Was ist der Rechnungszins?
Der Rechnungszins bezeichnet den Zinssatz, der zur Kalkulation der Alterungsrückstellungen in der privaten Krankenversicherung (PKV) verwendet wird. Dieser Zinssatz ist grundlegend für die Finanzstabilität der Versicherungen, da er beeinflusst, wie Kapital über die Zeit aufgebaut wird, um zukünftige Leistungsansprüche der Versicherten abzudecken.
Rechnungszins verstehen: Wie deine Beiträge in der PKV im Alter stabil bleiben
Wenn du jung bist, zahlst du in einer privaten Krankenversicherung einen höheren Beitrag als theoretisch nötig wäre. Denn dann braucht die Krankenversicherung für die Deckung deiner Gesundheitskosten nicht den vollen Beitrag.
Warum das gut ist zeigt ein Blick in die Zukunft. Die Differenz deiner gezahlten Beiträge zu den tatsächlichen Gesundheitskosten ist der so genannte Sparanteil. Diesen Anteil legen wir für dich zur Seite – in Form von Alterungsrückstellungen. Damit können wir deine Beiträge im Alter stabil halten, wenn deine Gesundheitskosten steigen.
Wie das funktioniert? Die Rückstellungen liegen nicht einfach nur träge herum – sie werden von uns konservativ investiert, um damit eine Rendite zu erzielen. Diese Rendite kann später genutzt werden, um Gesundheitskosten zu decken. Eine gute Rendite kann deinen Beitrag also niedriger halten. Welche Rolle spielt nun der Rechnungszins dabei? Er beschreibt genau diese Rendite, also die angenommene Verzinsung deiner Alterungsrückstellungen.
Warum sind Beiträge mit einem niedrigen Rechnungszins stabiler?
Moment mal: Wenn ein hoher Rechnungszins zu niedrigeren Beiträgen führt, warum sind dann Tarife mit niedrigerem Rechnungszins stabiler?
Private Krankenversicherungen investieren ihre Alterungsrückstellungen und erwarten dafür eine gewisse Höhe an Verzinsung. Wird dieser Wert allerdings nicht erwirtschaftet, müssen Beiträge angepasst werden. Gehen private Krankenversicherungen von einem niedrigeren Zins aus, den sie erwirtschaften können, sind sie weniger abhängig von einer guten Entwicklung am Finanzmarkt und können ihre Beiträge so stabiler halten.
Entwicklung der Rechnungsverzinsung
Für deine Beiträge gibt es in Zukunft deshalb zwei Optionen:
- Der realistische Rechnungszins bleibt niedrig: In diesem Fall müssen andere Krankenversicherungen weiterhin ihren Beitrag anheben. Und zwar so lange, bis er ein realistisches Nivea erreicht hat. ottonova erreicht hingegen die erwartete Rendite und kann den Beitrag stabil halten.
- Der realistische Rechnungszins steigt an: In diesem Fall erreichen andere Krankenversicherungen ihren erwarteten Rechnungszins – müssen ihren Beitrag aber unter Umständen trotzdem erhöhen, um Gesundheitskosten auszugleichen, die dem medizinischen Fortschritt geschuldet sind. ottonova erreicht aber eine höhere Verzinsung als erwartet. Die daraus resultierenden Mehreinnahmen können wir dann nutzen, um die steigenden Gesundheitskosten auszugleichen.
In beiden Szenarien bleibt der Beitrag bei ottonova stabiler.
Der Rechnungszins bei ottonova
Alle ottonova-Tarife wurden in der Niedrigzinsphase mit einem realistischen Zins unter Marktdurchschnitt kalkuliert. Nachdem die Zinsen gestiegen sind, konnten wir unsere Beiträge also stabiler halten als andere PKV-Unternehmen. Mittlerweile hat sich der Rechnungszins bei ottonova dem Marktdurchschnitt angenähert.
Wenn wir mehr Zinsen erwirtschafen als kalkuliert sind, investieren wir davon mindestens 90% in die Stabilität deines Beitrags im Alter.