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Lifestyle - 21. Januar 2019

Rücken, Bauch oder Seite – welche Schlafposition ist die beste?

Wenn es ums Schlafen geht, haben wir alle unsere Lieblingsposition. Aber wusstest du, dass diese sich deutlich auf deine Gesundheit auswirken kann? Wir wagen einen Blick unter die Bettdecken und klären, welche Schlafposition die beste ist und deinen Schlaf optimal fördert.

4 Min.

Kurioses aus unserer Vergangenheit: Wer vor 700 Jahren im Liegen eingeschlafen ist, war entweder besonders reich oder besonders mutig. Die Mehrheit der armen Bevölkerung im Mittelalter schlief tatsächlich im Sitzen! Durch die vielen Feuerstellen und die schlechte Belüftung hatten die Menschen Probleme mit der Atmung. Im Liegen konnte man leichter an einer Atemwegserkrankung oder Rauchvergiftung sterben. So hielt sich bis in die frühe Neuzeit hinein der Glaube, dass das Schlafen im Liegen tödlich sei. Ziemlich verrückt, oder? 

Heute sind wir zum Glück schlauer. Statt auf dem Strohsack zu sitzen, räkelt sich der moderne Mensch in der Horizontalen auf weichen Federkernmatratzen. Doch nicht für jede Schlummerstellung gibt der Körper gute Haltungsnoten. Welche Schlafposition die beste für dich ist, hängt vor allem von deinem Gesundheitszustand ab: Für Schwangere gelten andere Regeln als für Rückengeschädigte. Liegt der Körper optimal, verbessert das auch die Schlafqualität. Ob deine Lieblingsposition dir gut tut, zeigt unser Überblick:

Auf dem Rücken schlafen – die beste Schlafposition

Alle, die sich am liebsten auf dem Rücken ausstrecken, dürfen sich freuen: Diese Schlafposition gilt unter Medizinern als besonders gesund. Die Wirbelsäule wird optimal unterstützt, das Körpergewicht gleichmäßig verteilt – beste Bedingungen für einen gesunden Rücken. Und schön macht die sogenannte Königsposition auch noch: Mimikfalten haben keine Chance, denn der Kopf liegt gerade. Kleiner Wermutstropfen: Schnarcher sollten sich lieber eine andere Position suchen. Die Zunge rutscht in der Rückenlage leichter nach hinten und verengt so die Atemwege.

Mit Kissen kannst du diese Position zusätzlich optimieren und an deine Bedürfnisse anpassen: Lass doch mal bei Verspannungen im Nacken das Kopfkissen weg. Die Schwerkraft arbeitet so für dich und streckt den oberen Rücken. Neigst du zu einem Hohlkreuz? Dann kann ein Kissen im Lendenbereich wahre Wunder wirken.

Auf dem Bauch schlafen – keine gute Idee

Gehörst du zu den Bauchschläfern? Dann musst du jetzt stark sein, denn diese Schlafposition ist eher ungünstig. Die Bauchlage arbeitet gegen die natürliche S-Form der Wirbelsäule. Besonders die Lendenwirbelsäule wird dabei belastet. Zu hohe Kissen verdrehen zusätzlich den Nacken und sorgen für Schmerzen.

Morgens taufrisch aus den Federn steigen? Schwierig, denn die Bauchlage beschert eine eher verknautschte, faltige Mimik. Einen Vorteil hat die Bauchposition hingegen: Der Atem fließt freier – gut für Schnarcher. Willst du trotz der Nachteile weiterhin auf dem Bauch schlafen, empfehlen wir dir eine härtere Matratze und ein flaches, festes Kissen.

Auf der Seite schlafen – besser links als rechts

Ist die Embryostellung deine Lieblingsposition, bist du in guter Gesellschaft: So geht es den allermeisten Menschen. Diese Schlafposition ist gut geeignet bei Rückenschmerzen, denn sie entlastet die Wirbelkörper. Allerdings können Schmerzen in der Hüfte und an den Schultern von der Seitenlage kommen. Achtung: Nicht zu sehr einkuscheln, sonst leidet die Wirbelsäule unter der starken Krümmung.

Ob du auf der linken oder auf der rechten Seite schläfst, macht für deine Gesundheit einen kleinen, aber feinen Unterschied. Rechtsschläfer üben mehr Druck auf ihr Herz und ihre Lunge aus. Auch Sodbrennen tritt auf dieser Seite eher auf. Viel entspannter ruht dein Körper auf der linken Seite. Hier funktioniert von der Blutzirkulation bis zur Atmung alles etwas besser.

Die richtige Schlafposition ...

... in der Schwangerschaft: Im letzten Drittel der Schwangerschaft ist die linke Körperseite ideal. So entlastest du die Venen und verringerst den Druck auf die Organe im Unterleib. Die Rückenlage solltest du vermeiden.

... für Schnarcher: Neigst du dazu, in der Nacht laut zu werden? Dann versuche es doch mal mit der Seiten- oder Bauchlage.

... bei Rückenschmerzen: Bei Schmerzen im Rücken ist Abwechslung angesagt. Am besten drehst du dich von der Seitenlage in die Rückenposition und wieder zurück.

... bei Nackenschmerzen: Wenn es im Nacken zwickt, ist die Rückenlage die richtige. Oftmals ist auch das Kissen schuld an den Schmerzen. Ein ergonomisch geformtes Kopfkissen hilft, die Beschwerden zu vermeiden.

Öfter mal was Neues: Sorge für Abwechslung bei den Schlafpositionen

Normalerweise wechseln Menschen auf natürliche Weise ihre Schlafposition – im Schnitt zwanzig Mal in einer Nacht! Das ist auch gut so, da die Wirbelsäule gleichmäßigen Druck aus allen Richtungen benötigt, um sich zu regenerieren. Stellst du fest, dass du jeden Morgen so aufwachst, wie du dich abends ins Bett gelegt hast, solltest du bei den Positionen mal durchwechseln. Gleiches gilt, wenn dein Favorit dich zum Schnarchen bringt oder dir Rückenschmerzen verursacht. Dir eine gesunde Schlafposition anzutrainieren, ist nicht ganz einfach. Zum Glück gibt es dafür Hilfe aus dem App-Store.

So optimierst du deine Schlafposition

  • Mach es dir bequem: Begib dich vor dem Einschlafen in die gewünschte Position. Nutze verschiedene Kissen, um es dir so angenehm wie möglich zu machen.
  • Sei geduldig: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Daher wird sich auch die beste Schlafposition erst einmal ziemlich seltsam anfühlen. Halte durch! Bald wirst du dich daran gewöhnt haben und dich wohler fühlen.
  • Programmiere dein Unterbewusstsein: Sobald du eingenickt bist, verlierst du die Kontrolle über deine Körperhaltung. Es hilft, wenn du vorher dein Unterbewusstsein gezielt anweist, die richtige Liegeposition zu behalten.
  • Hol dir digitale Unterstützung: Apps wie SomnoPose überwachen deine Schlafposition. Dafür befestigst du dein Smartphone am Körper. Die App registriert die Lage des Gerätes und zeichnet auf, wie lange du in welcher Haltung geschlafen hast. Zusätzlich warnt sie dich mit einem Alarmton, wenn du dich in eine Position drehst, die du vermeiden willst.
SomnoPose

Die App hilft dir in der richtigen Position zu schlafen.

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Deine Schlafposition zu kennen, reicht dir nicht? Du willst noch genauer wissen, was nachts so mit dir passiert? Dann ist vielleicht ein Schlaftracker etwas für dich. Er sammelt Informationen rund um deine Schlafphasen und kann dir sogar helfen, weniger zu schnarchen.

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