19. Juli 2019

Wie du deine Selbstheilungskräfte aktivieren kannst

Dein Körper ist ein mächtiges Instrument: Je mehr du deine seelischen Tiefen und Stressfaktoren erforschst, desto besser kannst du auch deine Selbstheilungskräfte aktivieren und Blockaden lösen – wir verraten dir hier, wie das geht.

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Du kennst das sicher auch: Wenn du gestresst bist und viel Druck verspürst, wirst du schneller und häufiger krank. Und andersherum bist du wesentlich fitter, wenn du zufrieden und glücklich bist. Geist und Körper scheinen also eng miteinander verbunden zu sein. Was viele aber nicht wissen: Unser Körper besitzt starke Selbstheilungskräfte, mit denen er sich selbst gesund „machen“ kann. Die Kraft der Gedanken kann unseren Körper schützen und in Krankheitsfällen die Heilung unterstützen. Klingt für dich irgendwie nach Esoterik? Selbstheilungskräfte aktivieren – wir verraten dir, wie das geht und wie Schulmedizin und Gedankenkraft zusammenspielen können.

Selbstheilungskräfte: Was ist das eigentlich?

Zugegeben, Selbstheilungskräfte klingen im ersten Moment irgendwie nach Zauberei – im Grunde beschreibt das aber eigentlich alles, was dem Körper hilft, sich wieder gesund zu machen. Der eigene, innere Doktor sozusagen. Das hat nichts mit Esoterik zu tun, sondern bedeutet beispielsweise ganz konkret: Knochen wachsen nach einem Bruch wieder selbst zusammen, der Körper tötet Bakterien und Keime, ein Wunde schließt sich von alleine. Laut einem englischen Arzt namens Coleman soll der Körper so 90 % der Krankheiten selber heilen können.

Diese Selbstheilung wird aber von gewissen Umständen beeinflusst – zum Beispiel von außen durch eindringende Keime oder von innen durch psychischen Stress. Negative Gedanken können den Selbstheilungsprozess hemmen. Diese überfordern den Selbstheilungsprozess, die eigenen Kräfte reichen nicht mehr aus, um sich zu wehren und die Folge können Krankheiten sein. 

Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass positive Gedanken den Heilungsprozess unterstützen können. Wissenschaftler sind schon lange davon überzeugt, dass ein Zusammenhang zwischen Geist und Körper besteht und die Selbstheilung die Schulmedizin sinnvoll ergänzt. Das Fachgebiet dazu trägt den Namen Psychoneuro-Immunologie.

Ein berühmtes Beispiel der Selbstheilung: Der Placebo-Effekt

Welchen Einfluss die Psyche auf unseren Körper hat, zeigt der bekannte Placebo-Effekt. In der Medizin bedeutet dieser, dass Patienten Scheinmedizin verabreicht bekommen, die keinerlei Wirkstoff enthält. Und trotzdem empfindet ein Großteil der Patienten nach der Einnahme dieses wirkungslosen Medikaments im Anschluss eine Linderung ihrer Symptome. Warum? Allein durch den Gedanken, dass der Körper Hilfe bekommt, wird ein Selbstheilungsprozess aktiviert und Leiden gemindert.

Mentalen Stress abbauen und Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren

Selbstheilungskräfte bedeuten nicht, dass man bei einer Erkrankung immer rein auf die eigenen Körpermechanismen vertrauen soll. Der Weg zum Arzt ist für die richtige Diagnose essenziell und in manchen Fällen auch überlebenswichtig. Generell schätzen Menschen ihre Selbstheilungskräfte aber als zu gering ein und greifen viel zu schnell zu Medikamenten.

Dabei ist der Körper von Haus aus mit Selbstheilungsmechanismen ausgestatten, die unter dem Einfluss deiner Gedanken, Gefühle und deinem Geist stehen. Diese Heilkraft kann aber nur dann arbeiten, wenn das Nervensystem im parasympathischen Modus ist. Dieser Parasympathikus ist im ganzen Körper verteilt und sorgt dafür, dass der Mensch im Ruhezustand ist. Sein „Gegner“, der Sympathikus, bringt den Menschen dagegen in den Stressmodus. Und in dieser Phase werden alle Heilungsprozesse lahmgelegt. Die Folge: Krankheiten und Erschöpfung.

Stress ist somit der größte Saboteur der Selbstheilung. Wir alle sind enorm viel Stress durch Job, Familie und eigens gemachtem Druck ausgesetzt. Normalerweise ist dieser aber auf Einzelsituationen beschränkt und vergeht nach einiger Zeit wieder. Wird Stress aber zum Dauerzustand, blockiert er unsere Selbstheilungskräfte. Der Körper verwendet die Energie dann vor allem dafür, die Stresshormone in Zaum zu halten und nicht, was viel wichtiger ist, um den Körper vor Krankheitserregern zu schützen.

Selbstheilungskräfte stärken und innere Kraft aktivieren: So geht’s!

Selbstheilung durch Gedanken funktioniert also nur, wenn du auf dein seelisches Gleichgewicht achtest. Den Entspannungszustand länger zu erleben, kann man trainieren: Natürlich schafft es kaum jemand, Stress komplett zu verhindern, aber mit ein paar Tipps kannst du die Stressmomente definitiv auf ein Mindestmaß zurückschrauben.

  • Nicht verdrängen, sondern zuhören: Höre auf die Signale deines Körpers und gehe fürsorglich mit ihnen um. Schiebe negative Gefühle nicht weg, sondern arbeite aktiv mit ihnen. So kannst du Blockaden lösen und vielleicht findest du dabei sogar eine Ursache für deine Krankheit.

  • Lachen macht gesund: Klingt so einfach, ist aber wahr. Durch das Lachen werden Glückshormone freigegeben und gleichzeitig die Stresshormone gesenkt. Der Körper kann sich dann besser gegen Krankheitserreger durchsetzen.

  • Baue Stress ab: Wir wissen schon, wer zu viel Stress habt, behindert seinen Selbstheilungsprozess. Versuche deswegen, deinen Alltagsstress möglichst zu reduzieren. Dabei helfen Ruhezeiten, Sport, Achtsamkeitstraining, Meditation oder Yoga.

Yoga Selbstheilung B
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  • Ernährung: Um die richtigen Abwehrkräfte gegen Krankheiten herzustellen, muss man wichtige Nährstoffe, vor allem Vitamine aufnehmen. So stärkst du dein Immunsystem und damit deine Selbstheilungskräfte.

  • Schlafen ist die beste Medizin: Die meisten Heilungsprozesse finden in der Nacht statt. Wer also gut und genug schläft, kann so kleineren Krankheiten schnell den Garaus machen.

  • Glücksmomente und Lebensfreude: Umgib dich bewusst mit Sachen, die dich glücklich machen. Das können Menschen sein, aber auch Hobbys, Filme oder Musik, von denen du weißt, dass sie dir guttun.

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