Woran das Gesundheitssystem krankt

Doch zurück zu Jens Spahn und seinem Gesundheitsministerium. Der Bund hat gemeinsam mit den Bundesländern, den Ärzten, den gesetzlichen Renten- und Krankenversicherungen sowie den privaten Krankenversicherungen die wichtigsten nationalen Ziele der Gesundheitspolitik festgelegt. Auf Spahns To-Do-Liste steht zum Beispiel: Tabak- und Alkoholkonsum der Deutschen reduzieren, depressive Erkrankungen verhindern oder frühzeitig behandeln, Überlebenschancen von Blutkrebserkrankten erhöhen. Wie genau diese Ziele erreicht werden sollen, darüber wird derzeit heftig debattiert. Zu den Top 3 Baustellen des deutschen Gesundheitssystems zählen momentan folgende Punkte: 

Prävention von Krankheiten

Zwar gibt es immer wieder gut gemeinte Anti-Drogen- und andere Aufklärungskampagnen. Wichtige Gesundheitsgefahren wie Feinstaub, Stress und hohe Arbeitsbelastung kommen aber in der aktuellen Gesundheitspolitik häufig zu kurz.

Die integrierte Versorgung

Noch arbeiten Haus- und Fachärzte, Krankenhäuser, Reha- und Pflegeeinrichtungen längst nicht so gut zusammen, wie sie es laut den Ansätzen des Versorgungsmanagements eigentlich sollten. Das führt vor allem bei der Behandlung von chronisch Kranken zu Problemen.

Die elektronische Gesundheitsakte

Bis 2021 sollen die Krankenversicherungen ihren Mitgliedern eine elektronische Patientenakte anbieten, auf der alle gesundheitsrelevanten Informationen wie Diagnosen und durchgeführte Therapien gespeichert werden. Doch die Kassen haben ein Problem mit dem knappen Zeitfenster, Datenschützer warnen vor einer Weitergabe der sensiblen Daten.

Du siehst, es gibt noch viel zu tun für Jens Spahn und seine Mitarbeiter im Gesundheitsministerium. Doch trotz aller Kritik und den Problemen, denen sich das Gesundheitswesen in den kommenden Jahren stellen muss, gehört das deutsche Gesundheitssystem zu den besten der Welt.  

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