1. August 2019

Brainfood: Wie es deinem Gehirn zu Höchstleistungen verhilft

Wir haben dir gezeigt, wie du dein Gehirn trainieren und für große Denkaufgaben fit machen kannst. Jetzt erfährst du, wie Brainfood deinem Kopf-PC zu Höchstleistungen verhilft. Welche Brainfood-Lebensmittel gibt es? Sind Walnüsse gesund fürs Gehirn? Wir zeigen es dir.

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Was ist Brainfood überhaupt?

Wenn wir von Brainfood sprechen, dann denken wir vor allem an Nüsse, die gut für unser Gehirn sind. Doch Gehirnnahrung ist mehr. Brainfood unterstützt deine Gehirnfunktionen, in dem es dein Gehirn mit den richtigen Nährstoffen versorgt.

Rund ein Fünftel unseres Energiebedarfs verbraucht unser Gehirn – in Form von Traubenzucker, also Dextrose (Glukose). Bevor du jetzt zu Traubenzuckerdragees greifst, müssen wir dich leider enttäuschen. Die zusätzlich eingenommene Dextrose wird durch körpereigenes, von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttetes Insulin sofort wieder abgebaut. Nach spätestens 20 Minuten ist von der Extra-Portion Dextrose im Körper nichts mehr zu sehen, der Blutzuckerspiegel ist nun sogar noch niedriger als zuvor. Die Folge: du wirst müde.

Schokolade macht zwar glücklich, hat aber wie Energy-Drinks einen ähnlichen Effekt und ist daher kein geeignetes Lebensmittel fürs Gehirn. Wenn du dich also müde und erschöpft fühlst oder einen wichtigen Vortrag halten musst, ist Zucker nicht die beste Wahl für dich. 

Essen fürs Gehirn – so wirkt es!

Um als Brainfood zu gelten, muss das Lebensmittel viele komplexe Kohlenhydrate besitzen, besser bekannt als Vielfachzucker. Diese werden vom Körper nach und nach gespalten und in Glukose umgewandelt und liefern deinem Gehirn so konstant Energie. 

Lebensmittel mit vielen ungesättigten Omega-3-Fettsäuren sind ebenfalls gut fürs Gehirn. Diese Fettsäuren sorgen für funktionierende Nervenzellmembranen und damit für eine reibungslose Informationsübertragung und -speicherung. Leider kann der Körper sie nicht selbst herstellen, weshalb wir sie durch unser Essen aufnehmen müssen.

Studentenfutter Brainfood B

Nahrungsmittel fürs Gehirn – diese Brainfood-Lebensmittel bringen dein Gehirn auf Vordermann

Das wohl wichtigste Brainfood ist regelmäßiges Trinken. Wir vergessen es oft, aber wir brauchen täglich mindestens 2 l Flüssigkeit, ansonsten drohen Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme – nichts, was du in deinem Berufsleben gebrauchen kannst. Ungesüßter Tee, Schorle oder einfaches Wasser sorgen für eine gute Durchblutung deines Körpers, die wiederum dein Gehirn mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

„Flüssigkeit ist das wichtigste Brainfood.“

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Mit Vollkornprodukten bist du ebenfalls gut beraten. Tausche doch das Brötchen vom Bäcker durch ein belegtes Vollkornbrot. Nicht nur macht es dich munterer und hält dich länger wach als Dextrose-Tabletten, es versorgt dich auch mit wichtigen Ölen, Vitaminen und Proteinen, die gut für dein Gehirn sind. Wenn du zwischendurch zu Gemüse statt zur Schokolade greifst, tust du deinem Gehirn ebenfalls etwas Gutes. Damit bist du für den nächsten Call bestens gewappnet.

Langkettige, entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren stecken in Fischen wie Lachs oder Hering sowie Raps-, Walnuss- oder Leinöl. Ersetze ein bis zwei Fleischmahlzeiten pro Woche durch Fisch – dein Körper wird es dir danken.

Natürlich sind auch Walnüsse gesund fürs Gehirn, ebenso andere Nüsse. Walnüsse stecken nicht nur voller Vitamin E und Antioxidantien, die die Zellgesundheit verbessern. Sie enthalten außerdem viele ungesättigte Fettsäuren und lebenswichtige Spurenelemente wie Eisen, Magnesium und Jod. 

Atkins-Diät und Brainfood: Passt das zusammen?

Wenn du derzeit eine Low-Carb-Diät, besser bekannt unter dem Namen Atkins-Diät, machst, stellt sich dir natürlich die Frage: Muss ich auf Brainfood verzichten?

Ja. Bei der Atkins-Diät sind Kohlenhydrate tabu. Bedeutet also: keine Nudeln und auch kein Brot. Nüsse sind ebenfalls verboten. Die einzig erlaubte Gehirnnahrung sind Fische. 

Da bei einer Atkins-Diät auch viele fructosehaltige Obst- und stärkehaltige Gemüsesorten verboten sind, kann es zu starken gesundheitlichen Problemen wie Leberschäden oder Herz-Kreislauf-Problemen kommen. Der erlaubte Genuss von rotem Fleisch steigert das Entzündungs- und Übersäuerungsrisiko deines Körpers und macht dich krank – nichts, was man im stressigen Arbeitsalltag gebrauchen kann.

Mehr Produktivität durch Brainfood ist möglich

Wir alle sollten mehr Brainfood essen. Und wie du siehst, gibt es mehr Möglichkeiten, als nur zu Studentenfutter zu greifen. Walnüsse und Co. kannst du auch super in der Mittagspause als Komponenten in Broten oder in Salaten zu dir nehmen. Nussöle geben deinen Speisen einen wunderbar exotischen Kick und viel Flüssigkeit stellt sicher, dass die Nähr- und Mineralstoffe auch dort ankommen, wo sie benötigt werden: Im Gehirn.

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