30. Oktober 2019

Bindehautentzündung: Symptome, Behandlung und Hausmittel

Sie juckt, brennt und kann unter Umständen hoch ansteckend sein: Die Bindehautentzündung ist die häufigste Augenerkrankung. Wie du sie erkennst und was du dagegen tun kannst, um schnell wieder den Durchblick zu bekommen.

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Wenn die Augen unter Jucken, Brennen und Schwellungen leiden, kann das extrem unangenehm sein. Auslöser ist hierfür oft eine Bindehautentzündung. Sie ist zwar in den meisten Fällen harmlos, aber lästig und schränkt einen ganz schön ein. Was tun bei Bindehautentzündung und wie beugst du einer Erkrankung vor?

Was ist eine Bindehautentzündung?

Du wachst morgens auf und plötzlich sind deine Augen verklebt? Du schaust in den Spiegel und deine Augen sind rot und geschwollen? Schlechte Nachrichten: Du leidest wahrscheinlich an einer Bindehautentzündung. Aber was genau ist das überhaupt?

Unsere Bindehaut übernimmt eine wichtige Aufgabe in unserem Auge: Sie ist eine gut durchblutete, dünne Schleimhaut und bedeckt die Innenseite der Augenlider. Sie unterstützt mit zusätzlichen Tränendrüsen unsere eigentlichen Tränendrüsen und sorgt so dafür, dass unsere Augen gut befeuchtet sind und beweglich bleiben. Gleichzeitig schützt sie unser Sehorgan aber auch vor Krankheitserregern.

Wenn die Bindehaut gereizt wird – die Ursachen können unterschiedlich sein – kann sie sich entzünden und dabei mit Rötung reagieren. Eine Bindehautentzündung wird auch Konjunktivitis genannt und ist die am häufigsten auftretende Augenerkrankung. Besonders häuft erwischt die Bindehautentzündung Kinder.

Was sind die Ursachen für eine Bindehautentzündung?

Eine Bindehautentzündung kommt meist plötzlich und kann unterschiedliche Auslöser haben. Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Ursachenarten: die infektiöse und die nicht-infektiöse Bindehautentzündung.

1. Infektiöse Bindehautentzündung

Zu den häufigsten Ursachen für eine Bindehautentzündung gehören Viren und Bakterien. Auslösende Viren sind hier vor allem Herpesviren und Adenoviren. Eine bakterielle Bindehautentzündung kann durch Hämophilus, Pneumokokken, Staphylokokken und Streptokokken verursacht werden. Seltener sind Pilze oder Parasiten die Auslöser.

Vorsicht:

Sind die Auslöser infektiös, ist die Bindehautentzündung ansteckend. Übertragen wird sie durch Tröpfcheninfektion. Da Betroffene ihre juckenden Augen oft reiben, verteilen sie die ansteckenden Keime auf Gegenstände – und können so schnell Mitmenschen infizieren.

2. Nicht-infektiöse Ursachen

Neben einer Infektion gibt es auch weitere Auslöser für eine Bindehautentzündung. Allergien gegen Pollen oder andere Allergene, aber auch Medikamente können eine Bindehautentzündung auslösen. Außerdem kann eine mechanische Reizung, Rauch, Staub oder trockene Luft dazu führen, dass sich das Auge entzündet. Und zuletzt kann Überanstrengung in der Arbeit, zum Beispiel durch intensive Bildschirmarbeit, zu einer Bindehautentzündung führen.

So erkennst du eine Bindehautentzündung: Symptome

Die Augen jucken und brennen, sie tränen und sind stark gerötet. Wenn du an einer Bindehautentzündung leidest, verträgst du oft kein grelles Licht und deine Augen sondern ein gelbliches Sekret ab. Dadurch können die Lider morgens verklebt sein. Wenn die Bindehautentzündung eine virale Ursache hat, können zusätzlich auch die Lymphknoten anschwellen und manchmal sogar Fieber auftreten. Außerdem hast du oft das Gefühl, einen Fremdkörper im Auge zu haben.

Die Symptome einer Bindehautentzündung in der Übersicht:

  • Stark gerötete Augen
  • Tränendes Auge
  • Weiß-gelbliches, eitriges Augensekret bei bakterieller Bindehautentzündung (eitrige Bindehautentzündung); eher wässriges Sekret bei viraler Augenentzündung
  • Schwellung der Bindehaut
  • Juckreiz und Brennen
  • Fremdkörpergefühl im Auge
  • Schmerzen im Auge, wenn das Auge bewegt wird
  • Lichtempfindlichkeit

Die Bindehautentzündung kann zunächst einseitig auftreten, aber auch schon zu Beginn beide Augen betreffen. Interessanterweise ist die einseitige Bindehautentzündung meist schwerwiegender als die beidseitige. Oft klingt eine unkomplizierte Bindehautentzündung innerhalb von zehn Tagen ohne Folgen für das Auge ab. Eine akute Bindehautentzündung dauert kürzer als vier Wochen, die chronische kann dagegen mehr als drei bis vier Wochen anhalten.

Was tun bei einer Bindehautentzündung: Behandlung und Prävention

Die Symptome einer Bindehautentzündung sind nicht gerade angenehm, daher wünschen sich Betroffene eine möglichst schnelle Genesung. Aber was tun bei Bindehautentzündung?
Auch wenn eine Bindehautentzündung normalerweise harmlos ist, solltest du beim Auftreten der Symptome einen Arzt aufsuchen. Gerötete Augen können auch andere Ursachen haben, die bei zu spätem Erkennen Folgeschäden hervorrufen können. Spätestens aber, wenn zu den typischen Beschwerden weitere Schmerzen oder eine Verschlechterung der Sehkraft hinzukommt, solltest du umgehend ärztlichen Rat einholen.

Die Behandlung einer Bindehautentzündung richtet sich dann vor allem nach der Ursache, aber auch nach der Schwere und dem Ausmaß der Beschwerden.

Behandlung bakterielle Bindehautentzündung:

Hier ist nicht immer zwingend eine Therapie nötig, denn eine bakterielle Entzündung klingt meistens von alleine ab. Die Heilung beschleunigen können dabei aber Augentropfen oder Augensalben mit Antibiotika.

Behandlung virale Bindehautentzündung:

Wenn Viren für die Bindehautentzündung verantwortlich sind, ist keine Therapie möglich. Mit künstlichen Tränen oder kalten Kompressen können lediglich die Symptome gelindert werden. Eine Ausnahme gibt es: Ist der Auslöser ein Herpesvirus, kann ein mit dem Arzt abgestimmtes Medikament helfen.

Behandlung allergische Bindehautentzündung:

Der erste Weg sollte sein, dass der allergieauslösende Stoff ermittelt wird, um weitere Reizungen zu vermeiden. Zur Linderung der Beschwerden können kalte Kompressen oder künstliche Tränen helfen. Nach Absprache mit dem Arzt können außerdem kortisonhaltige Augentropfen oder Antihistaminika helfen.

Gut zu wissen:

Wenn du Kontaktlinsenträger bist, solltest du im Falle einer Erkrankung in dieser Zeit auf jeden Fall auf die Brille umsteigen und die Kontaktlinsen entsorgen.

So beugst du einer Bindehautentzündung vor

Wenn du empfindliche Augen hast, solltest du versuchen, sie nicht äußerlichen Reizen wie Zugluft oder Staub auszusetzen. Trage dafür zum Beispiel eine Sonnenbrille oder Schwimmbrille. Wenn du weißt, dass du auf einen bestimmten Stoff allergisch reagierst, vermeide diesen.

Außerdem solltest du deine Augen nicht überlasten. Wenn du weißt, dass du empfindliche Augen hast, solltest du auf gute Beleuchtung am Arbeitsplatz achten und deinen Augen immer wieder eine Pause gönnen. Außerdem sind Hygienemaßnahmen wie gründliches Händewaschen unabdinglich. Sollte ein Familienmitglied an Bindehautentzündung leiden, gilt das umso mehr.


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Bindehautentzündung Hausmittel: Was hilft?

Nicht jede Bindehautentzündung muss sofort medikamentös behandelt werden. Gerade, wenn die Auslöser Überanstrengung oder Allergene sind, können bei einer Augenentzündung Hausmittel angewendet werden. Zwei besonders heilsame Hausmittel stellen wir dir vor:

1. Quarkauflagen

Quarkauflagen können gegen Schwellungen helfen. Dafür spülst du ein sauberes Baumwolltuch mit kühlem Wasser aus. In die Mitte des Tuches legst du 100 Gramm gekühlten Quark und machst daraus ein kleines Paket. Auf dem Auge sorgt es so für wohltuende Kühle.

2. Augentrost

Eine Pflanze, die ihren Namen nicht umsonst trägt: Augentrost hilft nicht nur gegen Bindehautentzündung, sondern auch gegen Gerstenkörner, überanstrengte Augen oder Heuschnupfen. Bereite dafür einen Tee aus einem Teelöffel Augentrost vor. Tauche eine Kompresse hinein und lege sie dir auf die Augen. Das Gleiche kannst du übrigens auch mit Ringelblume machen.

Die Augen sind dein wichtigstes Arbeitswerkzeug und sollten daher besondere Aufmerksamkeit genießen – am besten bereits bevor sich eine Augen- oder Bindehautentzündung entwickeln kann.

Mehr Tipps, wie du deine Augen schonst, liest du in unserem großen Themenkomplex über Augen.

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