Nervenbündel oder Zen-Meister: Welcher Stresstyp bist du?

Ob du bei Stress erstarrst oder unter Druck erst richtig loslegst, hängt mit deiner Persönlichkeit zusammen. Welche Stresstypen gibt es? Welcher Stresstyp bin ich? Wir geben Antworten und verraten, welche Anti-Stress-Strategie für dich funktioniert.

Dein Herz bleibt einen Moment stehen, um gleich darauf einen Sprint hinzulegen. Gerade als du auf „senden“ geklickt hast, ist er dir ins Auge gefallen – dieser dicke Fehler im Jahresabschlussbericht. Dabei hattest du doch akribisch alles geprüft!

Völlig schwach in den Knien wägst du deine Optionen ab: Das Fiasko sofort beichten und ein Donnerwetter des Chefs riskieren? Stur weiterarbeiten und hoffen, dass niemand den Fehler bemerkt? Oder sofort ein paar Freunde zum abendlichen Weintrinken zusammentrommeln? Wäre doch gelacht, wenn es dir danach nicht besser ginge.

Reaktionsmuster: Wie gehst du mit Stress um?

Wie du auf Stressfaktoren wie den hypothetischen Fehler im Jahresabschlussbericht reagierst, ist eine Sache deiner Persönlichkeit. Bist du eher ein Pessimist? Ein Optimist? Pflichtbewusst? Konfliktscheu?

Außerdem ist die Reaktion auf Stress eng an deine subjektive Bewältigungsstrategie, die sogenannte Coping-Strategie, gekoppelt. Der US-amerikanische Psychologe Richard Lazarus hat hier drei Ansätze entwickelt:

11 Tipps gegen Stress

Lade dir diesen simplen Guide herunter und entdecke 11 Wege, deinen Stress langfristig loszuwerden.

Fauxpas im Job – die Top-Ursache für Stress

  1. Fehler: Bei 82 % der von Deloitte befragten Angestellten schrillen die Alarmglocken, sobald im Job etwas nicht nach Plan läuft
  2. Anstrengende Arbeitstage: 52 % fühlen sich durch eine ausufernde Arbeitslast gestresst
  3. Konflikte: 52 % werden nervös, wenn sie einen beruflichen Konflikt austragen müssen
  4. Zeitdruck: 46 % lassen sich von Terminen, knappen Fristen und Co. unter Druck setze
  5. Face-to-Face-Interaktionen: 45 % identifizierten anspruchsvolle Interaktionen, wie Vorträge als Stressfaktor Nummer eins

Um mehr über die verschiedenen Stresstypen und Bewältigungsstrategien am Arbeitsplatz herauszufinden, hat die Unternehmensberatung Deloitte 23.000 Angestellte unterschiedlicher Level aus 1.300 Unternehmen in 120 Ländern befragt. Basierend auf unterschiedlichen Persönlichkeiten und deren Reaktionsmustern hat Deloitte vier Stresstypen herausgearbeitet.

Nervenbündel oder Zen-Meister: Welche Stresstypen gibt es? 

Mit ihren vier Stresstypen hat Deloitte eine Schablone für die Stressreaktion unterschiedlicher Mitarbeiter im Unternehmen entworfen. Wir haben zudem deren Stressfaktoren ergänzt.

Zen Stresstypen

Die besten Bewältigungsstrategien für deinen Stresstyp

Für den richtigen Umgang mit Stress gibt es kein Patentrezept. Doch wenn du deine Persönlichkeit, deine Stressursachen und deine Reaktionsmuster zu deuten weißt, kann dir das wichtige Hinweise auf deine ideale Anti-Stress-Strategie liefern. Wie wäre es also mit einer kleinen Selbsteinschätzung? Wir haben dafür die Stresstypen allgemeiner gefasst. Erkennst du dich in einem davon wieder? Dann lass dich auch von unseren passenden Tipps inspirieren

Typ: Akribischer Planer

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Hier ist dein Anti-Stress-Rezept

Übe dich in Flexibilität! Deine Planung in allen Ehren, aber Anpassungsfähigkeit ist ein Schlüsselkriterium der modernen Arbeitswelt. Erinnere dich an Situationen, in denen Veränderungen zur Verbesserung deiner Situation geführt haben und sieh sie als Möglichkeit, daran zu wachsen.

Typ: Ja-Sager

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Hier ist dein Anti-Stress-Rezept

Setze Prioritäten und plane! Wenn du mal wieder den Fokus verlierst, helfen Organisations-Tools wie Wunderlist oder Trello. Damit kannst du dir Ziele setzen, deinem Tag mehr Struktur geben und du verhinderst, dass du dich in deinen vielen Interessen und Aufgaben verhedderst.

Verliere nicht den Überblick, auch wenn du gerade viele Themen auf dem Tisch hast. Die Apps helfen dir dabei:

App: Wunderlist

Schnelles, schickes und vor allem übersichtliches Aufgaben-Management. Ein Must-Have.

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App: Trello

Next-Level Aufgabenmanagement im Kanban Stil. Hier wird Kollaboration groß geschrieben.

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Typ: Stratege

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Hier ist dein Anti-Stress-Rezept

Sorge für Ausgleich! Wenn du immer nur Vollgas gibst, ist dein nächster Boxenstopp ein Dreibettzimmer im Krankenhaus. Lege beim Arbeiten regelmäßig Pausen ein, in denen du dich bewegst. Auch Entspannungsübungen wie autogenes Training können dir helfen, herunterzukommen. Dann fällt es dir auch leichter, das große Ganze in deiner Arbeit wiederzufinden.

Für alle, die das viele Nachdenken über Stress ganz unruhig gemacht hat: Nicht jeder Stress ist schlecht. Im Gegenteil! Mehrere Studien haben bewiesen, dass positiver Stress für Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden sogar förderlich ist. So gaben über die Hälfte der Drivers und Pioneers aus der Deloitte-Studie an, unter Druck effektiver zu arbeiten. 

Wichtig ist es, den eigenen Umgang mit Stress zu verstehen – und gegebenenfalls anzupassen. Wie das geht? Unsere Tipps helfen dir dabei. Eine positivere Einstellung zum Stress selbst und eine gute Erste-Hilfe-Strategie helfen dir am besten, um auch unter Druck hervorragend zu arbeiten.

Marie-Theres Rüttiger
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Marie-Theres Rüttiger

Marie-Theres ist Online Redakteurin für Gesundheits- und Versicherungsthemen bei ottonova. Sie konzipiert den Redaktionsplan, recherchiert und schreibt vor allem über (E-)Health und Innovation, die das Leben besser machen. 

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