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15. Oktober 2020

Dermatologie-Apps: Professionelle Hilfe aus der Ferne

Die Haut sagt viel über deine Gesundheit aus – die Zeichen richtig zu deuten ist jedoch oft nicht leicht. Wie gut, dass es heute Dermatologie-Apps gibt, die eine erste Einschätzung vereinfachen. Doch welche Apps eignen sich dafür und welche sind wirklich nützlich?

5 Min.

Ein Blick in den Spiegel genügt – und schon weißt du, wenn es deiner Haut nicht gut geht: Rötungen, Schuppen oder Ausschlag sind ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Was konkret das Problem ist, weiß nur dein Hautarzt. Doch nicht immer muss er dich dafür persönlich in Augenschein nehmen. Dank immer leistungsfähiger Smartphones setzen sich in der Dermatologie auch immer mehr telemedizinische Angebote durch.

Sowohl für Patienten als auch für Dermatologen gibt es eine große Auswahl an Dermatologie-Apps und Plattformen, über die Dermatologie online durchgeführt werden kann. Viele Untersuchungen des größten menschlichen Organs sind damit bequem per Mobile Device oder Webcam möglich – ohne dass du dazu deine Wohnung verlassen musst. Außerdem findest du im App-Store zahlreiche Dermatologie-Diagnose-Apps, mit denen du deine Haut selbst untersuchen kannst.

Was bringen Dermatologie-Apps?

Während der Corona-Krise gab es auch erfreuliche Nachrichten. So ist beispielsweise die Telemedizin in der Gunst von Ärzten und Patienten gestiegen. Bei Husten oder Fieber ermöglicht sie dir den Online-Austausch mit einem Arzt und schützt dich vor der Ansteckungsgefahr durch andere Patienten im Wartezimmer. 
Auch wenn du dich einmal in deiner Haut unwohl fühlst, kannst du heute per Teledermatologie-Apps einen Hautarzt online konsultieren. Besonders praktisch ist das, wenn du im Urlaub akute Beschwerden hast und auf die Schnelle keinen Arzttermin bekommst. Telemedizin eignet sich darüber hinaus auch, um den Fortschritt einer laufenden Behandlung zu begleiten. 


Deine Vorteile als Patient:

  • kaum Wartezeiten
  • größere Flexibilität bei der Terminwahl
  • schneller zur Ersteinschätzung
  • weniger Stress
  • ortsunabhängige Diagnose
  • geringere Ansteckungsgefahr in Viruszeiten
  • diskrete Behandlung

Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) begrüßt digitale Angebote wie Dermatologie-Diagnose-Apps – vorausgesetzt, sie bieten dir als Patienten einen Mehrwert. Damit du von den Vorteilen von Online-Hautarzt-Apps profitieren kannst, hat der BVDD einen Leitfaden für Dermatologen erarbeitet.

Dermatotologie Apps B@2X

Die 10 Gebote der Dermatologie-Telemedizin

  1. Die Versorgung der Patienten soll verbessert werden.
  2. Der therapeutische Nutzen für Patienten soll gegeben sein.
  3. Sorgfaltspflichten sollen der herkömmlichen Behandlung entsprechen.
  4. Das gilt auch für das ärztliche Fachwissen.
  5. Der behandelnde Arzt soll spezifische Kenntnisse über genutzte Technologien, ihre Grenzen und Risiken haben.
  6. Der Datenschutz soll eingehalten werden.
  7. Die Teledermatologie soll nur mit Einverständnis des Patienten genutzt werden.
  8. Ergebnisse von Studien sollen beachtet werden – bei vielen Behandlungen ist die Telemedizin herkömmlichen Behandlungen überlegen oder gleichwertig, bei anderen nicht.
  9. Teledermatologie soll den Bedarf der Patienten nach Zuwendung und Information decken.
  10. In Zukunft soll Teledermatologie neben Diagnostik, Therapie und Therapiemanagement auch das Patienten-Empowerment fördern.

Da Erkrankungen der Haut genauso ernst zu nehmen sind wie andere körperliche und mentale Beschwerden, solltest du nur zu seriösen Apps greifen und diese als Ergänzung zur Untersuchung durch einen Profi nutzen. 

Dermatologie-Apps: Übersicht und Unterschiede

Egal welches Stichwort du im App-Store eingibst, die Auswahl an digitalen Helfern ist riesig. Auch die Suche nach Apps für Hautdiagnose liefert zahlreiche Ergebnisse. Viele davon sind jedoch sicher nicht das, was du suchst. Um dir die Suche etwas zu erleichtern, haben wir hier eine Orientierungshilfe für dich.

Zeitversetzt oder in Echtzeit?

Bei der Teledermatologie gibt es verschiedene Varianten: 

  • Store-and-forward: Du nimmst ein Bild deiner Haut auf, leitest es über eine sichere Verbindung an einen Dermatologen weiter und erhältst mit etwas Verzögerung Feedback.
  • Real-time: Bei dieser Variante wählst du einen Termin für einen Video-Call und sprichst in Echtzeit mit einem Arzt.
  • Mischformen: Es gibt auch Mischformen, bei denen du zum Beispiel ein Foto aufnimmst und es zu einem späteren Zeitpunkt mit einem Arzt besprichst.

Selbstdiagnose-Apps: Nur als erster Anhaltspunkt

Immer mehr Menschen in Deutschland erhalten die Diagnose Hautkrebs – dabei lassen sich viele Krebserkrankungen durch Früherkennung vermeiden. Durch eine regelmäßige Selbstuntersuchung der Haut erkennst du Anzeichen und kannst rechtzeitig Maßnahmen ergreifen. Diese Apps unterstützen dich dabei:

  • SkinVision
    Die kostenpflichtige App aus den Niederlanden nutzt einen Algorithmus, der Hautveränderungen auf Basis klinischer Studien beurteilt. Das Team hinter der App berät Nutzer, bei denen ein erhöhtes Risiko identifiziert wird. Allerdings entscheidet der Algorithmus, wann ein solches Risiko vorliegt. 
  • Sunface App
    Die kostenlose App des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Heidelberg nähert sich dem Thema Hautkrebs interaktiv: Selfie in die App hochladen, Angaben zu Hauttyp und Verhalten in der Sonne machen und schon siehst du, wie deine Haut in 25 Jahren aussehen könnte. Daneben gibt es Tipps zur Früherkennung und für gesundes Sonnenbaden.

Fazit

Apps zur Selbstuntersuchung der Haut sind sinnvoll, wenn du dich mehr mit dem Thema Vorsorge und möglichen Hautkrankheiten auseinandersetzen willst. Sie helfen dir, deine Haut zu beobachten und Gefahren zu erkennen. Studien zeigen allerdings, dass Algorithmen noch immer den Dermatologen unterlegen sind. Ärzte raten deshalb, solche Angebote mit Vorsicht zu genießen: Sie ersetzen auf keinen Fall eine regelmäßige Untersuchung durch einen Experten.


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Medizinische Apps: Dermatologie für die Hosentasche

Wenn du ein konkretes Problem hast und lieber auf die Meinung eines Dermatologen als die einer künstlichen Intelligenz vertraust, sind diese Store-and-forward-Apps eine gute Anlaufstelle:

  • Dermanostic
    Hinter diesem kostenpflichtigen Angebot steckt ein hautärztliches Team, das innerhalb von 24 Stunden eine Diagnose mit Therapieempfehlung und Arztbrief verspricht. Für eine Diagnose genügen drei Fotos der entsprechenden Haustelle und ein ausgefüllter Kurzfragebogen.
  • Online Hautarzt – AppDoc
    Diese von Heidelberger Ärzten und Wissenschaftlern entwickelte, kostenpflichtige App ist als telemedizinisches Pilotprojekt gestartet und laut Anbieter der einzige durch eine Ärztekammer geprüfte und zugelassene Online-Hautarzt-Dienst in Deutschland. Alle Befunde stammen von drei ausgewählten Dermatologen aus Heidelberg, die dich ebenfalls innerhalb von 24 Stunden beraten können.
  • Intimarzt
    Äußern sich deine Hautprobleme eher an Stellen, die du ungern herzeigst? Die kostenpflichtige App Intimarzt ist von den gleichen Entwicklern, die den AppDoc anbieten und erlaubt eine anonyme Beratung durch Dermatologen. Die App soll Patienten die Angst davor nehmen, bei Geschlechtskrankheiten aus Scham einen Arzt aufzusuchen.

Fazit

Mit Dermatologie-Apps, hinter denen praktizierende Hautärzte stehen, kannst du viele Beschwerden schnell und unkompliziert behandeln. Die Angebote sind in der Regel kostenpflichtig, können teilweise aber über die private Krankenversicherung abgerechnet werden. Experten bewerten solche Angebote als positiv, da sie eine sinnvolle Ergänzung zur Untersuchung in einer Hautarztpraxis sind.

Dermatologie-Telemedizin: Mit dem Smartphone zum Hautarzt

Du bist unsicher und hast viele Fragen zu deinen Beschwerden? Dann kannst du eine Dermatologie-App nutzen, die dich direkt mit einem Experten verbinden, zum Beispiel diese hier: 

  • Kry
    Über Kry buchst du einfach einen Termin bei einem Dermatologen in Deutschland, wirst innerhalb kurzer Zeit für eine Video-Sprechstunde verbunden und kannst all deine Fragen loswerden. Rezepte, Krankschreibungen und Überweisungen findest du im Anschluss direkt in deiner App.

Fazit

Gerade für Patienten mit erklärungsbedürftigen Beschwerden und vielen Fragen sind Dermatologie-Apps sinnvoll, die einen direkten Kontakt zum Arzt ermöglichen. Der Vorteil für dich als Patient ist neben dem unkomplizierten Ablauf, dass deine Krankenversicherung die Kosten in der Regel erstattet.

So erkennst du eine gute Dermatologie-App


Du hast eine App gefunden und bist unsicher, wie gut sie ist? Verlasse dich bei deiner Beurteilung nicht allein auf die Bewertungen im App-Store. Wirf stattdessen einen Blick hinter die Kulissen: Ist ein Unternehmen Anbieter der App oder eine wissenschaftliche Einrichtung? Im besten Fall gibt es eine Website zur App, auf der ersichtlich ist, welche Dermatologen die Nutzer der App beraten. Wenn du dann auch noch bei der Google-News-Suche positive Artikel aus seriösen Quellen findest, kannst du einen Versuch wagen.

Als Kunde von ottonova kannst du übrigens bei allen Fragen rund um deine Gesundheit mit deinem Concierge-Team chatten – denn für manche Probleme gibt es mehr Lösungen als du glaubst und auch die Frage nach den Kosten lässt sich im Chat oft unkompliziert beantworten. 

Blog Autor
ÜBER DEN AUTOR

Sabrina Quente

Sabrina ist freie Autorin für Versicherungs- und Digitalisierungsthemen. Sie war Redakteurin bei Fachzeitschriften und lernte als Content Editor bei ottonova die vielen Facetten der Versicherungswelt kennen.

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