindung gebracht wie dieser. Auf die Frage, welcher Mangel vorliegt, wenn Zähne abbrechen, lautet die Antwort oft Calcium – das liegt daran, dass dieses am Aufbau der Zähne beteiligt ist. Da der Körper den Mineralstoff auch für andere Vorgänge benötigt, wird bei Calciummangel den Zähnen der wichtige Stoff entzogen, wenn der Körper ihn von außen nicht mehr zugeführt bekommt: Er nutzt die Zähne sozusagen als Reserve. Esse deshalb immer genügend calciumhaltige Lebensmittel, um den Mineralstoff in den Zähnen zu erhalten.

Wo es vorkommt: Calcium nimmst du am besten über Milchprodukte und Eier zu dir. Besonders viel steckt zum Beispiel in Parmesan oder in Tilsiter. Auch Champignons, Grünkohl, Mohn, Sesam und einige Fischsorten sind gute Calciumlieferanten. 

Zusätzlich spielen weitere Vitamine und Mineralstoffe eine große Rolle hinsichtlich der Zahngesundheit. Darunter sind zum Beispiel:

  • Vitamin H, welches die Schleimhäute feucht hält und zum Beispiel in Eigelb und Leber vorkommt
  • Vitamin K, das Kariesbakterien schwächt und in grünen Gemüsesorten zu finden ist
  • Folsäure, die bei der Bekämpfung von Parodontitis vermehrt benötigt wird und die du beispielsweise in Blattgemüse und Hülsenfrüchten vorfindest
  • Magnesium, welches Zahnfleischentzündungen vorbeugt und unter anderem in Bananen und Nüssen vorhanden ist
  • Zink, welches der Plaquebildung vorbeugt und über Leber, Käse und Eigelb aufgenommen wird

Was bei gesunder Ernährung nicht fehlen darf:

Diese Lebensmittel enthalten besonders viel Zink


Vitamine für Zahnfleisch und Zähne durch Präparate?

Bei Zahnschmerzen oder Zahnwurzelentzündung Vitamine einzuwerfen und auf eine schnelle Heilung zu hoffen, ist leider nicht der beste Ansatz. Eine gute Ernährung sollte vorbeugend wirken und nicht nur zur akuten Behandlung vorübergehend angepasst werden. Dennoch kannst du natürlich auch bei bereits bestehenden Erkrankungen des Zahnapparats, sei es Zahnfleischbluten oder Zahnfleischschwund, Vitamine zu dir nehmen, um dem Problem entgegenzuwirken. 

Da Vitamine die Zahngesundheit unterstützen, greifen manche gleich zu Präparaten, um möglichst viel von dem gewünschten Stoff aufzunehmen. Wirklich sinnvoll ist das jedoch nur, wenn tatsächlich ein Mangel vorliegt. In Industrieländern sind Vitamin- und Mineralstoffmangel jedoch nicht besonders verbreitet, da wir über eine ausgewogene Ernährung fast alle Stoffe zu uns nehmen, die wir benötigen. Dennoch kann es sinnvoll sein, bestimmte Präparate unterstützend einzunehmen. 

Besonders in den Wintermonaten leiden viele Deutsche beispielsweise an einem Vitamin-D-Mangel – kein Wunder, wenn die Sonne oft tagelang nicht zu sehen ist. Auch Vegetarier und besonders Veganer können von einem Mangel betroffen sein, wenn sie sich nicht ausgewogen ernähren. Ihnen fehlen meist die Vitamine und Stoffe, die hauptsächlich in tierischen Produkten vorkommen – zum Beispiel Calcium, Magnesium oder Zink. Auch hier kann eine zusätzliche Einnahme sinnvoll sein, insofern ein Mangel vorliegt. Dieser ist in vielen Fällen jedoch gar nicht so einfach nachweisbar, da sich die Auswirkungen sehr spät im Blut zeigen und deshalb erst in einem sehr späten Stadium überhaupt durch einen Bluttest erkennbar sind. 

Bleibt noch die Frage: Zahlt die Krankenversicherung Vitaminpräparate? Sowohl die gesetzliche als auch die privaten Krankenversicherungen kommen in der Regel nicht für Nahrungsergänzungsmittel auf, solange kein nachgewiesener Mangel vorliegt und diese vom Arzt verschrieben wurden – und auch hier kommt es auf den konkreten Fall an. Das liegt daran, dass in aller Regel der Bedarf über eine ausgewogene Ernährung gedeckt werden kann. 

Deine Zähne bleiben im besten Fall dein ganzes Leben lang bei dir – ein guter Grund, sie zu schützen. Mach dich schlau zu Themen rund um die Zahngesundheit:

Blog Autor
ÜBER DEN AUTOR

Natalie Decker

Natalie arbeitet seit 15 Jahren als Redakteurin. Neben Lifestyle-Themen wie Kochen und Reisen gehören Medizin & Gesundheit zu ihren Schwerpunkten. Sie schreibt unter anderem für das Online-Portal gesund-vital.de und den Ratgeber-Verlag Gräfe und Unzer.

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