PKV für Ausländer in Deutschland: Faktoren und Vorteile

Wer in Deutschland lebt und arbeitet, braucht eine Krankenversicherung. Neben der gesetzlichen gibt es auch die private Krankenversicherung, die erstklassige Leistungen bietet – finde heraus, wann die PKV für dich in Frage kommt und ob sie sich für dich lohnt.

PKV Ausländer

Du willst die Welt entdecken und dich beruflich weiterentwickeln? Vielleicht möchtest du eine Zeit lang in den Alltag Deutschlands eintauchen: Die moderne Demokratie im Herzen Europas zieht jedes Jahr viele Menschen aus verschiedenen Nationen an.

Willkommen in einem der besten Gesundheitssysteme

Deutschland hat zum einen die Zuwanderung für Fachkräfte und Hochqualifizierte vereinfacht. Ein weiterer Pluspunkt ist das deutsche Gesundheitssystem, das zu den besten der Welt zählt. Hier muss niemand hohe Kosten beim Arztbesuch oder im Krankenhaus fürchten oder wenn er auf Pflegeleistungen angewiesen ist.

Wenn du eine Zeit lang in Deutschland arbeiten oder studieren willst, kannst du dich selbst davon überzeugen. Das hohe Niveau der medizinischen Versorgung kommt allerdings nicht ohne Komplexität daher. Der folgende Artikel schafft deshalb Klarheit und erleichtert dir den Einstieg in das Thema.

PKV für Ausländer in Deutschland: Was du wissen musst

Deutsche können sich privat oder gesetzlich versichern. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) bietet eine solide Grundversorgung für die Gesundheit, während die private Krankenversicherung (PKV) umfangreichere Leistungen bietet. Ob die PKV auch für dich in Frage kommt, hängt von zwei Faktoren ab.

Übrigens: Egal, für welches System du dich entscheidest – wichtig ist, dass du bis zu deinem Arbeitsantritt in Deutschland eine Krankenversicherung abgeschlossen hast. Sie ist außerdem Voraussetzung für dein Visum oder deine Immatrikulation.


Krankenversicherung in Deutschland ist kompliziert?

Nicht mit unserem Navigator durch das deutsche Gesundheitssystem! 


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Welches System ist das richtige für dich? Alles was du zum Thema Krankenversicherung wissen musst.

Faktor Nr. 1: Deine Herkunft

Kommst du aus dem EU-Ausland nach Deutschland oder wirst du eine weite Reise zurücklegen, um im hippen Berlin oder im mondänen München zu arbeiten? Deine Antwort entscheidet, wie du dich versichern kannst.

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Private Krankenversicherung für EU-Bürger

Wenn du EU-Bürger bist und nur vorübergehend in Deutschland bleibst, bist du in der Regel über die Krankenversicherung in deiner Heimat abgesichert. Ob das auch nach wie vor für Briten gilt, die ab 2021 nach Deutschland kommen, wird aktuell noch verhandelt.

Willst du länger bleiben und hier arbeiten, musst du dich in Deutschland krankenversichern. Für die Frage „PKV oder GKV“ gelten für dich dann die gleichen Voraussetzungen wie für deutsche Staatsbürger: Liegt dein Gehalt über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) von aktuelle 64.350 Euro jährlich, kannst du dich privat versichern. Als Privatpatient genießt du erstklassige Leistungen für deine Gesundheit.

Private Krankenversicherung für Nicht-EU-Bürger

Bei vorübergehenden Aufenthalten von Nicht-EU-Bürgern erkennt Deutschland unter Umständen ebenfalls die ausländische Krankenversicherung an. Das ist zum Beispiel bei Herkunftsländern der Fall, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen hat, wie die Türkei oder Israel.

Willst du als Nicht-EU-Bürger allerdings länger in Deutschland leben und arbeiten, musst du dich ebenfalls hier versichern – und die JAEG beachten, wenn du dich privat versichern willst. 

Faktor Nr. 2: Dein Beruf

Du willst dich in Deutschland beruflich weiterentwickeln? Unabhängig von ihrer Herkunft müssen alle Ausländer, die in Deutschland arbeiten, sich hier krankenversichern.

Das gilt für die verschiedenen Positionen:

PKV für Expats: Wer gilt als Expat und wer nicht?

Die Deutschen sind bekannt dafür, alles sehr genau zu nehmen. Deshalb gehen wir hier auch auf die Frage ein, was eigentlich ein Expat ist und wie du dich als Expat versichern kannst.

In Deutschland wird der Begriff Expat klassischerweise für Fach- und Führungskräfte verwendet, die von einem internationalen Unternehmen im Ausland in eine Niederlassung nach Deutschland entsendet werden. Mittlerweile verstehen sich aber auch viele Ausländer als Expats, die auf eigene Faust für eine gewisse Zeit nach Deutschland kommen, um hier zu arbeiten.

Für deine Krankenversicherung macht es einen Unterschied, ob du als Expat giltst oder nicht. Mit der PKV für Expats von ottonova bekommst du zum Beispiel die besten Leistungen für deine Gesundheit und sparst dabei sogar Geld.

Wer kann den Expat-Tarif abschließen?

Für Expats gilt wie für alle anderen Ausländer: Als Arbeitnehmer mit einem Gehalt über der JAEG oder als Selbstständiger mit entsprechender Vorversicherung steht dir die PKV offen. ottonova bietet für manche Expats einen speziellen Expat-Tarif:

Deshalb sparst du mit dem Expat-Tarif 

Reguläre PKV-Tarife bilden sogenannte Altersrückstellungen. Damit zahlst du heute etwas mehr als nötig, um deinen Beitrag in Zukunft stabil zu halten. Wenn du als Expat allerdings nur vorübergehend in Deutschland bleibst, kannst du dir diesen Puffer sparen und stattdessen in eine Geldanlage investieren – denn damit ist es egal, wo du deinen Ruhestand genießt.


Neu in Deutschland und tausend Fragen im Kopf?

So wie dir geht es vielen – der Survival Guide für Expats hilft


Unterschiede bei der Krankenversicherung für Ausländer in Deutschland

Was bietet die PKV für Ausländer in Deutschland im Vergleich zur Gesetzlichen? Das sind die wichtigsten Unterschiede im Überblick:

Kosten:

  • abhängig vom gewählten Tarif, Eintrittsalter und Gesundheitszustand
  • Angestellte erhalten Zuschüsse vom Arbeitgeber

Leistungen:

  • vertraglich und individuell festgelegt
  • ein Leben lang gültig
  • übertreffen das Niveau der GKV, zum Beispiel bei Zahnbehandlungen, Sehhilfen und im Krankenhaus

Abrechnung:

  • du zahlst deine Rechnungen selbst und lässt sie von der PKV erstatten – bei ottonova dauert die Rechnungserstattung oft nicht länger als 48 Stunden

Kosten:

  • orientieren sich am Einkommen
  • Angestellte teilen sich die Kosten mit dem Arbeitgeber

Leistungen:

  • gesetzlich festgelegt
  • können jederzeit durch den Gesetzgeber geändert werden

Abrechnung:

  • die Krankenkasse begleicht die Kosten für Arztbehandlungen, Medikamente oder Krankenhausaufenthalte
  • die GKV muss wirtschaftlich handeln und bietet nur eingeschränkte Leistungen

Ist die PKV für Ausländer sinnvoll?

Ob sich die PKV für Ausländer in Deutschland lohnt, hängt von ihrer individuellen Lebensplanung ab. Viele Menschen wählen aus Überzeugung die private Krankenversicherung, weil sie damit eine vollumfängliche Absicherung für ihre Gesundheit erhalten.

Mit der PKV bist du flexibler, was die Leistungen angeht. Mit einem Expat-Tarif kannst du dabei sogar noch sparen. Wenn du herausfinden willst, ob das deutsche Gesundheitssystem seinem Ruf in der Welt gerecht wird, kannst du das am besten mit der PKV. Denn nur als Privatpatient hast du Zugang zu modernen Behandlungsmethoden.

Die wichtigsten Vorteile der PKV für Ausländer:

Mit der PKV im Gepäck kannst du selbst die aufregendste Reise deines Lebens beruhigt genießen. Entscheidest du dich für die GKV, kannst du die Leistungen auf Wunsch mit einer privaten Zusatzversicherung upgraden.

ottonova Magazin Autor
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Sabrina Quente

Sabrina ist freie Autorin für Versicherungs- und Digitalisierungsthemen. Sie war Redakteurin bei Fachzeitschriften und lernte als Content Editor bei ottonova die vielen Facetten der Versicherungswelt kennen.

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