Was muss ich nach der Corona-Impfung beachten?

Nach der Corona-Impfung Alkohol trinken oder Sport treiben? Vor der Impfung nichts essen? Und nach dem Piks sofort immun? Es kursieren allerlei Informationen rund um die Corona-Impfung – manche sind wahr, manche weniger. Wir klären die Frage: „Was muss ich nach der Corona-Impfung beachten?“

Endlich ist er da – dein erster Impftermin! Im ersten Moment ist die Freude wahrscheinlich groß, doch dann schießen dir nicht selten Fragen in den Kopf. Wie ist das denn nun mit den Nebenwirkungen? Bin ich nach der Corona-Impfung wirklich immun? Und was muss ich nach der Corona-Impfung beachten? Kein Grund zur Sorge, denn wir beantworten deine Fragen, damit du bei deiner Immunisierung keine Schutzwirkung einbüßt und so schnell wie möglich wieder fit bist!

First things first: Wann bin ich nach der Corona-Impfung immun - und wie hoch ist der Impfschutz?

Mit den Impfstoffen der Firmen Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca musst du dich zweimal impfen lassen. Erst dann tritt die volle Wirkung der Impfstoffe ein. Das bedeutet allerdings nicht, dass nicht schon die erste Impfung einen Schutz bietet. So kam eine schottische Studie zu dem Ergebnis, dass vier Wochen nach der ersten Corona-Impfung mit Biontech/Pfizer das Risiko eines Krankenhausaufenthaltes um bis zu 85 Prozent sinkt. Mit der Erstimpfung von AstraZeneca sollen es gar 94 Prozent sein.

Wann du nach der Corona-Impfung immun bist, beziehungsweise wie stark der Impfschutz ist, hängt vom Impfstoff ab. Die Schutzwirkung der verschiedenen Impfstoffe (gemessen daran, in die vielen Fällen sie 14 Tage nach der letzten Dosis eine Erkrankung verhindern) verhält sich wie folgt:

Der volle Impfschutz tritt rund 14 Tage nach der letzten Dosis ein. Obwohl du auch nach der Corona-Impfung keinen hundertprozentigen Schutz vor der Erkrankung hast, sinkt die Notwendigkeit eines Krankenhausaufenthalts im Falle einer Infektion sehr stark ab, wenn du geimpft bist. Auch wenn du also zum Beispiel „nur“ einen Impfschutz von 80 Prozent hast, schützt dich die Impfung im Falle einer Ansteckung fast immer vor einem schweren Verlauf.


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Bin ich nach der Corona-Impfung ansteckend?

Nach der Corona-Impfung bist du weitestgehend vor einer Infektion und noch mehr vor einem schweren Verlauf der Krankheit geschützt. Aber solltest du deshalb gleich deinen ungeimpften Freunden und Verwandten um den Hals fallen? Was muss ich nach der Corona-Impfung beachten, damit ich niemanden mehr anstecke?

Zunächst einmal gibt es eine Entwarnung: Dadurch, dass die Chance, dich mit Corona anzustecken, durch die Impfung stark sinkt, nimmt infolge auch die Wahrscheinlichkeit ab, dass du jemanden ansteckst. Auch wenn du dich trotz Impfung infizierst, hast du im Schnitt eine deutlich geringere Viruslast, bist also weniger ansteckend als ein Ungeimpfter. Das bedeutet aber auch, dass du nach der Corona-Impfung ansteckend sein kannst, obwohl du vielleicht gar keine Symptome hast! Vor allem im Umgang mit Ungeimpften und im öffentlichen Raum bedeutet das also, dass du zum Schutz deiner Mitmenschen weiterhin den Mindestabstand einhalten, eine medizinische Maske tragen und natürlich die alle Hygieneempfehlungen genau wie vor der Corona-Impfung beachten solltest.

Kann die Corona-Impfung Nebenwirkungen hervorrufen?

Wie die meisten Impfungen können auch bei der Corona-Impfung Nebenwirkungen auftreten. Diese sind in den allermeisten Fällen harmlos und dauern nur ein bis drei Tage an. So kannst du zum Beispiel Kopfschmerzen, Fieber, Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit oder Schmerzen an der Einstichstelle erleben. Diese Impfreaktionen sind ganz normal und treten je nach Impfstoff sehr oft auf. Solltest du jedoch vier bis sechzehn Tage nach der Corona-Impfung Nebenwirkungen wie anhaltende oder punktuelle Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Kurzatmigkeit oder punktförmige Hautblutungen beobachten, solltest du dich sofort an deinen Arzt wenden!

Bei der Impfung mit AstraZeneca sind vor allem bei Personen unter 60 Jahren in sehr wenigen Fällen Hirnvenenthrombosen (Blutgerinnsel im Gehirn) im Zusammenhang mit der Impfung festgestellt worden, weshalb der Impfstoff momentan nur für Personen über 60 Jahren empfohlen wird. Hier ist deshalb eine Risikoabwägung gemeinsam mit dem Hausarzt sinnvoll, wobei das Risiko einer Corona-Infektion mit schwerem Verlauf in jeder Altersgruppe das einer Thrombose übersteigt.

Einen Hinweis auf Langzeitnebenwirkungen gibt es bisher nicht. Klar, schließlich sind die Impfstoffe ja noch nicht einmal ein Jahr zugelassen. Studienteilnehmer werden jedoch momentan über einen langen Zeitraum hin beobachtet. Grundsätzlich werden bei Impfstoffen mögliche Nebenwirkungen aber in der Regel relativ schnell nach Verabreichen entdeckt.


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Darf ich nach der Corona-Impfung Sport treiben?

Nach der Impfung solltest du Stress besser vermeiden. Dazu gehören auch intensive Workouts – wenn du nach der Corona-Impfung Sport treiben möchtest, dann solltest du mit Leistungs- oder Kraftsport also einige Tage warten. Dann darfst du wieder deine Muskeln spielen lassen.

Nichts einzuwenden gibt es jedoch gegen eine leichte oder moderate Trainingseinheit, solange du dich fit fühlst. Ein ausgedehnter Spaziergang oder die kleine Joggingrunde am nächsten oder übernächsten Tag ist also durchaus erlaubt!

Thema Essen: Was muss ich bei der Corona-Impfung beachten?

Hast du schon einmal gehört, dass du vor der Corona-Impfung Essen lieber vermeiden solltest? Diesen „Tipp“ kannst du getrost ignorieren! Denn dir vor deiner Impfung noch eine Mahlzeit zu gönnen, hat keine Auswirkung auf den Impferfolg. Wird dir beim Gedanken an die Spritze unwohl, kann es sogar sinnvoll sein, vor der Corona-Impfung zu essen, damit der leere Magen den Kreislauf nicht noch mehr belastet. Fazit: Das Sandwich vor dem Arztbesuch ist kein Risiko, sondern vielleicht sogar eine sehr gute Idee!

Darf ich nach der Corona-Impfung Alkohol trinken?

Für alle, die auf Ihre Impfung anstoßen oder sich Mut antrinken wollten, hier die schlechte Nachricht: Sowohl vor als auch nach der Corona-Impfung Alkohol zu trinken, ist nicht zu empfehlen. Das liegt daran, dass der Konsum von Alkohol das Immunsystem schwächt und Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen verstärken kann. Eindeutige Studien dazu, wie sich Alkohol auf die Immunantwort auswirkt, gibt es noch nicht. Dennoch gibt es in Rahmen von Versuchen an Rhesusaffen Hinweise darauf, dass der Konsum die Antikörper- und T-Zellenantwort nach der Impfung verringern kann.

Zwar wurde diese Wirkung beim Menschen noch nicht eindeutig nachgewiesen, trotzdem wird von vielen Ärzten empfohlen, nach der Corona-Impfung den Alkohol lieber mindestens einen Tag lang, besser aber deutlich länger im Schrank stehen zu lassen und größere Mengen erst nach etwa einer Woche wieder zu trinken. Sicher ist sicher!

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Einnahme von Ibuprofen oder Paracetamol: Was muss ich vor und nach der Corona-Impfung beachten?

An der ein oder anderen Stelle hast du vielleicht schon gelesen, dass die Einnahme von Ibuprofen oder Paracetamol den Nebenwirkungen der Corona-Impfung vorbeugen kann – gleichzeitig wird jedoch auch empfohlen, keine fiebersenkenden Medikamente für bis zu acht Stunden nach der Impfung einzunehmen. Aufgrund der fehlenden Datenlage kann das RKI weder zu der einen noch zu der anderen Aussage Stellung beziehen. Zwar gebe es durch Studien mit anderen Impfstoffen Hinweise darauf, dass eine Einnahme von fiebersenkenden oder schmerzlindernden Medikamenten auch bei einer Corona-Impfung nicht empfehlenswert sein könnte.

Dennoch bestehen noch keine ausreichenden Beweise dafür, dass Medikamente wie Ibuprofen oder Paracetamol den Impferfolg mindern oder gar verbessern können. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, verzichtest du am besten am Tag der Impfung darauf. Sinnvoll und wichtig ist es in jedem Fall, die Einnahme von Medikamenten vor oder nach deiner Impfung mit deinem Hausarzt zu besprechen!

Kann ich nach der Impfung arbeiten?

Es ist möglich, dass die Nebenwirkungen der Impfung so stark sind, dass du arbeitsunfähig bist. In diesem Fall kann dir dein Arzt eine Krankmeldung für die Dauer der Nebenwirkungen ausstellen. Am besten informierst du deinen Arbeitgeber zeitnah darüber, dass du geimpft wirst, sodass dieser mit einem möglichen Ausfall planen kann. In der Regel dauern die möglichen Nebenwirkungen von einem bis zu drei Tage an. In vielen Fällen fällt die Reaktion auf die Corona-Impfung aber auch so gering aus, dass du trotzdem arbeiten kannst.

Kann ich mich impfen lassen, wenn ich schon an Corona erkrankt war?

Eine überstandene Corona-Infektion ist kein Grund, dich nicht impfen zu lassen. Allerdings genießen auch Genesene nach heutigem Wissensstand eine vergleichbare Immunität innerhalb von mindestens sechs Monaten nach der Infektion.

Wenn du Corona bereits überstanden hast und nicht zu einer Risikogruppe gehörst, dann solltest du also darüber nachdenken, lieber Ungeimpften den Vorrang zu lassen, solange der Impfstoff noch knapp ist. Wenn du schon einmal an Covid-19 erkrankt warst, dann reicht übrigens eine Impfdosis für den vollständigen Impfschutz.


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Beeinflussen Vorerkrankungen die Corona-Impfung?

Bisher ist nicht bekannt, dass Vorerkrankungen die Corona-Impfung unwirksam oder gar gefährlich machen. Das gilt auch für immunschwache Menschen oder solche, die sich immunsuppressiven Therapien unterziehen wie zum Beispiel HIV- oder Krebspatienten. Da diese in bestimmten Fällen zu einer Risikogruppe gehören, wird eine Impfung sogar besonders empfohlen. Klar ist allerdings noch nicht, ob eine solche Erkrankung zu einer verminderten Wirksamkeit der Impfung führen könnte. Bist du dir unsicher, ob bestimmte Therapien oder Vorerkrankungen die Corona-Impfung beeinflussen könnten, solltest du dies auf jeden Fall mit deinem Arzt besprechen.

Auch Allergiker und Menschen, die bereits eine allergische Reaktion auf andere Impfungen oder Medikamente erlebt haben, sollten ihren Arzt vor der Impfung informieren. Denn zwar geht die STIKO momentan nicht davon aus, dass die Corona-Impfung eine Reaktion bei Menschen mit allergischen Vorerkrankungen hervorruft, dennoch sollte der Arzt informiert werden, damit eine entsprechende Überwachung möglicher Symptome erfolgen kann. Anders sieht es natürlich aus bei einer Allergie gegen in den Impfstoffen enthaltenen Stoffen. Sehr selten kam es bisher bei der Corona-Impfung zu solchen Reaktionen. Eine anaphylaktische Reaktion (also eine starke allergische Reaktion) kann bei schnellem Eingreifen eines Arztes jedoch in den Griff bekommen werden, sodass es bisher noch zu keinem Todesfall in diesem Zusammenhang kam.

Was wir aus der Pandemie gelernt haben und wie die Zukunft aussehen könnte, erfährst du hier:

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