17. Januar 2020

5 Tipps für deine finanzielle Gesundheit

Du startest in deinem Job voll durch und hast ein nettes Sümmchen angespart? Super! Was du damit machen kannst und wie du einen cleveren Umgang mit Geld lernst, verrät dir dieser Artikel. Denn: Finanzielle Gesundheit legt nicht nur jetzt, sondern auch in Zukunft die Basis für dein Wohlergehen.

4 min.

Macht Geld glücklich?

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Werfen wir doch einen Blick auf die, die es wissen müssen: Was machen reiche Menschen anders? Offenbar haben sie den richtigen Umgang mit Geld von der Pike auf gelernt. Auch Wissenschaftler und Geldanlage-Experten haben ein paar gute Finanztipps auf Lager, die wir dir nicht vorenthalten wollen.


1. Entwickle eine gesunde Beziehung zu Geld

Viele Menschen fragen sich, ob Geld wirklich glücklich macht. Bill Gates muss es wissen. Seine Antwort lautet: „Ich muss nicht über Ausgaben für Gesundheit und Bildung nachdenken. Frei von Geldsorgen zu sein, ist wirklich ein Segen. Aber natürlich braucht man keine Milliarden, um an diesen Punkt zu kommen.“ Das sagt eigentlich schon alles. Und Studien stimmen ihm zu: Geld macht nur bis zu einem gewissen Grad glücklich.

Man muss problemlos für all das aufkommen können, was wirklich wichtig ist: Essen, Kleidung, Gesundheit, Fortbewegung und Co. Und das Gefühl zu haben, sich hin und wieder etwas gönnen zu dürfen, ist natürlich auch klasse. Aber superreich zu sein, ist dafür nicht notwendig. Es steigert das Glücksgefühl auch nicht. Wer sein Gehalt immer wieder erhöhen kann und schließlich bei 60.000 Euro Jahreseinkommen landet, ist laut einer Studie glücklicher als vorher. Ab da stagniert das Glück. Auch 150.000 Euro können ihm nichts mehr hinzufügen. Das Glücksgefühl nimmt sogar ab. Vielleicht, weil hoch dotierte Positionen viel Zeit fressen und sehr stressig sind.

Fazit: Freue dich, wenn du ein gutes Einkommen hast, aber lauf dem Geld nicht hinterher. Sonst landest du im Hamsterrad und verlierst deine gute Laune. Dann könnte das Geld deiner Gesundheit sogar schaden.


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2. Lebe nicht über deinen Verhältnissen

Der Autor des Buches „Rich Habits“ fand heraus, dass reiche Menschen niemals über ihren Verhältnissen leben. Laut Tom Curley sparen sie 20 Prozent ihres Netto-Einkommens und geben die restlichen 80 Prozent aus. So vermeiden sie es, einen Berg von Schulden anzuhäufen, der ihnen am Ende schlaflose Nächte bereitet. Gesunde Finanzen sehen anders aus.

Wenn du regelmäßig sparst, baust du dir ein bequemes Finanzpolster auf, das dir in schwierigen Zeiten zur Verfügung stehst. Vielleicht willst du ja irgendwann eine Weltreise machen, ein Haus kaufen oder früher in Rente gehen? Der richtige Umgang mit Geld kann dir später einen großen Wunsch erfüllen.

Apropos Haus kaufen: Hier kommen die Wenigsten um Schulden herum. Achte allerdings darauf, dass dein Grundstock an Kapitel groß genug ist.

30 bis 40 Prozent Eigenkapital gelten als ideal, um das Eigenheim solide zu finanzieren und finanziell gesund zu bleiben. 

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3. Nutze Apps für deinen finanziellen Wohlstand

Viele Menschen, die den richtigen Umgang mit Geld lernen wollen, kennen ihren finanziellen Status quo gar nicht genau. Bringe also Ordnung in dein Finanz-Chaos und prüfe, wie viel Geld sich momentan auf welchen Konten befindet.

Deine aktuellen Einnahmen und Ausgaben kannst du mit Apps überwachen, zum Beispiel mit der App „MoneyControl“. Zu deinem Haushaltsbuch passende Kreditangebote erhältst du mit der App „bonify Finanzmanager“. Wenn du dich für Minimalismus interessierst, hilft dir diese App beim Geldsparen.

App: MoneyControl

Die App MoneyControl ist dein digitales Haushaltsbuch: So hast du dein Budget immer unter Kontrolle.

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App: Bonify Finanzmanager

Prüfe mit der App jederzeit kostenlos deine Bonität und entdecke dazu passende Sparangebote.

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Natürlich gibt es auch jede Menge Apps, die dir in puncto Geldanlage helfen. Mit der Zinsrechner-App siehst du sofort, wie sich dein Geld bei unterschiedlichen Zinssätzen vermehrt. Wobei sich hier die Frage stellt: Wie kommst du im Zinstief eigentlich an gute Zinsen? Welche Geldanlage-Tipps sind auch 2020 noch aktuell?


4. Investiere in Aktienfonds und in dich selbst

In Zeiten der Niedrigzinsphase bekommst du für Tages- oder Festgeld nur noch sehr wenige Zinsen, wenn überhaupt. Wenn du deine hart erarbeiteten Ersparnisse also auf einem solchen Konto deponiert hast, schrumpfen sie jedes Jahr. Denn die Inflation beträgt ein bis zwei Prozent und schmälert die Kaufkraft deines Geldes Jahr für Jahr.

Um gegenzusteuern, kannst du dein Geld an der Börse investieren. Dafür musst du nicht jeden Tag die Börsen-News lesen. Einsteiger entscheiden sich häufig für günstige ETFs, also passive Fonds, die einen Index wie zum Beispiel den DAX nachbilden. Börsentiefs kannst du damit einfach aussitzen, um dich danach wieder über Gewinne zu freuen. Je nach Fonds und Wirtschaftslage belaufen sich die Zinsen im Schnitt auf etwa 6 Prozent.

Spätestens hier wird deutlich: Dein Geld vermehrt sich nicht von allein. Du musst etwas dafür tun, es anlegen und dir dafür eine Strategie überlegen. Das ist kein Hexenwerk, aber ein bisschen Zeit und vor allem Know-how brauchst du schon. Deshalb investiere zunächst einmal in dich selbst: Bilde dich weiter, vernetze dich mit Gleichgesinnten, tausche Wissen aus und lese jeden Tag Zeitungen oder Bücher.

Tatsächlich verbringen 88 Prozent der reichen Menschen, die Tom Corley befragte, mindestens 30 Minuten pro Tag mit Lesen. 

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5. Finanzielle Gesundheit: Vergiss deine Absicherung nicht!

Wenn du dich in die Finanzmaterie einliest, wird schnell klar, dass es beim korrekten Umgang mit Geld nicht nur um Vermögensaufbau geht. Auch ein höheres Sümmchen schmilzt schnell dahin, wenn du nicht mehr arbeiten kannst oder der demographische Wandel deine Rente auffrisst. Deshalb ist es sinnvoll, klassische Existenzrisiken abzusichern.

Und zwar so:

  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Solltest du schwer krank werden und nicht mehr arbeiten können, würdest du nur eine geringe Erwerbsminderungsrente erhalten. Damit könntest du deinen aktuellen Lebensstandard nicht halten. Um das zu verhindern, schließen viele Menschen eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab.
  • Private Haftpflichtversicherung: Die sollte jeder haben, damit sie einspringt, wenn du zum Beispiel unaufmerksam auf die Straße läufst, ein Autofahrer deshalb gegen einen Baum knallt und von dir Schadensersatz haben möchte.
  • Risikolebensversicherung: Diese Police kommt zum Beispiel für deine Kinder auf, wenn du frühzeitig stirbst.
  • Altersvorsorge: Es ist kein Geheimnis mehr: Mit der gesetzlichen Rente wirst du deinen gewohnten Lebensstandard im Alter nicht halten können. Hier kannst du ausrechnen, wie hoch sie in deinem Fall sein könnte. Die Lücke schließt du am besten, indem du privat vorsorgst. Ja, das ist tatsächlich schon in jungen Jahren wichtig. Denn: Je früher du anfängst zu sparen, desto mehr profitierst du vom Zinseszins. Das bedeutet: Auch die Zinsen werfen Zinsen ab und ergeben im Lauf der Jahre eine größere Summe.
  • Gesetzliche oder private Krankenversicherung: Zu einer guten Vorsorge gehört auch eine Krankenversicherung, die im Alter bezahlbar bleibt. Bist du angestellt und verdienst mindestens 62.550 Euro (JAEG) solltest du überlegen, ob eine private Krankenversicherung für dich Sinn macht, denn die finanzielle Gesundheit und die beste Absicherung deiner körperlichen Gesundheit gehen schließlich einher. Schau jetzt, was sich für dich lohnt. Auch als Selbstständiger könnte es sich für dich rentieren. So kannst du schon früh Altersrückstellungen aufbauen und die Beitragslast in der Rente reduzieren. Auch dies gehört zu einer gut geplanten langfristigen Finanzierung.

Private Krankenversicherung im Alter

Höhe deines Krankenversicherungsbeitrags in der Rente?



Jetzt weißt du, was finanzielle Gesundheit ausmacht: Kümmere dich um dein Geld, lege es gewinnbringend an und sichere deine existentiellen Risiken ab. Du musst kein Finanzfreak werden, um einen gesunden Umgang mit Geld zu lernen. Hier bringt dich der viel gepriesene Mittelweg weiter: Sei dir bewusst, dass Geld ein wichtiger Grundstein für deine Vorsorge jetzt und im Alter ist, aber lauf dem Geld nicht hinterher.

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