8. Mai 2020

Nimm deine Zufriedenheit selbst in die Hand – Selbstmanagement & Meditation

Gerade jetzt ist mentale Stärke wichtig. Wie du mit Selbstmanagement und Meditation Verantwortung über deine Zufriedenheit übernehmen und mental gesund bleiben kannst, verrät dir Life und Business Coach Pia Baur im Interview.

5 min

Du kommst abgehetzt 10 Minuten zu spät ins Skype-Dinner mit deinen Freunden, obwohl du dich heute noch nicht einmal aus deiner Wohnung bewegt hast. Das letzte Teammeeting über Zoom hat länger gedauert und du musst heute unbedingt noch die Projektplanung abschließen. Deine Chefin wartet. Auf die Beförderung arbeitest du schon so lange hin und die Zeiten sind gerade unsicher.

Du hast ein schlechtes Gewissen, weil du deine Freunde hast warten lassen, ihr Essen ist kalt. Du fühlst dich gestresst, obwohl du einfach einen schönen Abend mit Freunden haben wolltest. Viele kennen Stress und Druck oder erleben im Moment, dass negative Gefühle, wie Sorgen aufkommen. Pia Baur, Life und Business Coach, verrät dir, was du dagegen tun kannst.

Ihre Workshops und Seminare bietet die Yogalehrerin auch auf der Plattform fyndery an, mit der ottonova im Rahmen des Belohnungsprogrammes health X eine Kooperation eingegangen ist.

Nicht die anderen sind schuld – du musst Eigenverantwortung übernehmen

Pia sagt uns im Interview, der erste und wichtigste Schritt sei es, Eigenverantwortung über deine Gefühle und Handlungen zu übernehmen, um mental gesund zu bleiben. Nur du selbst kannst etwas an deiner Situation ändern, davon ist sie fest überzeugt.

Nur du kannst ändern, wie du dich fühlst.

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Denn jetzt, mehr denn je, wird vielen bewusst, dass sie aus der Balance gekommen sind. Sie ruhen nicht in sich, sie suchen nach Sinnhaftigkeit, sind unzufrieden oder haben wenig Energie. Wie lässt sich das ändern und was bedeutet es konkret Eigenverantwortung zu übernehmen, haben wir sie gefragt.

Pia Baur Double B

Pia Baur, Life und Business Coach

Es geht zunächst darum, deine eigenen Bedürfnisse zu verstehen, in dich hinein zu hören und anzufangen für dich selbst zu sorgen – privat wie beruflich. „Oft rennen wir den Idealen von anderen hinterher, ohne, dass sie zu unseren eigenen Werten passen“, sagt Pia. Finde heraus, was dir guttut und woran du Spaß hast und schaffe in deinem Tag Raum dafür.

Die Balance zwischen Anspannung und Entspannung zu finden ist ein ganz zentraler Baustein. Frage dich, was bringt dich aus dem Gleichgewicht und was gibt dir Energie? Das bedeutet auch anzunehmen, dass das Leben immer durch Höhen und Tiefen geht, ohne das man es unter Kontrolle hat. Es braucht Phasen der vollen Energie und auch der Entspannung für innere Ruhe und Zufriedenheit – deshalb sind auch bewusste Pausen wichtig. Dadurch kann sich die Resilienz, also die Widerstandskraft, für dieses Auf und Ab verbessern.


Resilienz aufbauen: 

Wie du an Krisen wachsen kannst


Wie kann ich meine Bedürfnisse erkennen?

Die Gründe für Unzufriedenheit und negative Gefühle liegen nicht im Außen. Du musst also bei dir selbst suchen. „Nur durch Selbstmanagement können wir Veränderungen erzielen“, meint Pia. Dabei ist auch die Entschleunigung ein wichtiger Punkt. Der Life Coach sagt:

„Im Hamsterrad ist es nicht so einfach, einen Durchbruch zu erlangen."

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Wir versuchen negative Gefühle oft zu verdrängen und uns abzulenken: etwa dadurch, dass wir mehr arbeiten, am Wochenende Party machen, Alkohol trinken oder exzessiv ins Fitnessstudio gehen. Das sind oft Verdrängungsmechanismen, die es dir schwer machen, deine wirklichen Bedürfnisse zu erkennen und auf den Kern der Unzufriedenheit zu kommen.

„Negative Gefühle und Gedanken lassen sich schneller auflösen, wenn wir auch einmal Stille zulassen und unseren Gefühlen Raum geben, sie aushalten und fühlen“, sagt uns Pia. Sie rät, dir dich in Ruhe hinzusetzen, dreimal ein und aus zu atmen und folgende Fragen zu stellen:

  • Kannst du das Gefühl benennen? Kennst du den Grund?
  • Wo kannst du das Gefühl spüren?
  • Was ist der Gedanke, der das Gefühl auslöst? Ist der Gedanke wahr?
  • Hast du diese Gedanken, weil du dir Bedürfnisse nicht erfüllst?
  • Atme in das Gefühl und bemerke, wie es langsam kleiner wird.

„Es ist dann wie ein Puzzle, das sich nach und nach zusammensetzt“, meint die Achtsamkeits- und Yogalehrerin. Du musst deine Gefühle und Gedanken aber erst einmal kennen, um sie ändern zu können. Pia selbst hat den Weg zu sich selbst mit viel Selbstbeschäftigung gefunden, dafür brauchte sie erst einmal Freiraum und Zeit, den sie sich aktiv genommen hat. Dies geht aber auch im normalen Alltag, wenn man sich ein Ziel vornimmt und vor allem weiß, warum man sich anders fühlen möchte. Das geht nicht von heute auf morgen, es bedarf Disziplin, aber kommt dem Gefühl des erfüllten Lebens näher, als der nächste Bonus, ein Auto oder Kleidungsstück.


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Welche Techniken kann ich anwenden, um mental stärker zu werden?

Pia Baur hat uns im ottonova Interview einige Empfehlungen mit auf den Weg gegeben, die dir dabei helfen können eigenverantwortlich mental gesund zu bleiben und mehr Wohlbefinden zu kreieren: Du musst Raum schaffen, für Dinge, die deine Zufriedenheit stärken.

Du solltest dir dafür 5-15min am Tag Zeit nur für dich selbst nehmen und nur eine Sache machen, die deinem Geist und Körper guttun. Finde durch Probieren heraus, was das sein kann: Ihre erste Hilfestellung lautet also: Priorisiere dich!

1. Stelle dir vorab folgende Fragen:

  • Möchtest du etwas verändern und warum? 
  • Was ist dein Ziel?
  • Die wichtigste Frage dabei ist: Wie möchtest du dich fühlen und warum?

2. Wie sähe dein idealer Tagesablauf für dein Ziel aus?

Identifiziere einen Slot am Tag, den du zu deinem 15min Selbstfürsorge Slot machen kannst: Du kannst dabei einen Kreis malen und markieren, für welche Dinge du gerade in deinen 24h des Tages wieviel Zeit brauchst (z.B. 8h Schlaf, 2h Fernsehen, etc.) Dann markiere die Zeit, die du nun ab heute nur für dich nimmst, egal ob morgens oder abends.

3. Fülle den Selbstfürsorge-Slot:

Experten-Tipp: Nimm dir aber erst einmal nur eine neue Sache pro Monat vor, damit diese erst mal zu einem Ritual werden kann und dich deine Selbstfürsorge nicht zu stressen beginnt. Hier einige Ideen:

  • Einen achtsamen Spaziergang machen oder aktiv Tanzen 
  • 5 min einfach mal nur beobachten, was im Verstand und in den Gedanken los ist und sich vorstellen, wie man sich selbst aus der Vogelperspektive betrachtet. Es geht nur um die Wahrnehmung. Daraus bildet man die Fähigkeit nach einiger Zeit des Trainings, Raum zwischen Reiz und Reaktion zu schaffen (z.B. wenn ich eine unfreundliche Email eines Kollegen bekomme oder mir jemand die Vorfahrt nimmt, denn nur ich fühle den Stress)
  • Eine schöne, beruhigende Musik hören
  • Eine Kerze beobachten
  • Eine Atemübung machen und einfach mal richtig tief in den Bauch und wieder ausatmen. Oft vergessen wir – vor allem in Stresssituationen einfach zu atmen. 
  • Yoga Sonnengrüße am Morgen
  • Eine Entspannungsübung, wie z.B. einen Body Scan, Muskel Relaxation oder Yoga Nidra 
  • 3 Dinge morgens oder abends aufschreiben, für die du dankbar bist. Das stärkt unser Bewusstsein über die Fülle im Leben und macht langfristig zufrieden und glücklicher.

Lerne im Video, wie du Prioritäten für dich richtig setzen kannst:

Über Pia Baur

Pia Baur ist systemischer Personal- und Businesscoach & Trainer, zertifizierte Meditations- und Yogalehrerin in München und unterstützt mit ihrem ganzheitlichen Ansatz sowohl private Klienten als auch Unternehmen mittels Bewusstseins- und Selbstmanagement, ein gesundes und zufriedenes Leben in Kraft, Selbstkenntnis und Zuversicht zu führen.

Sie schöpft aus ihrer über 8- jährigen Konzernerfahrung als Marketingmanagerin und Account Executive und trainiert als Expertin & Co-Autorin für Mindfulness und emotionale Intelligenz Unternehmen Motivation, Wohlbefinden und Empathie durch verbesserte Kommunikation zu stärken. 

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