Home Office einrichten: Vermeide diese 5 Fehler!

Vielleicht geht es dir wie vielen anderen die seit einem Jahr im Home Office arbeiten. „Kein Problem“, hast du dir womöglich am Anfang gedacht, und einfach Laptop auf den Küchentisch gestellt. Doch Best Practice sieht anders aus. Unsere Ergonomie-Tipps helfen dir, dein Home Office besser einzurichten.

Wie kann ich mein Home Office ergonomisch einrichten?

Zu Hause brauchst du im Prinzip alles, was dir auch im Büro die Arbeit erleichtert. Zum Beispiel einen Schreibtisch, der idealerweise zu deiner Größe passt. Und einen Stuhl, der dich stützt, aber gleichzeitig flexibel ist. Eine Rolle spielen natürlich auch die Beleuchtung und die Hardware. Aber alles der Reihe nach. Denn es gilt, klassische Fehler bei der Arbeitsplatzgestaltung im Home Office zu vermeiden.   

1. Fehler: Du arbeitest im Wohn- oder Schlafzimmer.

Das Wohnzimmer ist ein Ort der Erholung – und das Schlafzimmer erst recht. Hier findest du Ruhe nach einem langen Tag und kannst den Alltagsstress hinter dir lassen. Damit Wohn- und Schlafzimmer deine Ruheoasen bleiben, ist es besser, dein Home Office in einem separaten Arbeitszimmer einzurichten. Dort stören dich weder Kinder noch Partner und du kannst dich gut konzentrieren.

Im Idealfall ist dein Arbeitszimmer: 

Ich habe wenig Platz – wie kann ich mein Home Office trotzdem gut einrichten? 

Fast jeder zweite Arbeitnehmer ist laut Bitkom momentan ganz oder teilweise im Home Office. Klar, dass nicht jeder ein eigenes Arbeitszimmer hat. Der ein oder andere wohnt vielleicht in einer Einzimmerwohnung oder teilt sich überschaubaren Wohnraum mit der Familie. Da kann es schon mal passieren, dass der Schreibtisch ins Schlafzimmer wandern muss. Das ist nicht ideal. Doch mit den Tipps, die die Innenarchitektin Ute Günther Ökotest verraten hat, kannst du das Beste daraus machen.

Achte darauf,

2. Fehler: Dein Arbeitsplatz ist zu dunkel.

Wer wenig Platz zur Verfügung hat, kommt vielleicht auf die Idee, seinen Schreibtisch in den Flur oder in den Keller zu verbannen. Keine gute Idee. Auch dunkle Zimmer sind nicht optimal, denn sie machen schläfrig und müde. Gut zu wissen: Helles Tageslicht hemmt die Produktion von Melatonin, einem wichtigen Schlafhormon. Achte also darauf, dass dein Home Office immer gut beleuchtet ist.

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Welches Licht ist gut zum Arbeiten?

3. Fehler: Du hast keinen höhenverstellbaren Schreibtisch. 

Vielleicht hast du im Keller einen alten Schreibtisch aus Studententagen gefunden oder nutzt momentan deinen Küchentisch für die Heimarbeit. Wenn du nur schnell deine E-Mails lesen möchtest, reicht das aus. Wenn du aber längerfristig öfter von zu Hause arbeitest, tust du deinem Rücken damit keinen Gefallen. 
Ein moderner Schreibtisch ist viel mehr als nur eine Arbeitsfläche, auf der dein Laptop steht. Er ist unabdingbar für die perfekte Ergonomie im Home Office.

Der ideale Schreibtisch:

Immer wieder zwischen Sitzen und Stehen zu wechseln, beugt Rückenschmerzen vor und regt deinen Kreislauf an. So bist du womöglich produktiver!


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4. Fehler: Du sitzt auf einem unbequemen und unflexiblen Stuhl. 

Ein Stuhl ist ein Stuhl ist ein Stuhl … Oder nicht? Wenn du am Küchentisch mit dazu passenden Holz- oder Metallstuhl sitzt, wird sich nach einiger Zeit wohl dein Rücken zu Wort melden. Denn ein starrer Stuhl folgt deinen Bewegungen nicht, hat eventuell keine Armlehnen und ist nicht höhenverstellbar. Er verleitet dich dazu, stundenlang in der immergleichen unbequemen Position zu sitzen, was Rückenschmerzen begünstigen kann. Ein ergonomischer Schreibtischstuhl ist die bessere Alternative.

Wann ist ein Stuhl ergonomisch? Achte auf folgende Ausstattung:

5. Fehler: Du arbeitest an einem kleinen Laptop.

Dein Arbeitgeber hat dir ein ausklappbares Notebook in die Hand gedrückt, um damit von zu Hause aus zu arbeiten? Das ist keine Seltenheit. Doch ideal ist der kleine Bildschirm nicht. Ein richtiger Monitor ist besser, vor allem wenn du häufig mehrere Fenster offen hast. Die externe Tastatur sorgt außerdem dafür, dass du den Abstand zum Bildschirm individuell wählen kannst. Ideal sind 45 bis 80 Zentimeter. Bei einer im Laptop integrierten Tastatur kann es sein, dass du dich vorlehnen musst, um zu tippen. Das kann zu Haltungsproblemen führen.

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Welcher PC eignet sich fürs Home Office? Unsere Tipps:

Welche Software brauche ich fürs Home Office?

Ein Office-Paket alleine reicht nicht aus. Um mit deinem Team zusammenzuarbeiten, eignen sich zum Beispiel Microsoft Teams; Zoom, Mattermost oder Slack. Organisieren kannst du die Arbeit im Team außerdem mit Trello oder Asana. Praktisch: Mit Teamviewer kannst du auf deinen PC im Büro zugreifen. 

Übrigens:

Grundsätzlich kannst du deinen privaten PC für die Arbeit verwenden. Achte aber darauf, dass du keine beruflichen Daten auf deinem privaten Gerät speicherst. Datenschutz ist auch im Home Office wichtig!


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Wann du im Home Office erreichbar sein musst – und wann nicht


Bekomme ich einen Zuschuss, wenn ich mein Home Office neu einrichte? 

Arbeitgeber müssen sowohl für die IT als auch für Büromöbel aufkommen, wenn ihre Mitarbeiter keinen Arbeitsplatz im Unternehmen haben. Du siehst schon: Wenn du wegen Covid-19 von zu Hause arbeitest, greift diese Regel bei dir nicht. Denn vermutlich hast du weiterhin einen Arbeitsplatz in der Firma. Fragen kannst du deinen Chef natürlich trotzdem, ob er dich dafür entschädigt, dass du dir ein Home Office einrichtest. Schließlich musst du bei einer kompletten ergonomischen Ausstattung mit mehreren hundert Euro oder sogar ein paar tausend Euro rechnen – je nach Standards.


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Das sind die Voraussetzungen


Unser Fazit zur Ergonomie im Home Office 

Wenn absehbar ist, dass du bald wieder in deiner Firma arbeiten wirst, musst du dein Home Office natürlich nicht mit einer teuren Highend-Ausstattung einrichten. Bist du aber auf den Geschmack gekommen und planst, auch in Zukunft öfter von zu Hause aus zu arbeiten, sieht die Sache anders aus. Dann lohnt es sich, gängige Ergonomie-Tipps zu berücksichtigen, um besser arbeiten zu können und dem Rücken etwas Gutes zu tun.

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Jeannette Stowasser
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Jeannette Stowasser

Jeannette ist Online-Redakteurin für Gesundheit und schreibt seit 2011 Artikel, E-Books und Whitepaper zu den verschiedensten medizinischen Themen.

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