15. Oktober 2019

Schreibblockade lösen – 6 Tipps, so geht's!

Jeder, der beruflich oder privat schreibt, kennt und fürchtet sie: Die Schreibblockade. Das ist der Moment, in dem du aufs Papier oder auf den Bildschirm starrst und einfach nichts mehr geht. Wie du solch einen kreativen Schreibstau löst, liest du hier.

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Ein weißes Blatt, ein leerer Bildschirm und der Kopf ist völlig ideenlos: Nicht nur berühmte Autoren wie Hemingway oder Kafka litten regelmäßig unter einer Schreibblockade, auch im Alltag stehen wir immer wieder vor dem Problem, dass uns die Worte fehlen. Du kennst das sicher auch – eigentlich musst du dringend ein wichtiges Konzept zu Papier bringen, aber sobald du dich an den Schreibtisch setzt, geht einfach nichts mehr. Während der Abgabetermin immer näher rückt, zermarterst du dir den Kopf, wie du endlich diese kreative Blockade löst. Die gute Nachricht: Das geht, du muss nur verstehen, warum sich der Kopf gerade querstellt! Am Ende des Artikels findest du sechs konkrete Tipps, mit welchen Strategien du die Schreibblockade lösen kannst.

Was versteht man unter einer Schreibblockade und wie äußert sie sich?

Fast jeder von uns kennt den Moment, wenn man etwas schreiben muss, aber einfach keinen Einstieg findet oder plötzlich nicht mehr weiter weiß. Besonders schlimm sind solche Hänger für Menschen, die professionell schreiben, wie etwa Journalisten oder Autoren. Aber auch bei einem Konzept für den Chef, einer Präsentation für den Kunden oder einer Bewerbung kann es ganz schön verheerend sein, wenn dir plötzlich die Worte fehlen. Das leere Blatt oder der Bildschirm schauen einen wie fragend an und je mehr man sich unter Druck setzt, umso schlechter geht es voran.

Es gibt viele Formen solcher Schreibblockaden. Wer unter einer kreativen Hemmung leidet, der findet oft nicht den Weg zum Schreibtisch. Alles andere ist wichtiger oder interessanter als die Schreibaufgabe, die vor einem liegt. Sobald man sich an den Schreibtisch gesetzt hat, hat man schon keine Lust mehr. Du kennst das doch auch: Immer, wenn du gerade hoch motiviert starten willst, hast du eine plausible Ausrede parat. Plötzlich meldet sich der Hunger, die Wäsche musste unbedingt gemacht werden oder dieser eine Telefonanruf wird plötzlich zur obersten Priorität. Aber wie entstehen eigentlich solche kreativen Blockaden?

Wenn der Kopf leer ist: Was sind die Ursachen für eine Schreibblockade?

Druck, ob von innen oder von außen, ist einer der Hauptursachen. In den meisten Fällen führt aber eine Kombination von vielen verschiedenen – psychischen und physischen – Faktoren dazu, dass man nichts zu Papier bringt.

So ein Druck von außen kann beispielsweise ein nahender Abgabetermin sein. Den inneren Druck machen wir uns dagegen selbst: Wir wollen besonders gut, besonders schnell oder besonders ausführlich mit unserem Schreibwerk sein. Wir setzen uns so besonders hohe Maßstäbe, die schwer zu erreichen sind und uns so hemmen. Das führt unter Umständen zu Zweifeln und Ängsten, die Erwartungen nicht zu treffen. Oft entsteht bei Schreibenden, die nicht weiterwissen, auch ein Gefühl, dass der produzierte Inhalt gar nicht interessant wäre und das demotiviert zusätzlich.

Neben den emotionalen können auch fachliche Aspekte dazu führen, dass die Arbeit stoppt: Du hast die Aufgabe nicht ganz verstanden, das fachliche Wissen ist nicht ausreichend oder du verfügt über zu wenig Material. Häufig entsteht eine Schreibblockade aber auch, wenn man sehr unstrukturiert an die Aufgabe herangeht oder das Konzept nicht gut durchdacht ist.

Und zuletzt können auch äußere Faktoren räumlicher oder körperlicher Art schuld daran sein, dass ein Schreibstau entsteht – beispielsweise eine ungeliebte Schreibumgebung oder eine Schreibzeit, die nicht zum eigenen Biorhythmus passt.


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Die kreative Blockade lösen – mit diesen 6 Tipps

Mit der Angst vor dem leeren Papier haben sich schon zahlreiche Bücher und Psychologen beschäftigt – ein perfektes Rezept zur Vermeidung einer Schreibblockade gibt es leider bis heute nicht. Steckst du mittendrin, können diese Punkte sicherlich helfen, die kreative Durststrecke zu überwinden.

Schreibblockade Raeumliche Veraenderung B

1. Suche eine räumliche Veränderung

Oft kann eine Veränderung des Ortes schon für mehr Inspiration und Produktivität sorgen. Am besten gehst du dann in eine Umgebung, in der du dich wohlfühlst und entspannt arbeiten kannst. Alles, was die Kreativität fördert, ist gut – das kann der Schreibtisch, ein Café, das Sofa oder ein sonniger Platz im Garten sein.

Schreibblockade Keine Ablenkung B

2. Schalte Störquellen aus

Während du versuchst, die Schreibblockade zu lösen, klingelt das Telefon, E-Mails kommen an und das Handy nervt mit Push-Benachrichtigungen. Schalte diese Störquellen aus und sorge dafür, dass du fokussiert und konzentriert arbeiten kannst.

Schreibblockade Gliederung B

3. Mache dir eine strukturierte Gliederung

Um eine Schreibblockade gar nicht erst entstehen zu lassen, hilft es, wenn du den Text oder die Präsentation schon vorab gut gliederst und du dir vielleicht sogar schon Zwischenüberschriften überlegst. Dann ist die Hälfte der Arbeit schon getan.

Schreibblockade Inspiration B

4. Lass dich von anderen inspirieren

Wenn du gar nicht weiterkommst und eine kreative Blockade hast – lies Texte, die ähnliche Inhalte haben wie deine. Achte darauf, wie diese Autoren das Thema angegangen sind und ihren Text strukturiert haben. Natürlich sollst du nicht kopieren, aber es kann helfen, neue inhaltliche Aspekte zu erkennen.

Schreibblockade Reden B

5. Rede mit anderen darüber

Wenn du an einer Stelle hängst, rede mit Freunden oder Kollegen darüber. Ein kurzer Austausch kann schnell neue Inspiration und Ideen bringen.

Schreibblockade Bewegung B

6. Lass den Text liegen

Wenn du die Zeit dafür hast, lass dein Schreibwerk einfach mal ein paar Stunden oder einen ganzen Tag liegen und gehe stattdessen einer anderen kreativen Tätigkeit nach. Auch Bewegung kann den “Schreib-Geist“ wieder in Wallung bringen.

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