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19. Mai 2020

Checkliste Home-Office: So vermeidest du Konfliktpotenzial

ottonova befindet sich schon seit knapp zwei Monaten im Home-Office. Auf den ersten Blick bietet das auch viele Vorteile, doch was, wenn plötzlich Konflikte auftreten und du von Freunden nichts mehr hörst? Diese Checkliste gibt dir Tipps, wenn die Zeit zu Hause länger dauert als geplant.

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Auch von zu Hause, beziehungsweise von überall aus, arbeiten zu können – mit dem Laptop als einziges Arbeitsgerät – ist für die meisten im digitalen Zeitalter eine Selbstverständlichkeit. In Zeiten von Corona spüren viele allerdings: Diese Flexibilität ist Luxus und Glück zugleich. 

Einige Arbeitnehmer nutzen die Möglichkeit des Home-Office circa drei- bis viermal im Monat, andere haben einen Tag die Woche fest als Remote-Tag eingeplant. Nur selten passiert es (wenn du nicht gerade als digitaler Nomade unterwegs bist), dass wir mehre Wochen oder sogar Monate am Stück zu Hause arbeiten. Wenn der Weg zur Küche oder in das Badezimmer allerdings nicht einmal eine Minute dauert, verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben schnell. Deswegen bedarf es einer gewissen Struktur und Organisation. Sei doch mal ehrlich: Hast du dich nicht schon einmal dabei erwischt, wie du die Mittagspause vergessen hast, einfach nebenbei vor dem Laptop etwas snackst und abends statt einen Film zu schauen bis 21 Uhr Mails bearbeitet hast?

Auf diese vier Bereiche in deinem Leben solltest du jetzt besonders achten:

1. Dein Arbeitsplatz: Wichtiger denn je

Um Arbeit und Privates besser trennen zu können, ist es wichtig, dies auch räumlich zu tun. Suche dir deswegen einen festen Arbeitsplatz in deiner Wohnung. Auch wenn es anfänglich bequem erscheint, vom Sofa aus mit dem Laptop auf dem Schoß in die Tasten zu tippen und nebenbei etwas TV laufen zu lassen, ist dies mit der Zeit nicht nur für den Rücken schlecht. Oft kommt am Abend das Gefühl auf, man hätte gar nicht richtig gearbeitet oder geschafft. Auch wenn das faktisch vielleicht nicht stimmen mag, so trickst uns das fehlende „Bürogefühl“ hier etwas aus.

Wenn du platztechnisch die Möglichkeiten hast, solltest du dir auf jeden Fall einen separaten Arbeitsplatz einrichten (vorzugsweise getrennt von dem deines Partners), zu dem auch ein ergonomischer Schreibtischstuhl (idealerweise höhenverstellbar), eine gute Beleuchtung (Fenster sowie Lampe) und Aufbewahrungsmöglichkeiten für deine Unterlagen gehören. So kannst du alles verstauen, ohne vor und nach der Arbeitszeit an den Job erinnert zu werden. Wer im Büro mit einem Stand-PC und großem Bildschirm arbeitet, sollte gegebenenfalls mit dem Arbeitgeber besprechen, ob die Zusendung eines Monitors inklusive Tastatur und Maus möglich ist. Das erleichtert die Einrichtung eines festen Arbeitsplatzes und entspannt Augen und Hände.

Wer vom Platz her in der eigenen Wohnung eingeschränkt ist, kann zudem einen Raumtrenner nutzen. Achte in jedem Fall darauf, dass sich Arbeitsutensilien nur an einem Platz befinden und du nicht mal hier und mal dort arbeitest. Räume nach Feierabend alles auf und sorge dafür, dass sich in deiner Arbeitsumgebung kein dreckiges Geschirr, aufgehängte Wäsche oder sonstiges Chaos befinden. Denn das lenkt ab und sorgt für Unordnung im Kopf.

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Konzentration bitte! Die Akustik

Den meisten Menschen fällt es leichter, sich zu Hause als im Büro zu konzentrieren. Gerade wenn es darum geht, Texte zu schreiben oder Präsentationen vorzubereiten. Im Büro ist der Lärmpegel durch Telefonate und Gespräche, sowie Durchgänge oft höher als im Heim. Doch was tun, wenn die Nachbarn plötzlich bohren, den Staubsauger anwerfen oder der Partner Telefonate führen muss? In diesem Fall eignen sich Kopfhörer mit Active-Noise-Cancelling-Funktion, damit kannst du nicht nur auf „Ruhe“ schalten, sondern auch Anrufe in hoher Qualität führen. Für den Fall, dass du zu denjenigen gehörst, die sich besonders bei Musik und bestimmten Klängen konzentrieren können, sind Headsets dieser Art besonders geeignet.

2. Planung und Struktur

Das A und O im Home-Office ist es, sich an die Strukturen aus dem Büro zu halten. Vielleicht tendierst auch du dazu, in Heimarbeit mehr zu arbeiten als sonst, da der Druck da ist, zu beweisen, dass man auch wirklich etwas getan hat und nicht nur so tut. Doch egal ob zu Hause oder im Unternehmen – die arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen müssen eingehalten werden. Dazu zählt vor allem deine Arbeitszeit. Erreichbar solltest du zu den gleichen Zeiten wie sonst auch sein. 

Klar, ist mal kurz eine Mail beantworten nicht viel Aufwand, doch das Ganze summiert sich schneller als gedacht. Nein sagen lernen gehört dazu! Wenn der Chef zu später Stunde oder am Wochenende schreibt und um einen Gefallen bittet, ist das nicht in Ordnung. Vor allem nicht, wenn es sich um keinen akuten Notfall handelt. Sprich mit deinem Vorgesetzten darüber und bitte bei mehrmaligem Aufkommen um einen Zusatz im Arbeitsvertrag während dieser besonderen Situation, um dich vor Mehrarbeit und Selbstausbeutung zu schützen.

Auf Pausen achten

Deine Mittagspause solltest du wirklich zum Entspannen und Abschalten nutzen, sodass du danach gestärkt an den Schreibtisch zurückkehren kannst. Steh kurz auf, bereite dir etwas Gesundes und Leichtes zum Essen zu und setze dich bewusst an einen anderen Platz. Checke in dieser Zeit auch nicht dein Handy. Jetzt ist Pause angesagt!


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3. Beziehungen pflegen und Konfliktpotenzial vermeiden

Dieser Punkt der Checkliste mag auf den ersten Blick vielleicht merkwürdig klingen, doch er ist umso wichtiger. In Zeiten von Social Distancing kommen Freundschaften schnell mal zu kurz, zuerst findet die Kommunikation nur digital statt, Missverständnisse entstehen und mit der Zeit flachen auch die Gespräche über das Smartphone ab. Gerade jetzt solltest du darauf achten, dich auszutauschen. Anstatt nur zu schreiben, solltet ihr auch ab und zu Facetimen und das im Idealfall zu festen Zeiten. Es tut gut, geliebte Menschen zu „sehen“. Man erkennt die Emotionen und kann besser nachhorchen, wie es dem Gegenüber nicht nur körperlich, sondern auch mental geht. Mittlerweile könnt ihr euch, wenn ihr in derselben Stadt wohnt, auch zu zweit treffen und mittags einen Spaziergang machen. Zwar auf Abstand, aber immerhin – und ein bisschen Bewegung tut auch gut.

Liebe und Beziehung

Wenn die Wohnung mit dem Partner geteilt wird und dieser gegebenenfalls auch im Home-Office arbeitet, passiert es schnell mal, dass man sich auf die Nerven geht. Ja, die Isolation hat auch Auswirkungen auf die Liebe und zu viel Nähe auf die Beziehung! Durch die Quarantäne verstärken sich Stresssymptome, da braucht es noch nicht einmal einen Streit mit dem Partner. Das Zusammenleben auf engem Raum erfordert gewisse Absprachen – und eine realistische Erwartungshaltung an den anderen, aber auch an sich selbst. Nehmt euch bewusst Zeit füreinander, das kann auch nur eine Stunde am Tag bedeuten, aber lebt nicht wie selbstverständlich nebeneinander her. Nehmt jedoch auch wieder Abstand, wenn jeder Zeit für sich benötigt. Wie auch zu jedem anderen Zeitpunkt ist Kommunikation das Wichtigste.

Paare, die schon vorher nicht (gut) kommuniziert haben, werden es jetzt noch schwieriger haben. Versucht darüber hinaus gemeinsam positive Erlebnisse zu schaffen und Dinge zu erledigen. Vielleicht wolltet ihr schon seit einem halben Jahr die Gardinen im Wohnzimmer aufhängen, nun ist ein guter Zeitpunkt dafür. So banal es klingt, aber hinter bestimmte To Dos einen Haken zu setzen und wirklich etwas zu schaffen – trotz Isolation und Krise – gibt ein gutes Gefühl und sorgt für Zusammenhalt.

Du siehst, Verbundenheit ist jetzt wichtiger denn je, nicht nur mit deinem Partner, sondern auch mit Freunden. 

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4. Bleib in Bewegung

Wie oft bist du gestern aufgestanden? Dreimal, fünfmal oder vielleicht… gar nicht? Diese Erkenntnis ist am Abend oft erschreckend. Wir sitzen den ganzen Tag und merken es nicht einmal. Auch wenn der Teamsport und das Fitnessstudio ausfallen, du nicht mehr zu Meetings gehen musst und es auch in der Mittagspause eigentlich nicht notwendig ist, irgendwo hinzugehen, so gibt es auch zu Hause Möglichkeiten, sich ausreichend zu bewegen. 

Über den Spaziergang haben wir schon gesprochen. Wahrscheinlich hast du es selbst schon bemerkt: Digitale Sportangebote boomen wie nie zuvor. Es braucht nicht einmal ein teures oder großes Gerät oder Mitgliedschaft. Es genügt lediglich „home workout“ oder „workout ohne geräte“ bei YouTube einzugeben und du findest sofort eine große Auswahl an Übungen für jede Trainingsstufe. Jeden Tag zehn Minuten Sport sind besser als gar nichts. Zusätzlich solltest du mindestens alle ein bis zwei Stunden kurz von deinem Schreibtisch aufstehen und dich lockern.

Der Teufel steckt wie so oft im Detail. Es sind viele kleine Dinge, die deinen Alltag. Im Home-Office beeinflussen. Am Ende ist es wichtig, dass du deine persönliche Routine entwickelst, Hauptsache dein Tagesablauf hat Struktur.

Blog Autor
ÜBER DEN AUTOR

Marie-Theres Rüttiger

Marie-Theres ist Online Redakteurin bei ottonova. Sie konzipiert den Redaktionsplan, recherchiert und schreibt vor allem über E-Health, InsurTech und digitale Innovation, die das Leben besser machen. 

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