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12. November 2020

Mit der richtigen Ernährung zu mehr Zahngesundheit

Was ist über Zucker hinaus schlecht für unsere Zähne? Worin versteckt sich Zucker? Und gibt es vielleicht sogar Lebensmittel, die die Zahngesundheit stärken? Ja! Erfahre hier, welche Nährstoffe Deine Zähne benötigen, um lange stark und gesund zu bleiben.

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Was im ersten Moment kompliziert klingen mag, ist eigentlich ganz einfach: Was gesund für den Körper ist, ist fast immer auch gesund für die Zähne. Neben einer regelmäßigen und gründlichen Mundhygiene spielt vor allem die Ernährung eine wesentliche Rolle im Kampf gegen Karies und das Erlangen schöner, gesunder Zähne.

Welche Rolle spielt die Ernährung bei der Zahngesundheit?

Die Ernährung spielt bei der Entstehung von Karies die entscheidende Rolle – und ebenso für die Zahngesundheit bis ins hohe Alter. Kräftiges Kauen ist wie ein Training für dein Gebiss und deine Kaumuskulatur. Außerdem regt Kauen den Speichelfluss an. Das macht die Nahrung nicht nur besser verdaulich, sondern reinigt auch die Mundhöhle und mineralisiert und schützt die Zähne. 

Welche Lebensmittel stärken die Zahngesundheit?

Für das oben genannte Fitnesstraining deiner Kaumuskulatur eignet sich vor allem Gemüse wie Karotten oder Sellerie. Es muss gründlich gekaut werden und massiert das Zahnfleisch. Zusätzlich solltest du eine vitaminreiche Ernährung anstreben: Vitamin A beispielsweise fördert Wachstums- und Erneuerungsprozesse der Mundschleimhaut und findet sich in Früchten, grünem Blattgemüse sowie gelbem Gemüse. Vitamin D hingegen ist für die Einlagerung von Calcium und Phosphat in Deinen Knochen mitverantwortlich, wirkt sich also positiv auf das Zahnwachstum und die Zahnhärtung aus.

Ein Lebensmittel, von dem du wahrscheinlich noch nicht wusstest, dass es gut für die Zähne ist: Käse. Käse ist in der Lage, einen sauren pH-Wert im Mund – der die Entstehung von Karies begünstigt – zu neutralisieren. Verantwortlich dafür ist nach neuesten Erkenntnissen die Kombination aus dem Protein Kasein und den Mineralstoffen Calcium und Phosphat, die im Käse enthalten ist.

Neben den eben genannten Lebensmitteln spielen aber auch Getränke eine Rolle, wenn es um gesunde, schöne Zähne geht. Das beste Getränk ist und bleibt dabei Wasser – nicht nur für die Zähne, sondern für den gesamten Körper. Grüner Tee kann dank seiner antibakteriellen Wirkung auch bei Mundgeruch Abhilfe leisten. Tee enthält zudem den Gerbstoff Catechin, der in den Stoffwechsel des Kariesbakteriums Streptococcus mutans eingreifen soll.

Zahngesundheit Ernährung B@2X

Zahnfeinde: Welche Lebensmittel solltest du vermeiden? 

Der größte Zahnfeind? Zucker! Aber das ist keine Überraschung. Zucker bietet die ideale Nahrung für kariesfördernde Bakterien, die wiederum Säuren produzieren, die den Zahnschmelz angreifen. Vorsicht ist besonders bei Lebensmitteln geboten, bei denen nicht sofort ersichtlich ist, dass sie Zucker enthalten – so zum Beispiel in Fruchtjoghurt oder Ketchup.

Apropos Säuren: Neben Zucker sind es vor allem sie, die Deinem Zahn schaden. Sie lösen Mineralstoffe aus der Zahnoberfläche, verändern sie dadurch und führen zum Verlust von Zahnhartsubstanz. Hier solltest Du vor allem ein Auge auf Deine Getränkewahl werfen: Softdrinks wie Cola, Fruchtsäfte, aber auch Essig und Zitrusfrüchte greifen den Zahn besonders stark an. Ebenso ungünstig sind klebrige Speisen, die lange auf Deinem Zahn und in der Mundhöhle verbleiben. Salzstangen, Kuchen, Kekse, Sahnekaramell und natürlich Fruchtgummis sollten vermieden werden. Sie gelten als kariogen, also kariesverursachend.

Welches Obst ist gut für die Zähne? 

Frische Beeren, die besonders reich an Vitamin C sind, tun deiner Zahngesundheit gut. Vitamin C ist nicht nur gut für das Immunsystem, sondern gilt auch als Ausgangssubstanz für das Dentin, dem Zahnbein. Es wird außerdem für die Kollagenbildung des Zahnfleisches benötigt und sorgt für die Festigkeit der Zähne.

Was schadet der Zahngesundheit?

Obst, das du aus zahnärztlicher Sicht eher meiden solltest, sind Bananen und Trockenobst wie Rosinen, Datteln und Feigen in großen Mengen. Also Obst, das viel Fruchtzucker enthält und dazu eine klebrige Konsistenz hat.

Saures Obst nicht direkt vor dem Zähneputzen

Orangen, die viel Vitamin C enthalten, sollten wie alle anderen Zitrusfrüchte nicht direkt vor dem Zähneputzen gegessen werden, da die Säure den Zahn angreift. Sie kann den schützenden Zahnschmelz aufweichen und den Schutz beim Zähneputzen abtragen. Auch Äpfel, Kiwis oder Anas sind relativ säurehaltig. Warte hier am besten ab, bis die Konzentration der schädigenden Substanzen nachgelassen hat, was ungefähr eine halbe Stunde nach dem Verspeisen der Fall ist.


Auf den Zahn gefühlt

Wie entsteht Karies?


Welche Nährstoffe brauchen gesunde Zähne?

Nun weißt du, dass es Lebensmittel gibt, die Deine Zähne angreifen. Doch gibt es auch etwas, das deinen Zahn schützt? Ja, Fluoride! Denn diese haben einen positiven Einfluss auf die Mineralisation und Säureresistenz, sie verringern die Plaquebildung und haben einen hemmenden Effekt auf den Stoffwechsel der kariesverursachenden Bakterien.

Du findest Fluoride nicht nur in deiner Zahnpasta, sondern ebenso in Speisesalz, Fisch und Hülsenfrüchten.

Welche Zahnprobleme können bei schlechter Ernährung auftreten?

Folgen einer schlechten Ernährung können Karies und Parodontitis sein, ganz abgesehen von den negativen Auswirkungen auf die Zahnästhetik. Auch wenn Karies – und damit verbunden Füllungen, Kronen und Wurzelbehandlungen – das offensichtlichste Problem ist, so ist es gerade im Alter nicht zu unterschätzen, wie wichtig ein trainierter Kauapparat ist.

Werden nur noch weiche Speisen zu sich genommen, hat das Auswirkungen auf die Festigkeit der Zähne, die Gesundheit und Optik des Zahnfleisches (das im Idealfall hellrosa ist) sowie die Gesichtskonturen. Eine zu wenig beanspruchte Kaumuskulatur bildet sich zurück und lässt einen älter aussehen.

Schnelle Tipps für eine zahngesunde Ernährung

  1. Setze auf Naturjoghurt statt Fruchtjoghurt, dieser enthält weniger Zucker
  2. Verwende nach dem Essen einen zuckerfreien Kaugummi, um den Speichelfluss anzuregen oder nutze eine fluoridhaltige Mundspüllösung
  3. Greife bei Brot und Nudeln lieber zu Vollkornprodukten, sie entfalten beim Kauen eine Reinigungswirkung 
  4. Lieber eine Tafel Schokolade auf einmal als über den Tag verteilt naschen, denn für die Zähne ist weniger die Zuckermenge als die Häufigkeit der Zuckerschübe entscheidend
  5. Nach Limonaden, Obstsäften und Schorlen immer mit einem Glas Wasser nachspülen
Blog Autor
ÜBER DEN AUTOR

Jeanette Stowasser

Jeannette ist Online-Redakteurin für Gesundheit und schreibt seit 2011 Artikel, E-Books und Whitepaper zu den verschiedensten medizinischen Themen.

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