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Beitragsbemessungsgrenze

In der gesetzlichen Krankenversicherung ist dein Beitrag abhängig von deinem Lohn und wird prozentual davon errechnet. Die Beitragsbemessungsgrenze deckelt deinen Beitrag – allerdings steigt sie regelmäßig.

Definition Beitragsbemessungsgrenze

Als privat versicherter Arbeitnehmer zahlst du den Beitrag für deine Krankenversicherung direkt von deinem Konto. Da du deinen Tarif und deine gewünschten Leistungen sorgfältig ausgewählt hast, weißt du vermutlich, wie hoch dein Beitrag ist. In der gesetzlichen Krankenversicherung ist das vielen Versicherten nicht klar. 

Zusammenhang Beitragssatz in der GKV & die Beitragsbemessungsgrenze

Bist du hingegen GKV-Mitglied, wird dein Beitrag für die Krankenversicherung direkt von deinem Bruttogehalt abgezogen. Das gilt auch für andere Beiträge zur Sozialversicherung – dazu gehören neben der Krankenversicherung die Rentenversicherung, die Arbeitslosenversicherung und die gesetzliche Unfall- und Pflegeversicherung.

Die Höhe deines GKV-Beitrags legt der Gesetzgeber mit dem Beitragssatz fest – aktuell beträgt dieser 14,6 %. Hinzu kommt der Zusatzbeitrag, den jede Krankenkasse selbst festlegt. Die Hälfte zahlt dein Arbeitgeber. Dein Beitrag für die GKV berechnet sich also prozentual und steigt mit deinem Einkommen. Ab einer gewissen Höhe stoppt die Beitragsbemessungsgrenze diesen Anstieg.

Die Beitragsbemessungsgrenze bestimmt in der GKV, bis zu welchem Betrag dein Arbeitsentgelt für Beiträge in der Krankenkasse herangezogen wird. Der Teil deines Gehalts, der diese Grenze übersteigt, ist für deinen Beitrag also irrelevant.


Wie hoch ist die Beitragsbemessungsgrenze 2020?

2020 liegt die Grenze bei 56.250 Euro, also bei monatlich 4.687,50 Euro. Liegt dein Einkommen über diesem Betrag, zahlst du trotzdem nur so viel, wie du mit einem Gehalt von 56.250 Euro zahlen würdest. Die Beitragsbemessungsgrenze ist nicht mit der Jahresarbeitsentgeltgrenze zu verwechseln.

Jahres-Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze

Beitrags­bemessungs­grenze
Jahr
pro Monat
pro Jahr
2020
4.687,50 €
56.250,00 €
2019
4.537,50 €
54.450,00 €
2018
4.425,00 €
53.100,00 €
2017
4.350,00 €
52.200,00 €
2016
4.237,50 €
50.850,00 €

Allerdings hat die Vergangenheit gezeigt, dass sich die Beitragsbemessungsgrenze fast jährlich ändert. 

Übrigens:
Die Beitragsbemessungsgrenze für die Krankenversicherung ist in Ost und West gleich. Anders ist es zum Beispiel bei der Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung, wo aufgrund der Einkommensunterschiede seit der Wiedervereinigung in Ost und West unterschieden wird. Durch die Rentenangleichung wird diese Unterscheidung in den kommenden Jahren auch bei der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung entfallen.


Gründe für Anstieg der Beitragsbemessungsgrenze

Die Höhe der Beitragsbemessungsgrenze richtet sich danach, wie sich die Löhne im Vorjahr entwickelt haben. Auf Basis dieser Entwicklung legt die Bundesregierung die Beitragsbemessungsgrenze Jahr für Jahr neu fest. Da die Löhne praktisch jährlich steigen, muss auch die Beitragsbemessungsgrenze erhöht werden. 


Auswirkungen der Beitragsbemessungsgrenze auf die PKV 

Die Beitragsbemessungsgrenze ist nicht nur für gesetzlich Versicherte relevant, sondern wirkt sich auch auf die private Krankenversicherung aus. Zum einen bestimmt sie die Höhe des Beitrags für den Basistarif. Zum anderen ändert sich mit der Beitragsbemessungsgrenze auch der Höchstzuschuss deines Arbeitsgebers zu deinem PKV-Beitrag. Dein Arbeitgeber bezuschusst die Hälfte deines PKV-Beitrags – aber nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze. 
Immerhin hat es aber für dich etwas Gutes, wenn die Beitragsbemessungsgrenze in der GKV steigt.
Denn das bedeutet, dass dein Arbeitgeber monatlich mehr von deinem PKV-Beitrag übernimmt.

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