20. April 2020

Körpergeruch verbessern: Tipps gegen Schwitzen & Co.

Es heißt nicht umsonst jemanden gut riechen können, wenn an sich sympathisch ist. Umso unangenehmer wird es, wenn der Körpergeruch unangenehm und damit zum Problem wird. Spätestens, wenn Körpergerüche nicht nur im Sommer oder in Stresssituationen auftreten, solltest du handeln: Was die Ursachen sind und wie du deinen Körpergeruch verbessern kannst.

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Jeder Mensch hat seinen ganz eigenen Körpergeruch, den vor allem die Gene bestimmen. Wenn aber aus dem normalen Eigengeruch ein unangenehmer wird, ist es Zeit zu handeln. Gründe dafür gibt es viele, nicht immer ist mangelnde Hygiene der Ursprung. Auch Stress, Ernährungsumstellungen oder sogar Krankheiten können dazu führen, dass sich dein Körpergeruch verändert. Was du tun kannst, wenn du dich plötzlich selbst nicht mehr riechen kannst und wie du deinen Körpergeruch verbessern kannst.

4 Ursachen für Schweißgeruch: Warum sich der Körpergeruch plötzlich verändern kann

Meist merken wir es zunächst gar nicht, oder nur, wenn uns jemand darauf anspricht: Aber unser Körpergeruch kann sich plötzlich verändern. Ist das bei dir der Fall, solltest du dich zunächst auf die Suche nach der Ursache machen – denn die Gründe können sehr unterschiedlich sein. 

Ursache 1: Verstärktes Schwitzen

Sommerhitze, mehr Sport oder erhöhter Alkoholkonsum können dafür sorgen, dass du verstärkt schwitzt. Schweißdrüsen sind über unseren ganzen Körper verteilt und sorgen dafür, dass unser Wärmehaushalt reguliert wird. Das Schwitzen an sich ist also wichtig und führt nicht zwangsweise dazu, dass du riechst. Der unangenehme Körpergeruch entsteht erst durch die Bakterien im Schweiß.

Unser Schweiß besteht zu 99 % aus Wasser. So weit so gut – die restlichen 1 % sind aber Inhaltsstoffe wie Harnstoffe, Eiweiß, Milchsäure und Fett, welche Grundnahrungsmittel für viele Bakterien sind. Wenn unser Schweiß luftdicht eingeschlossen bleibt, zum Beispiel in Socken und Schuhen, ist das ein wahres Mekka für Bakterien. Sie fühlen sich in dieser feuchtwarmen Umgebung pudelwohl und je länger die Bakterien dort bleiben und unseren Schweiß zersetzen, umso intensiver wird auch unser Körpergeruch. In Stresssituationen, bei erhöhten Temperaturen oder viel Bewegung werden deine Schweißdrüsen angeregt und du schwitzt in der Regel mehr. 

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Ursache 2: Die Ernährung

Manchmal ist so ein veränderter Körpergeruch auch nur temporär. Dann kann eine vergangene Mahlzeit mit viel Knoblauch, Zwiebeln oder Lauch schuld sein. Die werden nämlich über die Haut ausgedünstet. Schwarzer Tee, Alkohol, scharfes oder schwer verdauliches Essen, kann aber auch dazu führen, dass die Schweißproduktion plötzlich angeregt wird und ein starker Körpergeruch entsteht. Außerdem können rotes Fleisch und Kohl negative Auswirkungen auf unseren Geruch haben. Es gibt aber auch positive Effekte auf den Schweißgeruch: Ernährung, die vermehrt den Verzehr von Obst und Gemüse beinhaltet, führt laut Experten dagegen zu einem angenehmer riechenden Schweiß. 

Ursache 3: Die Hormone

Hormone sind Botenstoffe, die vom Körper produziert werden, um bestimmte Körperfunktionen wie Wachstum, den Stoffwechsel oder Sexualität zu steuern. Vor allem Sexualhormone machen sich aber auch äußerlich bemerkbar: Schweizer Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Sexualhormone nicht nur Auswirkungen auf unsere Psyche und Fruchtbarkeit haben, sondern auch darauf, wie wir riechen. Östrogene, also weibliche Hormone haben einen hohen Schwefelanteil und weiblicher Schweiß riecht dadurch leicht nach Zwiebel. Bei Männern sorgt das Testosteron für einen leicht käsigen Geruch. Alter und fruchtbare Phasen verändern den Körpergeruch, Hormone wandeln sich ebenfalls.


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Ursache 4: Medizinische Ursachen

Ein plötzlich veränderter Körpergeruch kann aber auch ernstere Ursachen haben: Denn auch bestimmte Krankheiten können unangenehme Körpergerüche verursachen. Diabetes, Nierenerkrankungen, eine Pilzinfektion, eine Schilddrüsenunterfunktion oder Stoffwechselstörungen können dazu führen, dass sich dein Geruch verändert. Auch die Einnahme von Medikamenten kann unter Umständen dafür verantwortlich sein.

Diese Gerüche sind Warnsignale des Körpers

  • Säuerlicher Körpergeruch: Ein säuerlicher Essiggeruch kann auf eine Schilddrüsenunterfunktion hinweisen.
  • Geruch nach Urin: Wenn der Schweiß anfängt, nach Urin zu riechen, kann dahinter eine Nierenkrankheit versteckt liegen. 
  • Geruch nach Aceton: Hier liegt die Ursache in der Bauchspeicheldrüse: Körpergeruch und Atemgeruch, der leicht nach Nagellackentferner riecht, kann auf eine Zuckerkrankheit und Insulinmangel hinweisen. 
  • Geruch nach Ammoniak: Stößt der Körper über die Haut einen beißenden Geruch nach Ammoniak aus, weißt das auf ein Problem mit der Leber hin. 

7 Tipps: Was du tun solltest, wenn du deinen Körpergeruch verbessern willst

Klar ist: Hygiene ist das A und O, wenn es um den Körpergeruch geht. Regelmäßiges Duschen mit Seife oder klarem Wasser ist die Grundvoraussetzung. Vorsicht: Wer zu oft duscht, kann aber den Säureschutzmantel der Haut schädigen. 

Experten empfehlen zwei- bis dreimal die Woche zu duschen, stark schwitzende Körperteile können aber auch täglich gereinigt werden. Wenn du außerdem zu schnellem Schwitzen neigst, solltest du eher kalt oder lauwarm duschen. Zu heißes Duschen öffnet die Poren und fördert so die Schweißbildung. Welche Tipps du noch beachten solltest, wenn du deinen Körpergeruch verbessern willst:

Tipp 1: Das richtige Deo

Das Nutzen eines Deos hilft in der Regel gegen das tägliche Schwitzen. Aber aufgepasst: Viele Deos übertünchen den eigenen Schweißgeruch eher. Wichtig ist, dass die Ursache bekämpft und Schweißbildung gehemmt wird: Achte deshalb beim Kauf deines Deos auf den Hinweis Antitranspirant. 

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Tipp 2: Die richtige Kleidung

Auch deine Kleidung sollte regelmäßig gewaschen werden. Faustregel: Je näher die Kleidung am Körper sitzt, desto häufiger solltest du sie reinigen. Wer weiß, dass er häufig und schnell ins Schwitzen kommt, sollte vor allem leichte und atmungsaktive Kleidungsstücke tragen. Am besten sind dafür Kleider aus Naturfasern wie Baumwolle und Leinen. Vermeiden solltest du Polyester und Polyacryl. Es gibt sogar besondere „Anti-Smell-Kleidung“ mit Fasern aus Silberionen, die die Feuchtigkeit noch besser aufnimmt und einschließen soll.

Tipp 3: Die richtige Ernährung

Wer Schweißgeruch vermeiden will, sollte außerdem auf die Ernährung achten. Lebensmittel, wie Joghurt, Obst oder Gemüse sind leicht verdaulich und haben keine negativen Auswirkungen auf die Schweißproduktion. Produkte, die Zink enthalten wie Nüsse oder Vollkornprodukte, sorgen sogar außerdem dafür, dass der Schweiß weniger streng riecht. Kaffee, Tee, Alkohol, kalorienreiche Kost oder scharfe Gerichte sind dagegen schweißtreibend. Wenn du also einen wichtigen Kundentermin oder ein Meeting hast, vermeide diese Produkte besser.

„Nose“: Eine App, die riechen kann

Übrigens: Die meisten Menschen können ihren eigenen Körpergeruch gar nicht wahrnehmen. Der Kosmetikhersteller Nivea möchte Abhilfe schaffen: Zusammen mit der Kreativagentur FCB entwickelten sie die App „Nose“ und eine dazu passende Hülle, die das Smartphone mit Hilfe von Sensoren riechen lassen kann. Der eigene Geruch kann mit der App analysiert und bewertet werden. Aktuell gibt es die App aber leider noch nicht auf dem Markt.

Tipp 4: Trinke ausreichend

Wenn die Temperaturen steigen oder du grundsätzlich viel schwitzt, solltest du viel trinken. Denn: Wer zu wenig trinkt, der scheidet einen stark konzentrierten Schweiß aus, der dann in der Regel auch intensiver riecht. 

Tipp 5: Versuche dein Stresslevel zu verringern

Wenn dein Stresslevel steigt, steigt in der Regel auch deine Schweißproduktion. Versuche also, möglichst ruhig durch deinen Arbeitsalltag zu gehen. Versuche es doch mal mit Meditations oder Yoga-Übungen, die für schnellen Stressabbau sorgen.


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Wenn bei dir keiner der Tipps helfen sollte, um deine Schweißproduktion in den Griff zu kriegen, solltest du einen Arzt aufsuchen. Möglicherweise leidest du unter der sogenannten Hyperhidrose, also einem krankhaften Schwitzen. Spezielle Therapien können dir dann helfen, das übermäßige Schwitzen in den Griff zu bekommen. 

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