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Lifestyle - 14. Februar 2019

Der Check-up 35: Warum Vorsorge immer besser als Nachsorge ist

Wer sich fit fühlt, muss nicht zum Arzt? Ein Vorfall in Stefans Leben ändert schlagartig seine Meinung darüber. Wir zeigen dir, warum gerade Gesundheitsuntersuchungen, wie der Check-up 35 besonders wichtig sind.

4 min.

Ein ganz normaler Montag: Stefan ist morgens um 7 Uhr wie immer der Erste im Büro. Er fühlt sich fit und energiegeladen. Warum nur alle diesen Tag so hassen – Stefan liebt das Gefühl, wenn die ganze Woche und ihre Herausforderungen noch vor ihm liegen. Die erste Tasse Kaffee ist noch nicht ganz leer, da kommt der Anruf: Sein bester Freund Tom, gerade 40 geworden, liegt nach einem Herzinfarkt im Krankenhaus. Schock für Stefan. Und er denkt: Ihm könnte das nicht passieren, er ist doch so gesund, so sportlich und so vital ... Oder?

No risk, but fun: Der Check-up 35 kann Risikofaktoren früh erkennen

Ob Toms Herzinfarkt hätte verhindert werden können, ist schwer zu sagen. Tatsächlich aber hätte ein Arzt seine Herz-Rhythmus-Störungen schon einige Jahre zuvor erkennen und Tom daraufhin Konsequenzen ziehen können. Was viele nicht wissen: Jeder gesetzlich Versicherte hat ab dem 35. Lebensjahr alle drei Jahre Anspruch auf eine Vorsorgeuntersuchung und auch viele private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten – für den Check-up 35.

Was ist der Check-up 35? Diese Rund-um-Untersuchung beim Hausarzt kann gesundheitliche Risiken frühzeitig aufdecken und erste Erkrankungserscheinungen sichtbar machen.

Du fühlst dich top fit – aber bist du es auch? Viele Krankheiten zeigen sich erst, wenn sie schon weiter fortgeschritten sind und häufig ist das zu spät. Ein regelmäßiger Gesundheitscheck, wie die Vorsorgeuntersuchung ab 35 Jahren, kann deinem Arzt helfen, solche Risikofaktoren früh zu erkennen und schwerere Krankheiten zu vermeiden oder herauszuzögern.

Segen des Nichtwissens? Wir nutzen die Gesundheitsvorsorge ab 35 viel zu selten

Nach dem Herzinfarkt von Tom geht Stefan das erste Mal zur Vorsorge – dabei hätte er mit seinen 41 Jahren bereits zweimal den Check-Up 35 machen können. Es ist doch irgendwie komisch: Die meisten Vorsorgeuntersuchungen werden von den Krankenkassen und Krankenversicherungen sogar bezahlt, trotzdem sind gerade Männer ziemlich nachlässig, wenn es um die Check-up-Untersuchung geht.

Eine Untersuchung der Gfk zeigt, dass die Gründe dafür ziemlich simpel und gleichzeitig so vermeidbar sind: Über 40 % der Befragten gaben an, gar nicht zu wissen, welche Vorsorgeuntersuchungen es gibt. Mehr als ein Drittel der Teilnehmer würden wohl einfach vergessen, einen Termin zu machen. Stress im Job, viele berufliche Reisen und jede Menge Termine lassen die Gesundheit gerade bei den Ü-30ern gerne in den Hintergrund rücken. Und der Großteil der Befragten, mehr als zwei Drittel, nannten einen Grund, den man gut nachvollziehen kann: Sie gehen nur dann zum Arzt, wenn es ihnen schlecht geht.

Gründe, warum man nicht zur Vorsorge geht

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Der Gesundheitscheck ab 35: Was wird untersucht?

Diese Gesundheitsuntersuchung könnte man als eine Inventur des Körpers beschreiben: Zuerst nimmt der Arzt alle Infos zu Vorerkrankungen und Krankheiten von Familienmitgliedern auf, außerdem möglicherweise vorliegende Beschwerden. Bei der Ganzkörperuntersuchung wird der Bewegungsapparat inspiziert, dabei können Haltungsschäden aufgedeckt werden. Der Arzt tastet den Bauchraum ab, überprüft Nervensystem und Sinnesorgane.

Um Hinweise auf einen Schlaganfall, Herzinfarkt oder ein Nierenversagen zu erkennen, werden Herz und Lunge abgehorcht, die Pulsfrequenz und der Herzrhythmus überprüft. Dabei können durch den Check-up 35 Blutwerte Aufschluss über Krankheiten wie Bluthochdruck, Typ 2-Diabetes oder Gicht geben. Oft wird der Gesundheitscheck auch mit einem Hautkrebsscreening verbunden.

So läuft der Check-up 35 normalerweise ab

  1. Anamnese: Das Eingangsgespräch über Vorerkrankungen, familiäre Belastung und Lebensstil
  2. Ganzkörperuntersuchung: Der Blutdruck wird gemessen, Herz und Lunge abgehört, der Bauchraum abgetastet und der BMI ermittelt. Außerdem werden der Bewegungsapparat, Haut und Sinnesorgane beurteilt
  3. Ganzkörperuntersuchung: Der Blutdruck wird gemessen, Herz und Lunge abgehört, der Bauchraum abgetastet und der BMI ermittelt. Außerdem werden der Bewegungsapparat, Haut und Sinnesorgane beurteilt
  4. Laboruntersuchung: Das Blut wird auf Blutzucker- und Blutfettwerte untersucht, der Urin auf seinen Glukosewert und auf den Gehalt von Eiweiß, roten und weißen Blutkörperchen und Nitrit
  5. Abschließendes Gespräch: Der Arzt stellt die Ergebnisse vor, empfiehlt gegebenenfalls Verhaltensänderungen und spricht über mögliche weitere Schritte

Das Eingangsgespräch und die Untersuchung dauern rund 30 Minuten, diese Untersuchung ist also wirklich schnell gemacht. Wenn keine Auffälligkeiten bestehen, ist auch das Abschlussgespräch wenig zeitaufwendig.

Wie der Gesundheitscheck vom Vorsatz zur Routine wird

Kommt dir das bekannt vor? Einer der vielen Vorsätze, die man sich am Jahresanfang macht, lautet meist: „Ich möchte regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen gehen.“ Plötzlich ist es Herbst und der Arzttermin ist immer noch nicht gemacht. Leider erinnern viele Ärzte nicht routinemäßig an die Gesundheits-Check-up-Untersuchungen.

Sprich daher proaktiv mit deinem Hausarzt darüber, welche tatsächlich für dich sinnvoll sind und vereinbare diese Termine direkt am Anfang des Jahres. Verschieben kannst du immer noch, falls doch einmal wichtige Dienstreisen, Termine oder Urlaube dazwischen kommen – aber einmal terminiert, bleibt die Check-up-Untersuchung automatisch auf der Agenda.

Viele Krankenkassen und Krankenversicherungen bieten mittlerweile auch Benachrichtigungsservices an, damit keiner der wichtigen Vorsorgetermine untergeht. Oder du stellst dir selber Erinnerungen in den Kalender ein: Sinnvoll ist das gerade für den Gesundheitscheck ab 35, da dieser alle drei Jahre wiederholt werden sollte. Und ganz ehrlich, du kennt das doch: Wie schnell sind plötzlich drei Jahre verflogen und man fragt sich, wo denn nur schon wieder all die Tage hin sind?

Der Vorsorge-Dschungel: Welche Vorsorgeuntersuchung ab 35 sind noch sinnvoll?

Hand aufs Herz: Ein Arztbesuch wird gerne rausgeschoben. Gerade der Gesundheitscheck ab 30 wird oft aus Zeitmangel vernachlässigt, es stehen Dinge wie Karriere und Beziehung im Vordergrund.

Geht man dann doch zum Arzt, lautet die nüchterne Diagnose im schlimmsten Fall: „Wären Sie nur mal früher gekommen!“

Wäre, hätte, würde: Der böse Konjunktiv lässt grüßen. Um nicht in diese Situation zu geraten, bieten Ärzte neben dem Check-up 35 weitere wichtige Vorsorgeuntersuchungen für die Dreißiger an:

  1. Bis zum 40. Geburtstag sollte man alle zwei Jahre seinen Augeninnendruck messen lassen, für den Gesundheitscheck ab 40 dann sogar jedes Jahr. Das macht der Augenarzt, die Kosten dafür werden aber nur in Ausnahmefällen erstattet.
  2. Die Früherkennung von Hautkrebs sollte ebenfalls alle zwei Jahre beim Hautarzt durchgeführt werden.
  3. Auch wenn’s nervt: Schon ab 18 Jahren sollte man einmal im Kalenderhalbjahr eine Zahnvorsorge-Untersuchung durchführen. Damit erspart man sich im besten Fall unangenehme und vor allem oft teure Behandlungen.
  4. Und zuletzt ist es sinnvoll, seine Impfungen mit dem Hausarzt durchzusprechen und gegebenenfalls auffrischen zu lassen.
Liste Check Up 35 B@1X

Gesundheitscheck 2.0: Ein entspannter Blick in die Zukunft

Auch wenn Arztbesuche lästig sind, die Zeit oft fehlt und man sich doch alles in allem fit fühlt: Der Check-up 35 ist kostenlos und macht definitiv Sinn. Denk nur mal an dieses Gefühl, wenn die Vorsorgeuntersuchung hinter dir liegt und du weißt, dass alles in Ordnung ist – unbezahlbar oder?

Und dafür gibt es mittlerweile neben Check-ups beim Arzt auch digitale Helfer: Einer davon ist die App Ada Health , mit der man per Algorithmus eine Vielzahl körperlicher und seelischer Beschwerden abklären kann. Ada wurde von mehr als 100 Ärzten und Wissenschaftlern entwickelt und hat bereits viele Preise gewonnen. Sie ersetzt zweifelsfrei keinen richtigen Mediziner, hilft aber, frühzeitig Probleme im eigenen Körper einzuordnen. Und damit gibt es wohl keine Ausrede mehr, die Vorsorge zu vernachlässigen!

App: Ada Health

Mit Ada kannst du eine Vielzahl körperlicher und seelischer Beschwerden abklären – und das nicht nur für dich sondern auch für andere.

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