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9. Mai 2019

Immer mit der Ruhe: Gelassenheit lernen und gesund leben

Natürlich können wir nicht alle Ärgernisse aus unserem Leben vertreiben. Wer aber mit einer entspannten Haltung an die Dinge rangeht, kann viel besser mit ihnen umgehen. Das Schöne: Gelassenheit lernen – das geht! Wir zeigen dir, mit welchen Strategien.

5 Min.

Es gibt viele Gründe aus der Haut zu fahren: Der Kollege, der wieder seine Arbeit bei dir ablädt oder der Chef, der Druck ungefiltert weiter gibt, sind nur zwei davon. Leistungsdruck, Konkurrenz, Überstunden – Stress lauert in der modernen Arbeitswelt an jeder Ecke. Folgen davon können Frustration, Verspannung bis hin zu psychosomatischen Beschwerden sein. Oft hilft da nur noch Dampf ablassen. Besser wäre es aber, diesen Ärger gar nicht erst aufkommen zu lassen – kurz gesagt, gelassener zu werden. Wie schaffen wir es, in Stresssituationen ein ruhiges Gemüt an den Tag zu legen? Die gute Nachricht: Gelassenheit kann man sich aneignen!

Gelassener werden beginnt im Kopf: Mach Ordnung! 

Du kennst das: Zu viele Gedanken im Kopf geben einem schnell das Gefühl von Überforderung. Wer gelassener und somit gesünder sein will, muss dringend Ordnung schaffen. Dabei hilft es, dass man unveränderliche Dinge akzeptiert und entspannt damit umgeht. Gelassene Menschen schaffen es, sich nicht mehr über Kleinigkeiten aufzuregen und in Panik zu geraten, wenn etwas anders als geplant verläuft. Wenn du dich mal wieder über etwas aufregst, raten genau diese Menschen meist: „Entspann dich doch mal!“ Aber warum fällt uns das Entspannen oft so schwer? 

Mögliche Gründe, warum es dir schwerfällt, gelassen zu sein

  • Gewohnheiten: Man gewöhnt sich an, sich über bestimmte Dinge immer aufzuregen und konditioniert sich so negativ. Bestimmte negative äußere Reize rufen gestresste Reaktionen hervor, derer man sich oft gar nicht mehr bewusst ist.
  • Gemeinsam schimpfen verbindet: Wir streben nach Zugehörigkeit und im Gespräch mit anderen suchen wir häufig ein Thema, das uns verbindet – und Frust ist da ein absoluter Dauerbrenner. So nehmen negative Ereignisse oft einen viel zu großen Platz ein.
  • Angst vor Einsamkeit: Eigentlich braucht man Zeit für sich. Weil sie aber Angst haben, Termine abzusagen, bürden sich viele Menschen sozialen Stress auf – man nennt das auch FOMO (= fear of missing out).
  • Flucht vor wahren Gefühlen: Wer sich aufregt, flüchtet sich in Wahrheit oft vor unangenehmen inneren Gedanken und Wünschen, um diese meist anstrengenden Gefühle zu vermeiden. 

Entspannung als Grundlage für Gelassenheit: Wie lässt sie sich in einen stressigen Alltag integrieren?

Wer sich von Stresssituationen im Berufsleben oder im Alltag nicht sofort aus der Bahn werfen lassen will, sollte diesen gelassen entgegentreten. Die Grundlage für diese Gelassenheit ist Entspannung. Aber was ist Entspannung überhaupt?

Entspannung ist ein Zustand, in dem man sich wohlfühlt und Körper, Geist und Seele in Balance sind. Wir verspüren keinen Druck, keine Anspannung und keine Belastung. Entspannen ist eine natürliche Fähigkeit, die wir alle in uns haben – es fällt uns aber oft schwer, sie hervorzuholen, weil wir alles perfekt machen wollen, ungeduldig sind und viel Wert auf die Meinung anderer legen.

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Vielen Menschen ist bewusst, dass sie mehr entspannen und abschalten sollten, um gesund und ausgeglichen zu leben. Trotzdem lässt sich das oft nicht so leicht umsetzen und in den stressigen Alltag integrieren. Um Entspannung langfristig Gelassenheit umzuwandeln, gibt es aber Strategien, die helfen können.

Richtig entspannen: Strategien für mehr Gelassenheit

Erst einmal musst du rausfinden, welche Situationen, Gedanken und Personen dir die Gelassenheit nehmen. Schreib sie auf und werde dir ihrer klar, um sie in akuten Fällen richtig zu bewerten. Werde dir bewusst, dass du eine subjektive Realität besitzt. Versuche, stressige Situationen einzuordnen und frage dich, ob sie objektiv wirklich so schlimm sind, wie du sie einschätzt. Und dann bestimmst du deine Reaktion: Du kannst jetzt wütend oder frustriert reagieren – oder du atmest bewusst durch, versuchst die Situation neutral zu betrachten und bleibst ruhig. Es liegt in deiner Hand! Zu viele Gedanken im Kopf gehören erst einmal geordnet und dann neutral betrachtet, um so gelassen zu reagieren. 


Viele von uns streben nach Perfektion – aber der Wunsch nach einem problemfreien Leben ist definitiv nicht erfüllbar, egal wie sehr du dich anstrengst. Wichtig ist viel mehr der richtige Umgang mit Problemen. Hier hilft es, die Einstellung zu ändern und Probleme als Übung und nicht als Rückschlag zu betrachten. 

Jeder hat solche stets optimistische Menschen im Freundeskreis, die nie Probleme zu haben scheinen – sicherlich haben sie welche, sie sehen ihnen einfach nur gelassener entgegen. Auch deine Wortwahl spielt eine Rolle, wenn du Gelassenheit erlangen willst: Absolute Aussagen wie „dramatische Probleme“ oder „extrem schlimme Situation“ machen Dinge womöglich größer, als sie sind.

Und wenn der Moment doch mal etwas stressiger ist als gedacht – probiere es mit diesen Tipps.  

Akut gelassener werden: 4 schnelle Life-Hacks

Durchatmen

Klingt banal, zeigt aber schnell Wirkung, denn die Atmung des Menschen hängt mit dem Stresslevel zusammen. Wenn du das nächste Mal in eine stressige Situation kommst, atme gezielt und tief dagegen – so beruhigst du Körper und Geist.

Bewegung

Wenn Stress hochkommt, bringe deinen Körper in Bewegung. Falls Sport gerade keine Option ist, gehe eine Runde spazieren. Oder versuche in deinen Körper hinein zu fühlen und finde verspannte Stellen. Setze dann den Fokus darauf und versuche sie so zu lockern.

Akzeptiere die Situation, wie sie ist

Wenn du in einen Bus steigst und der ist schon rappelvoll, ärgere dich nicht, sondern sag dir „Das ist eben so“. Du kannst nichts an der Tatsache ändern. Setz lieber die Kopfhörer auf und höre ein entspanntes Lied.

Trickse dich aus

Wenn du in einer Situation merkst, dass du in Stress gerätst, lenke dich ab. Frage dich zum Beispiel, was dich gerade glücklich macht. Ein paar Vorschläge dafür: deine Gesundheit, deine netten Kollegen oder ein Hobby.

Erfolgsformel Entspannung: Gelassene Menschen sind gesünder, zufriedener und erfolgreicher 

Körperliche Anspannung zeigt sich in gerunzelter Stirn, verspanntem Nacken und anderen physischen Schmerzen. Geistige Anspannung raubt den Schlaf, macht müde und kann zu Konzentrationsstörungen führen. Wer über längere Zeit gestresst ist, spürt schnell eine Beeinträchtigung des seelischen und körperlichen Wohlbefindens. Im schlimmsten Fall rutscht man sogar in ein Burn-Out oder erlebt schlimme körperliche Folgen wie einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt. 

Wer dem Stress gelassener entgegentritt, lebt also definitiv gesünder. Entspannte Menschen grübeln weniger, stecken weniger Zeit und Energie in negative Gefühle und treffen dadurch bessere Entscheidungen. Gerade bei Stress am Arbeitsplatz ist Gelassenheit von großem Vorteil: Mit einem distanzierten Blick auf die Dinge triffst du bessere und erfolgreichere Lösungen. Ein gutes Zeitmanagement kann hier helfen, sich selbst Ruhe- und Entspannungsphasen einzurichten, um den Kopf freizubekommen und die Gedanken wieder zu ordnen.

Unterstützen bei solchen Rückzugsphasen kann auch ein Digital Detox: Das bedeutet, das Smartphone, den Computer und andere technische Geräte auszuschalten und die analogen Dinge wieder bewusst wahrzunehmen. So konzentriert man sich auf eine Sache voll und ganz, entschleunigt so Körper und Geist.

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Und auch dafür, um weniger Zeit mit dem Handy zu verbringen, gibt es Apps – auch wenn das zunächst komisch klingt. „Offtime“ beispielsweise zwingt dich dazu, die Konzentration auf die wirklich wichtigen Dinge zu lenken. Sie blockiert für Zeiträume deiner Wahl störende Benachrichtigungen, Messages oder Anrufe und schränkt den Zugriff auf Anwendungen ein. Mehr Tipps und die gängigsten Methoden, um Entspannung in deinen Alltag zu integrieren, haben wir für dich unter die Lupe genommen – damit dir der Einstieg in ein gelasseneres Leben leichtfällt!

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