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26. April 2020

Corona & der Arbeitsmarkt: Wie krisensicher ist mein Job?

Unter der Corona-Pandemie leidet auch die weltweite Wirtschaft. Die gesundheitspolitischen Maßnahmen werden Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben. Du fragst dich, wie krisensicher dein Job ist? Wie sich die Krise auf verschiedene Wirtschaftszweige auswirken könnte.

6 Min.

Zusammen mit Corona verbreitet sich auch die Unsicherheit, was die Zukunft der Wirtschaft und damit deine Karriere betrifft. Denn durch die Covid-19-Pandemie stehen Produktionen still, Geschäfte und Restaurants haben geschlossen, viele Firmen versuchen Arbeitsplätze mit Kurzarbeit zu retten.

Unser Wirtschaftssystem ist global vernetzt und sehr eng verwoben. So trifft die Corona-Pandemie mit ihren gesundheitspolitischen Maßnahmen und Einschränkungen die Wirtschaft weltweit. Dies hat Auswirkungen auf unseren Arbeitsmarkt und damit auch vielleicht deinen Arbeitsplatz. Auch die Finanzmärkte reagierten mit dem massivsten Absturz seit der letzten Wirtschaftskrise 2008.

Die folgenden Prognosen von Wirtschaftsexperten bringen etwas Licht ins Dunkel, wie sich die Krise auf das Wirtschaftswachstum und die verschiedenen Wirtschaftssektoren auswirken könnte. Denn die Corona-Pandemie wird unterschiedliche Effekte auf die verschiedenen Wirtschaftszweige haben.


Wie wichtig es ist, in unsicheren Zeiten abgesichert zu sein:

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Wird es eine Rezession geben?

Ein Sondergutachten der Wirtschaftsweisen vom März 2020 sagt ganz klar: Ja. Eine Rezession im ersten Halbjahr 2020 wird sich aufgrund der Einschränkungen wegen des Coronaviruses nicht vermeiden lassen. Sie rechneten damit, dass das BIP (Bruttoinlandsprodukt) um 2,8 % sinken könnte (Stand April 2020). Der Expertenrat nahm aber an, dass das BIP dann 2021 wieder um 3,7 % steigen kann. Bei längerfristigen Einschränkungen ist damit zu rechnen, dass das BIP um 4,9 % schrumpfen könnte.

Wenn die Maßnahmen nur sechs Wochen dauern und es danach eine ebenso lange Übergangszeit gibt, rechnet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung mit einem Rückgang des realen BIP von 2 %. Wenn die Produktion 2,5 Monate stillsteht, wird sich die Wirtschaft erst wieder am Ende des Jahres erholen können und das BIP um 4,7 % sinken. Die Corona-Pandemie führe zwar zu einer weltweiten Rezession, eine Krise des gesamten Systems wird nicht angenommen.

Nun hat die Bundesregierung in ihrer Frühjahrsprognose von Ende April 2020 diese die Zahlen noch einmal nach unten korrigiert. Die Regierung rechnet mit einem Rückgang von etwa 6,3 %. Das ist der deutlichste Konjunktureinbruch in der Geschichte der Bundesregierung. Tiefpunkt der Rezession ist im April erwartet. Jedoch wird erwartet, dass sich die Wirtschaft schon im nächsten Jahr wieder erholt. 

Anfang 2022 wäre die Wirtschaftsleistung von Ende 2019 wieder erreicht, heißt es in dem Entwurf.

Wie gravierend wird der Abschwung sein?

Wie gravierend der Abschwung sein wird, hängt allerdings von den Entwicklungen der nächsten Wochen ab. Im Moment ist es realistisch, dass sich die Wirtschaft über den Sommer hinweg erholen kann. Sollten die gesundheitspolitischen Beschränkungen allerdings über den Sommer hinaus dauern, dann könnte das Wirtschaftswachstum um 4,5 % zurückgehen.

Denn die Maßnahmen, die wegen Corona getroffen wurden, haben Auswirkungen auf die Wertschöpfung und damit auch auf das Kaufverhalten jedes einzelnen und die Möglichkeit für Investitionen. Eine längere Krise kann die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt nachhaltig negativ beeinflussen.

Die Konjunkturprognose Frühjahr des Ifo-Instituts aus dem März 2020 sagte voraus, dass die Wirtschaft insgesamt um nur 1,5 % schrumpfen könnte. Dies würde bedeuten, dass 2020 1,4 Millionen Vollzeitjobs wegfielen.

"Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung aufgrund der außergewöhnlichen Situation und der schwierigen Datenlage ist enorm."

Lars P. Feld, Vorsitzender der Wirtschaftsweisen

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Damit alle Akteure aus der Wirtschaft und an den Finanzmärkten nicht mehr allzu verunsichert sind, braucht es nun klare Strategien und Kommunikation von Seiten der Politik. Aus das geht als Empfehlung aus dem Sondergutachten der Wirtschaftsweisen hervor.

Wie viele Arbeitsplätze werden wegfallen?

Der Kurzbericht 7/2020 des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeichnet ein nicht ganz so pessimistisches Bild. Der temporäre Rückgang durch die Corona-Pandemie wird zwar mit 300.000 Beschäftigten nicht unerheblich sein und es werden etwa sechs Millionen Arbeitnehmer in Kurzarbeit gehen müssen. Allerdings wird erwartet, dass der Arbeitsmarkt im Jahresdurchschnitt mit 45,25 Millionen Erwerbstätigen stabil bleibt.

Unter den Annahmen, die oben getroffen wurden – sechswöchige Beschränkungen + Normalisierung in sechs Wochen – könnte es sogar zu einem Anstieg um 260.000 der sozialversicherungspflichtigen Erwerbstätigen geben. Zu dieser Gruppe zählen in Deutschland drei Viertel der Erwerbstätigen.

Ganz anders sieht es da leider bei den Selbstständigen aus. Hier wird 2020 ein großer Rückgang von 100.000 auf etwa vier Millionen Selbstständige erwartet. Der niedrigste Wert seit dem Jahr 2001.

Bei den Beamten wird vermutlich ein kleiner Zuwachs bis Jahresende aus etwa zwei Millionen zu verzeichnen sein.


Welche Hilfe Selbstständige bekommen können:

ottonova bleibt an deiner Seite, auch in schwierigen Zeiten.


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Was bedeutet das konkret für meinen Job?

Jetzt haben wir uns durch die Zahlen und Prognosen gekämpft. Schauen wir uns doch einmal an, was das konkret für die einzelnen Wirtschaftszweige bedeutet. In welchen Branchen wird ein Arbeitsplatzabbau und in welchen eine Zunahme an Erwerbstätigen erwartet?

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Branchen, die krisenfest sind

1. Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit

  • Dieser Wirtschaftszweig wird voraussichtlich einen Anstieg von 190.000 Arbeitsplätzen verzeichnen
  • Vor allem die Nachfrage nach Arbeitskräften in der Gesundheitsbranche und Pflege steigt in während der Corona-Pandemie
  • Auch soziale Berufe wie Lehre und Erziehung bleiben weiterhin essentiell als systemkritische Berufe
  • Aussichtsreiche Berufe: Arzt, Gesundheitsmanager, Kranken- oder Altenpfleger


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2. Information & Kommunikation

  • Spätestens jetzt schlägt die Stunde der Digitalisierung: Zuwachs von 4 % in diesem Sektor

  • Es wird mit 47.000 Erwerbstätigen mehr gerechnet

  • Vermehrte Nachfrage nach Vernetzung von Dienstleistungen und Produktion, sowie allgemeinen Digitalisierungsmaßnahmen und der Nutzung von digitalen Angeboten wie Video-Konferenzen

  • Aussichtsreiche Berufe: Programmierer, Softwareentwickler, Online-Redakteur

3. Baugewerbe

  • Gebaut wird trotz Krise: Hier wird ein Zuwachs von 16.000 Erwerbstätigen erwartet
  • Aussichtsreiche Berufe: Bau- oder Elektroingenieur, Architekt, Statiker

Branchen, die die Krise härter trifft

1. Finanzbranche

  • Minus 10.000 Beschäftigte wegen Corona-Pamdemie, fortschreitender Digitalisierung und Konsolidierungsmaßnahmen im Bankensektor


2. Produzierendes Gewerbe

  • Größtes Minus von 70.000 Beschäftigten wegen schwachem Export, Produktionseinschränkungen wegen Corona und Strukturwandel im Fahrzeugbau.


3. Unternehmensdienstleister

  • Auch beispielsweise Zulieferer, Frachtunternehmen, Werbeagenturen oder Managementtrainer werden wegen Covid-19 voraussichtlich einen Rückgang von Minus 40.000 Beschäftigten verzeichnen.


4. Private Dienstleister, Handel, Verkehr und Gastgewerbe

  • Temporärer Rückgang um 20.000 Beschäftigte wegen der Corona-Maßnahmen, wie die Schließung von Friseurgeschäften und Restaurants sowie der Einschränkung des Personenverkehrs.
  • Die Branche kann sich bis Jahresende wieder erholen, wenn aktuelle Maßnahmen nicht allzu lange anhalten und die Ausgangsbeschränkungen im Sommer aufgehoben sind.

Wie werden Arbeit & Berufe von morgen aussehen?

Sicher wird die Corona-Pandemie nicht ohne Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt bleiben. Aber vielleicht werden nicht alle davon negativ sein.

Das Thema Digitalisierung und der Ausbau von Breitbandinternet wird nun (hoffentlich) ernst genommen und entsprechende Investments werden getätigt. Auch die digitale Ausstattung einiger Arbeitsplätze ließ bis dato noch zu wünschen übrig, weshalb manche Arbeitgeber größere Probleme mit der Umstellung zum remote Arbeiten hatten als andere. Hierbei darf auch die Digitalisierung der Bildung nicht vergessen und die technische Ausstattung der Schulen muss weiter vorangetrieben werden. Denn wenn die Krise eines gezeigt hat, dann die Wichtigkeit von digitaler Vernetzung in der heutigen Zeit.

Auch das Arbeiten aus dem Home-Office wird vielleicht eine größere Akzeptanz erfahren und nicht mehr als weniger effizientes Arbeiten abgetan werden.

Ob es in Zukunft weitreichende staatlich finanzierte Umschulungen geben wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Sich auf die Digitalisierung vorzubereiten und Schulungsmaßnahmen wahrzunehmen, die möglicherweise von Arbeitgebern angeboten werden, ist sicher für alle Arbeitnehmer ratsam. 

Es bleibt aber zu hoffen, dass jeder weiterhin in seinem erlernten Beruf arbeiten kann und die gesundheitspolitischen Maßnahmen so schnell wie möglich auslaufen können, damit der Arbeitsmarkt weiterhin stabil bleibt.

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