Kaffee-Alternativen: 5 Wachmacher mit Trendpotenzial

Was schmeckt wie Kaffee, ist aber keiner? Das Lieblingsgetränk der Deutschen muss nicht unbedingt aus Kaffeebohnen hergestellt werden: An gesunden und nachhaltigen Kaffee-Alternativen mangelt es nicht. Wir stellen dir 5 Getränke vor, die sich ideal als Kaffee-Ersatz eignen!

Der Geruch von frisch gemahlenen Kaffeebohnen am Morgen: An manchen Tagen der einzige Grund, um doch noch aus dem Bett zu kommen. Vielen stößt der Wachmacher jedoch auf – im wahrsten Sinne des Wortes. Wer nach der zweiten Tasse Sodbrennen oder Bauchschmerzen bekommt, nervös wird und zu zittern beginnt, für den wird es Zeit, sich nach einer Alternative zu Kaffee umzusehen. Dabei gibt es so einiges zu entdecken: Denn vielen ist gar nicht bewusst, wie viele Wachmacher außer Kaffee es gibt – die nicht dafür sorgen, dass beim Meeting die Blase drückt oder der Puls steigt. Wir stellen dir 5 Getränke vor, die dir als Kaffee-Alternative nicht nur den Einstieg in den Tag erleichtern, sondern auch geschmacklich einiges zu bieten haben.

1. Lupinenkaffee: Koffeinfrei und bodenständig

Lupinen haben wir dir bereits in unserem Artikel über vegetarischen Fleischersatz vorgestellt. Wer hätte gedacht, dass diese Samen auch als alternative Kaffeesorte taugt? Wie Kaffeebohnen werden auch für Lupinenkaffee die Samen geröstet und gemahlen. Heraus kommt ein Getränk, was schmeckt wie Kaffee, aber kein Koffein enthält.

Wie schmeckt Lupinenkaffee?

Regelmäßige Kaffeetrinker können diese koffeinfreie Alternative zu Kaffee natürlich sofort vom Original unterscheiden. Macht aber nichts, denn Lupinenkaffee hat zwar einen ähnlichen Geschmack wie Kaffee, enthält aber keine Bitterstoffe, weshalb der Geschmack als mild-aromatisch und vielschichtig beschrieben wird. Wie bei Kaffee hängt das Aroma stark von der Art der Röstung ab – du solltest also verschiedene Sorten probieren, um deinen Favoriten zu finden.

Wie gesund ist die Kaffee-Alternative?

Der Getreidekaffee aus Lupinen enthält kein Koffein – dieselbe Wirkung wie bei Kaffee wird sich also nicht einstellen. Das bedeutet auch, dass unangenehme Nebenwirkungen wie Zittern, Herzklopfen oder Verdauungsprobleme ausbleiben. Die fehlenden Bitterstoffe sorgen zusätzlich dafür, dass du keine Probleme mit Reflux bekommst. Lupinenkaffee ist also der perfekte Kaffee-Ersatz, wenn du nicht auf den Geschmack verzichten, aber auf Koffein-Entzug gehen möchtest! Lupinen enthalten viele Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium, die sich auch im Getreidekaffee wiederfinden.


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Schon gewusst?

Getreidekaffee gibt es nicht nur auf Lupinenbasis, sondern kann mit vielerlei Getreidesorten hergestellt werden. Beliebt sind zum Beispiel Dinkel oder der früher als Kinderkaffee beliebte Malzkaffee aus Gerste. Getreidekaffee hilft beim Koffein-Entzug: Er schmeckt ähnlich wie das beliebte Heißgetränk, bietet dabei aber eine koffeinfreie Alternative zu Kaffee. Da Getreidekaffee vergleichsweise wenig Säure enthält, ist er zudem am ehesten als basische Kaffee-Alternative geeignet.

2. Mate-Tee: Gesunde Alternative aus Südamerika

Seit mehreren Jahrhunderten wird in Südamerika bereits Mate-Tee konsumiert und ist in manchen Ländern fast so beliebt wie Kaffee. Mate-Tee wird hierzulande auch als Yerba Mate verkauft und ist nicht zu verwechseln mit dem in Deutschland illegalen Mate de Coca, welcher aus kokainhaltigen Cocablättern hergestellt wird. Die Kaffee-Alternative enthält nicht nur Koffein und eignet sich damit perfekt, wenn du einen Wachmacher außer Kaffee suchst, sondern hat auch eine gesundheitsfördernde Wirkung.

Wie schmeckt Mate-Tee?

Die unterschiedlichen Herstellungsweisen von Mate-Tee wie das Rösten, das Trocknen oder das Schneiden der Blätter sorgen für ein diverses Geschmacksprofil. Allgemein gesprochen kann der Geschmack als eine Mischung aus süß und bitter, jedoch auch herb und erdig bezeichnet werden.

Wie gesund ist die Kaffee-Alternative?

Mate-Tee eignet sich ideal als Kaffee-Ersatz. Er enthält zwar ein bisschen weniger Koffein (80 mg pro Tasse im Vergleich zu 120 bis 150 mg pro Tasse Kaffee), allerdings sorgen Stoffe wie Theobromin und Theophyllin dafür, dass die Wirkung intensiver und dadurch vergleichbar mit Kaffee eintritt, jedoch nicht sofort, sondern langsam einsetzt. Dadurch halten sich kaffeetypische Nebenwirkungen in Grenzen, ohne dass du auf den anregenden Effekt verzichten musst. Mate wirkt unter anderem Bluthochdruck entgegen, steht aber bei hohem Konsum auch in Verdacht krebserregend zu sein – Studien kommen diesbezüglich zu widersprüchlichen Ergebnissen.

3. Matcha-Tee: Grünes „Superfood“

Matcha-Pulver ist dank seiner Farbe nicht nur als Tee, sondern auch beim Backen beliebt. Es handelt sich dabei um eine Variante von Grüntee, der aus den Blattspitzen von Tencha Tee hergestellt wird. Die getrockneten Blätter werden anschließend zu einem Pulver gemahlen. Als grüner Tee enthält auch Matcha L-Theanin, eine Aminosäure, welche Alphawellen im Gehirn verstärkt und so für Entspannung sorgt. Eine Tasse Matcha-Tee enthält je nach Dosierung und Qualität rund 80 bis 140 mg Koffein und eignet sich dadurch perfekt als (besonders ästhetische) Kaffee-Alternative.

Kaffee Alternative Matcha Tee

Wie schmeckt Matcha-Tee?

Wer den Geschmack von Kaffee imitieren möchte, ist bei Matcha-Tee falsch: Das Getränk schmeckt natürlich nach Grüntee, also etwas erdig und würzig, kann aber auch einen Geschmack annehmen, der leicht an Algen erinnert.

Wie gesund ist die Kaffee-Alternative?

Matcha-Tee werden allerlei positive Eigenschaften zugeschrieben – in jedem Fall handelt es sich dabei um eine gesunde Kaffee-Alternative. Die Konzentration der Inhaltsstoffe und besonders der Antioxidantien (besonders Catechin), welche zum Beispiel Entzündungen bekämpfen, den LDL-Cholesterinspiegel sowie den Blutzuckerspiegel senken können, ist in Matcha-Tee deutlich höher als in Grüntee. Ebenfalls tritt bei Matcha der Effekt des Koffeins schleichend ein, sodass negative Nebenwirkungen abgeschwächt werden. Experten raten dazu, nicht mehr als zwei Tassen Matcha-Tee am Tag zu trinken, da die Inhaltsstoffe oder mit dem Tee aufgenommene Schadstoffe zum Beispiel zu Übelkeit führen können.


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4. Mushroom-Kaffee: Aus der Erde in die Tasse

Kaffee aus Pilzen? Klingt erst einmal wenig appetitlich, kann aber ziemlich schmackhaft sein. Mushroom-Kaffee wird aus sogenannten Vitalpilzen hergestellt, zu denen unter anderem Shiitake, Reishi, Chaga oder Maitake zählen. Aus diesen Pilzen wird ein Pulver hergestellt, das du dann wiederum zum Beispiel mit Instantkaffee mixen kannst.

Wie schmeckt Mushroom-Kaffee?

Wird das Pilzpulver mit Kaffee gemischt, ist der Geschmack nicht mehr besonders auffällig. Möchtest du ein reines Pilz-Getränk etwa mit Kuhmilch oder pflanzlicher Milch genießen, kann der Geschmack erst einmal gewöhnungsbedürftig sein. Keine Angst, nach Pilzen schmeckt das Pulver nicht: Stattdessen wird von einem erdigen, leicht nussigen und je nach Zubereitungsart sogar schokoladigen Beigeschmack gesprochen.

Ist die Kaffee-Alternative gesund?

Sogenannte Vitalpilze werden schon lange in der Traditionellen chinesischen Medizin genutzt. Ihre angeblich gesundheitsfördernde Wirkung ist jedoch nicht belegt. Die Verbraucherzentrale warnt stattdessen vor potenziell gesundheitsschädigenden Stoffen vor allem aus unregulierten Produkten aus Asien. Möchtest du Mushroom-Kaffee ausprobieren, achte also auf einen regionalen Anbau und Bioqualität!


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5. Guaraná: Koffein-Wunder als Kaffee-Alternative

Wie auch Mate wird Guaraná schon seit mehreren Jahrhunderten in Südamerika als Heilmittel verwendet und konsumiert. Die Pflanze mit der roten Kapselfrucht wächst in Venezuela, Brasilien und Peru und ist für ihren hohen Koffeingehalt bekannt, der sogar höher ist als der von Kaffee (Kaffee enthält maximal 5 % Koffein, Guaraná bis zu 7,6 %). Aus diesem Grund macht sie sich auch als alternative Kaffeesorte besonders gut und ist als Kaffee-Ersatz beliebt!

Wie schmeckt Guaraná?

Guaraná an sich schmeckt vor allem ziemlich bitter. Mischst du das reine Pulver mit Wasser, Milch oder Tee, ist der Geschmack also eher nichts für allzu sensible Geschmacksknospen. Allerdings kannst du dein Getränk mit Honig oder Agavendicksaft süßen und so einen angenehmeren Geschmack erzielen. Einige Guaraná-Produkte sind bereits gesüßt erhältlich.

Wie gesund ist die Kaffee-Alternative?

Guaraná enthält viele Gerbstoffe, welche die Wirkung des Koffeins „bremsen“ und damit für eine Wirkungsdauer von etwa vier bis sechs Stunden führen. Es gibt also keinen Koffeinschock wie beim Kaffeekonsum. Wie viel Koffein eine Tasse Guaraná enthält, kannst du durch die Dosierung selbst beeinflussen. 1,5 Teelöffel entsprechen in etwa dem Koffeingehalt einer Tasse Kaffee (rund 140 mg), wobei der Koffeingehalt je nach Produkt stark schwanken kann. Aufgrund des hohen Koffeingehalts kann Guaraná bei entsprechend hohem Konsum ähnliche Symptome wie Kaffee hervorrufen – zum Beispiel Herzrasen, Bluthochdruck oder eine angeregte Verdauung. Du solltest deshalb nicht mehr als drei bis vier Gramm des Pulvers pro Tag zu dir nehmen.

Schlechte Angewohnheiten loszuwerden, ist gar nicht so einfach. Hier findest du Tipps, um deinen Lebensstil nachhaltig zu verbessern und gesünder zu leben:

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