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Gesundheitsprämie

Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu gleichen Teilen. Es gibt aber Parteien in Deutschland, die sich für das Modell der Gesundheitsprämie aussprechen. Das hätte vor allem Auswirkungen auf die Versicherten.

Die gesetzliche Krankenversicherung finanziert sich zu einem Teil aus den Beiträgen der Versicherten. Als angestellter Arbeitnehmer teilst du dir deinen Beitrag zur Hälfte mit deinem Arbeitgeber. Wie viel beide Seiten einzahlen müssen, hängt von der Höhe deines Gehalts ab. Diese paritätische Finanzierung soll mit der Gesundheitsprämie abgeschafft werden.

Welche Art der Finanzierung sieht die Gesundheitsprämie vor?

Das Konzept der Gesundheitsprämie sieht vor, dass die gesetzlichen Krankenversicherungen für erwachsene Versicherte und für Kinder je eine pauschale Prämie (Kopfpauschale) im Monat berechnen. Diese Prämie kann ähnlich wie der Zusatzbeitrag von jeder Krankenkasse individuell festgelegt werden, soll aber höchstens 7 % des Bruttoeinkommens betragen. Auch Nebeneinkünfte, Zinsen und Mieteinnahmen werden einbezogen. Arbeitgeber sollen weiterhin einen einkommensabhängigen Betrag zahlen, der allerdings langfristig festgesetzt sein soll.


Betriebliche Gesundheitsprämie

Es gibt Arbeitnehmer, die ihre Mitarbeiter belohnen, wenn diese selten krank sind oder aktiv etwas für ihre Gesundheit tun. Ziel ist es, Fehlzeiten zu reduzieren. Dafür ausgezahlte Prämien heißen ebenfalls Gesundheitsprämie. 


Grundsätzlich soll die Gesundheitsprämie...

  • Arbeitgeber finanziell entlasten
  • Beitragszahlungen unabhängiger vom Gehalt machen
  • die Beiträge noch stärker vereinheitlichen
  • den Sozialausgleich zwischen den Versicherten vom GKV-System entkoppeln und über Steuern regeln
  • den Wettbewerb unter den Krankenkassen fördern

Wie entstand die Idee der Gesundheitsprämie?

Ähnliche Modelle gibt es bisher nur im Gesundheitswesen der Schweiz und der Niederlande. In Deutschland geht das Modell auf ein Konzept zurück, das die CDU 2004 vorstellte. Auch die FDP befürwortet das Konzept. Gegenwind kommt aus den Reihen der SPD, der Grünen und der Linken, die ihrerseits am Modell der Bürgerversicherung festhalten. Beide Modelle haben sich bis heute nicht durchgesetzt.


Warum fordern einige Parteien die Bürgerversicherung?

Wir haben die Antworten für dich!


Übersicht der Vor- & Nachteile 

Gewinner der Gesundheitsprämie wären die Arbeitgeber, die sich nicht mehr an Kostensteigerungen beteiligen müssten. Verlierer wären Versicherte, die nur über ein geringes und mittleres Einkommen verfügen oder eine Rente beziehen.

Pro
Contra
Mehr Wettbewerb unter den Krankenkassen – wie bereits durch den individuellen Zusatzbeitrag
Versicherte tragen die Kostensteigerungen in der GKV allein
Weniger Verwaltungsaufwand bei Krankenkassen durch pauschale Prämie
Die Krankenschwester zahlt den gleichen Beitrag wie der Manager
Durch einkommensunabhängige Beiträge wirken sich steigende Gesundheitskosten nicht mehr auf die Lohnnebenkosten aus
Sozialausgleich durch Steuern käme mit Verzögerung bei Geringverdienern an und könnte insgesamt zu Steuererhöhungen führen

FAQ

Was ist die Gesundheitsprämie?

Die Gesundheitsprämie oder Kopfpauschale ist ein Konzept, das die Finanzierung der Krankenkassen reformieren soll. Es sieht vor, dass jede Krankenkasse eine pauschale und einkommensunabhängige Prämie für erwachsene Versicherte und Kinder festlegt und die Arbeitgeber entlastet werden.

Woher stammt die Idee der Gesundheitsprämie?

Die CDU hat das Konzept der Gesundheitsprämie 2004 vorgestellt. Bis heute hat es sich jedoch nicht durchgesetzt. Ähnliche Modelle gibt es in der Schweiz und den Niederlanden.

Was ist die größte Kritik an der Gesundheitsprämie?

Während Arbeitgeber finanziell damit entlastet werden würden, müssten die Arbeitnehmer mit unterschiedlich hohen Einkommen die gleichen Beiträge zahlen. Der Sozialausgleich wäre von der GKV entkoppelt.

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