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Lifestyle - 8. März 2019

Zahnvorsorge: So wirst du zum Prophylaxe-Profi

Schöne Zähne symbolisieren Erfolg und Kompetenz. Doch die Zahnvorsorge ist eine Wissenschaft für sich. Wir verraten, was du über Prophylaxe wissen musst und decken überraschende Fakten zum Thema Zahnpflege auf.

5 Min.

Menschen mit gepflegten Zähnen wirken nicht nur sympathischer, jünger und attraktiver. Studien bescheinigen ihnen obendrein noch bessere Karrierechancen. Wissenschaftler vom Londoner King's College fanden heraus, dass schöne Zähne mit Eigenschaften wie Kraft, Intelligenz, Kompetenz, Ausgeglichenheit und Authentizität verknüpft werden. Doch wer die Zahnvorsorge auf die leichte Schulter nimmt, hat statt makelloser Beißerchen womöglich bald eine teure Baustelle im Mund. Umso wichtiger ist es, die eigenen Zähne mit einer regelmäßigen Prophylaxe zu pflegen.

Prophylaxe – was ist das eigentlich?

Zur Zahnprophylaxe gehören alle vorbeugenden Maßnahmen, mit denen Zähne, Kiefer und Mundraum gesund bleiben. Darunter fällt nebst der eigenen Mundhygiene auch der Kontrolltermin beim Zahnarzt oder die professionelle Zahnreinigung. Denn egal, wie gründlich du die Zahnbürste schwingst: In viele Bereiche der Mundhöhle gelangt der Bürstenkopf nur sehr schwer. Winzige Essensreste sammeln sich dann in Ritzen und Spalten – und sorgen dafür, dass Karius und Baktus leichtes Spiel haben. 

 Eben jene Bereiche, die beim normalen Putzen nur schlecht zu erreichen sind, reinigt der Zahnarzt bei der Prophylaxe. Er entfernt Beläge, Verfärbungen, Zahnstein und untersucht das Zahnfleisch. So beugt er Erkrankungen wie Karies und Parodontitis vor.

Auf den Zahn gefühlt: So läuft die Zahnarztvorsorge ab

  1. Zunächst gibt es eine gründliche Untersuchung der Zähne, des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparats.
  2. Dann folgt die Zahnsteinentfernung und Reinigung mithilfe von Ultraschallinstrumenten. Hier kommt auch ein Pulver-Wasser-Spray zum Einsatz, das deine Zähne gewissermaßen sandstrahlt – ganz schonend natürlich.
  3. Anschließend werden deine Zähne mit einer fluoridhaltigen Paste poliert und die letzten rauen Stellen entfernt. Das Ergebnis sind glatte und glänzende Zahnoberflächen, auf denen Beläge nicht mehr so schnell haften bleiben.
  4. Bei Bedarf wird außerdem ein Röntgenbild des Kiefers aufgenommen. Damit kann der Zahnarzt auch Karieserkrankungen unter den Füllungen oder mögliche Wurzelentzündungen identifizieren.

Was kostet die Zahnarzt-Prophylaxe?

Die regelmäßige Zahnarzt-Vorsorgeuntersuchung gehört zu den grundlegenden Leistungen privater Krankenversicherungen. Viele Krankenversicherungen erstatten zudem weitere Behandlungen, etwa die professionelle Zahnreinigung oder Behandlungen zu Zahnersatz und Zahnästhetik. Doch unterscheidet sich die Kostenübernahme von Tarif zu Tarif. 

Wer zu Zahnproblemen neigt oder besonderen Wert auf ein makelloses Lächeln legt, sollte sich vor Abschluss eines Tarifs also genau mit den zahnärztlichen Leistungen auseinandersetzen. Auch eine Zahnzusatzversicherung kann in diesem Fall sinnvoll sein, denn besonders gesetzliche Krankenversicherungen erstatten nur eine Basisversorgung der Zähne. Mit verschiedenen Tarifen kannst du dich so vor hohen Zuzahlungen beim Zahnarzt schützen und sicher gehen, dass dein Lächeln auch im Alter noch hollywoodreif ist.

Lächeln Prophylaxe B@1X

In der Regel erstatten gesetzliche Krankenversicherungen die Prophylaxe-Kosten einmal pro Halbjahr. Allerdings müssen mindestens vier Monate zwischen dem ersten und dem zweiten Kontrolltermin beim Zahnarzt liegen. Alles, was über die Prophylaxe beim Zahnarzt hinausgeht, ist normalerweise zuzahlungspflichtig. Genau für solche Fälle wurde das Bonusheft der gesetzlichen Krankenversicherungen geschaffen.

Das Zahnarzt-Bonusheft – ein Gruß aus der Vergangenheit?

Das Stempelheftchen kann gesetzlich Versicherte bei den Zuzahlungen für Zahnarztbehandlungen entlasten. 1988 wurde das Bonusheft eingeführt – als kleine Wiedergutmachung für massive Zuschusskürzungen für Zahnersatzbehandlungen im Rahmen einer Gesundheitsreform. Gesetzlich Versicherte, die sich fünf Jahre lang jede Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt mit einem Stempel dokumentieren lassen, erhalten schließlich einen 20-%-Zuschuss für andere Zahnbehandlungen, etwa den Zahnersatz. Laut der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung nutzen zwar 55 % der Zahnersatz-Patienten den Heftchenbonus. Doch ob Versicherte durch das Bonusheft öfter zum Zahnarzt gehen oder bessere Zähne haben, ist unklar. Es wurde schlichtweg nie untersucht.

Ist die professionelle Zahnreinigung sinnvoll?

Mit deinen Zähnen ist es in etwa so wie mit einem Oldtimer. Selbst, wenn er hervorragend in Schuss ist – ihn einmal im Monat ein bisschen zu polieren und den Innenraum zu saugen, reicht nicht. Immerhin hat das Modell schon ein paar Jahre auf dem Buckel und muss dementsprechend liebevoll vor Rost und Co. geschützt werden. Eine professionelle Zahnreinigung kannst du dir also wie einen Rundum-Check in der Werkstatt deines Vertrauens vorstellen.

Um potenziellen Erosionsquellen vorzubeugen und kleine Probleme bereits im Anfangsstadium zu beheben, raten Zahnärzte zweimal pro Jahr zu einer professionellen Zahnpflege. Eine normale Handzahnbürste reinigt nämlich nur etwa 60 % der Zahnflächen, eine elektrische etwas mehr. Doch wo die Zahnbürste nicht hinkommt, lagern sich Essensreste ab: der ideale Nährboden für Bakterien und Plaque und damit auch für Zahnkrankheiten.

Eine professionelle Zahnreinigung entfernt Zahnstein gründlich und säubert auch die schwer zugänglichen Zahnzwischenräume. So lässt sich das Risiko für Krankheiten Experten zufolge deutlich senken.

Smile Prophylaxe B@1X

Um potenziellen Erosionsquellen vorzubeugen und kleine Probleme bereits im Anfangsstadium zu beheben, raten Zahnärzte zweimal pro Jahr zu einer professionellen Zahnpflege. Eine normale Handzahnbürste reinigt nämlich nur etwa 60 % der Zahnflächen, eine elektrische etwas mehr. Doch wo die Zahnbürste nicht hinkommt, lagern sich Essensreste ab: der ideale Nährboden für Bakterien und Plaque und damit auch für Zahnkrankheiten. Eine professionelle Zahnreinigung entfernt Zahnstein gründlich und säubert auch die schwer zugänglichen Zahnzwischenräume. So lässt sich das Risiko für Krankheiten Experten zufolge deutlich senken.

Doch mit einem Preis zwischen 80 und 120 € ist die professionelle Zahnreinigung sicher kein Schnäppchen. Die sogenannte IGeL-Leistung (ärztliche Leistung, die du als Patient selber übernehmen musst) ist eine Behandlung, die gesetzlich Versicherte vollständig oder zumindest teilweise aus eigener Tasche bezahlen müssen.

Private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten weitaus öfter – je nach Tarif. Viele Zahnspezialisten empfehlen die professionelle Zahnreinigung deshalb nicht pauschal. Besonders profitieren ältere Menschen von der Rundum-Reinigung, ebenso wie Menschen mit empfindlichem Zahnfleisch oder Neigung zu Karies und Parodontose. Auch für Kinder mit Zahnspangen ist die professionelle Zahnreinigung eine sinnvolle Ergänzung zur Mundhygiene.

Richtig Zähne putzen: 6 Tipps mit Biss

Regelmäßige Prophylaxe, penible Zahnreinigung vom Fachmann: Das alles nützt natürlich wenig, wenn du beim Zähneputzen zuhause nicht ein paar Dinge beachtest.

Hier sind die wichtigsten Infos rund um das tägliche Zahnputzritual:

  1. Nutze die „2x2-Formel“: Putze die Zähne zweimal täglich jeweils zwei Minuten lang. Und zwar morgens nach dem Frühstück und vor dem Zubettgehen. Besonders abends ist die Zahnpflege wichtig, weil nachts weniger Speichel fließt, um die Mundhöhle zu reinigen.
  2. Putze nach der „Bass-Methode“: Durch kreisförmiges Putzen, das vielen in der Kindheit beigebracht wurde, können Essenreste unter das Zahnfleisch geschoben werden und sich entzünden. Heute wird daher die Rütteltechnik nach dem US-amerikanischen Arzt Charles Bass empfohlen. Dabei putzt du von „Rot nach Weiß“, also sanft vom Zahnfleisch ausgehend nach unten weg.
  3. Übertreibe es nicht: Wenn du zu stark mit der Zahnbürste aufdrückst, kann das Zahnfleisch zurückgehen. Zu harte Borsten können darüber hinaus das Zahnfleisch verletzen und Entzündungen begünstigen.
  4. Reinige die Zahnzwischenräume: Hier kommt die Zahnbürste nicht hin, also kann sich Karies einnisten. Nutze daher Zahnseide oder Interdentalbürstchen.
  5. Wechsle die Zahnbürste, sobald die Borsten auseinanderstehen: Die Lebensdauer einer Zahnbürste erreicht maximal drei Monate.
  6. Putze nicht nach sauren Speisen und Getränken: Die Säure von Früchten, Wein oder Softdrinks kann den Zahnschmelz aufweichen. Lieber 30 Minuten warten und den Mund zuvor gegebenenfalls mit Wasser ausspülen.

Mit diesen Apps wird Zähneputzen effizient

Damit das Zähneputzen ein bisschen interessanter wird, gibt es jede Menge Zahnputz-Apps. Mithilfe von Timern, Statistiken und Hintergrundinfos zur Zahnpflege unterstützen sie die tägliche Mundhygiene. Hier unsere drei Favoriten:

Brush DJ: Die App, die von einem Zahnarzt aus England entwickelt wurde, ist schlicht und praktikabel. Zusätzlich zum Putz-Timer erinnert sie dich an den nächsten Zahnarzttermin oder sagt dir, wann es Zeit ist, deine Zahnbürste zu entsorgen. Hinzu kommen lehrreiche Zusatzinfos zur Zahnhygiene.

Brush DJ

Damit hast du deine Zahnhygiene von vorne bis hinten im Griff.

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Oral-B-App: Diese App richtet sich an Nutzer der elektrischen Zahnbürsten aus der Genius- und Smart-Series von Oral B. Mittels Bluetooth lässt sich die Bürste verbinden: Die App erkennt daraufhin die Position der Bürste im Mund, berechnet die Putzdauer und hilft dabei, die eigene Technik zu optimieren.

Oral-B-App

Optimiere deine Zahnputztechnik mit dieser App.

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Philips Sonicare For Kids: Für Eltern, die ihren Kindern das Zähneputzen spielerisch beibringen wollen. Gemeinsam mit Fellmonster Sparkey bekämpfen die Kids Bakterien auf Zahnfleisch und Zähnen. Das niedliche Maskottchen zeigt den Kindern genau, wo und wie lange sie ihre Zähne putzen sollen. Auch die Putzbewegung wird in Animationen verdeutlicht. Einziges Manko – die App verlangt Zugriff auf eine ganze Menge privater Daten.

Philips Sonicare For Kids

Damit sagen deine Kids Zahnkrankheiten den Kampf an.

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